Über 1,40 Dollar: Griechen-Ohrfeige stoppt Euro nicht

07.03.2011 | 12:10 |   (DiePresse.com)

Auch die drastische Herabstufung des Griechenland-Ratings kann dem Euro nichts anhaben. Er durchbricht die psychologische 1,40-Dollar-Marke.

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Der Euro hat am späten Montagvormittag die psychologisch wichtige Marke von 1,40 Dollar durchbrochen. Und das, obwohl der Euro kurz nach Veröffentlichung des desaströsen Griechenland-Ratings von Moody's zeitweise um einen halben Cent auf 1,3956 Dollar gefallen war. Kurz darauf sprang der Euro aber über die Marke von 1,40 Dollar. "Die Aussicht auf einen deutlich steigenden Zinsvorteil in der Euro-Zone im Vergleich zu den USA unterstützt den Euro weiterhin", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Gegenüber Franken und Yen gab es ebenfalls Aufschläge, zum Pfund notierte er knapp behauptet.

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Die Gemeinschaftswährung war mit einer Seitwärtsbewegung knapp unter 1,40 Dollar in den Handel gegangen. Am Vormittag durchbrach der Euro nach der Vorlage von Konjunkturdaten aus der Eurozone dann diesen markanten Wert. Die Stimmung von Investoren im Euroraum hat sich im März laut dem Sentix-Index weiter aufgehellt. Der Index ist von 16,7 Punkten im Vormonat auf 17,1 Punkte gestiegen und erreichte damit ein neues Dreieinhalb-Jahreshoch.

Warten auf Rede von EZB-Chef Trichet

Mit Spannung erwarten Marktteilnehmer nun eine Rede von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Basel. Investoren erwarten sich weitere Aufschlüsse über die Pläne einer möglichen Zinserhöhung im April. Am Donnerstag hatte Trichet Anzeichen ausgegeben, wonach die Zinsrate schon bald erhöht werde, um der Inflation entgegen zu wirken. Die Teuerungsrate hatte zuletzt immer wieder die von der Notenbank erwünschte Marke von 2,0 Prozent überschritten.

(Ag.)

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21 Kommentare

im Vergleich

zu dem was sich auf der anderen Seite des Teiches aufbaut ist Griechenland fast ein Kindergeburtstag

Ein Zwischenspiel des Euros?


Höchst wahrscheinlich sehen wir gerade nur einen spekulativen Run auf Euros.

In ein paar Monaten sieht vermutlich wieder alles anders aus.

Antworten Gast: Desinfoterminator
07.03.2011 15:26
5

Re: Ein Zwischenspiel des Euros?

Nein, das ist kein spekulativer Run, denn angesichts des Zustandes des US-Dollars würde ich erst bei einem Kurs von 3 Dollar : 1 Euro von einer Spekulationsblase sprechen. 2,5 Dollar : 1 Euro ist meiner Meinung nach ein viel realistischer Kurs als der momentane Diskontpreis des Euro um nur 1,40 US-Dollar.

Das Problem ist einfach, dass man für den US-Dollar nichts mehr bekommt - gemessen am Verhältnis vor wenigen Jahren. Baumwolle verfünffachte sich im Preis beispielsweise, dabei wird bis auf Ägypten überhaupt keine Baumwolle in den Krisengebieten angebaut. Da werfen einfach Inder und Chinesen lieber ihre Dollar auf den Markt, damit sich jeder ein paar T-Shirts kaufen kann im Volk und das sind eben gleich viele Milliarden Stück! Und Dollar haben Inder und Chinesen genug mit denen die USA die ganze Welt geflutet hat und die schwappen eben jetzt auf den Markt.

Der Euro wurde nie mit Twindefizit in der ganzen Welt verteilt und folglich gibt es wenig Euro, aber Europa hat gemessen an den wenigen Euro sehr viele gefragte Fertigprodukte für die wachsende Ober- und Mittelschicht von Indien und China. Im Maschinenbau hat Deutschland gemeinsam mit der Schweiz und Österreich beispielsweise 80 % WELTmarktanteil! Und ohne neue Maschinen kein Wachstum bei der Produktivität in Indien und China. Selbst Länder wie Bangladesh kaufen vermehrt NEUE Maschinen aus Europa und keine gebrauchten mehr wie früher.

Gegenüber dem Dollar wird sich der Euro im Wert noch mehr als nur verdoppeln!

Re: Re: Ein Zwischenspiel des Euros?


Falls Ihr Euro so stabil ist, wird der Goldpreis in Euros wohl in den kommenden Monaten wieder auf die eur 250 zurückgehen. Na ja, da bin ich wirklich gespannt. Ich melde mich dann wieder.

Vor längerer Zeit gabs einen tollen Presseartikel

Er handelte vom ewigen Jammern über den Eurokurs.

Bei der Einführung sackte er ab, alle kündeten den Untergang der währung an.

Dann stieg er auf 1,26 Dollar, Experten und gemeines Volk in den Foren fürchteten den Untergang der Exportwirtschaft.

Dann steigt das Ding auf 1.36, wieder Gejammer mit obigen Inhalt.

Fällt er dann wieder auf 1,28 OHHH die Eurozone schwächelt und geht zu Ende.

Jetz freu ma uns über einen Kurs von 1,4...

Mir ist schon klar, dass der Dollar derzeit sehr schwach ist, aber wir (Forennutzer und alle anderen) sollten uns einfach nicht mehr darum kümmern - es ist eh immer "schlecht".

Re: Vor längerer Zeit gabs einen tollen Presseartikel

Für Otto Normalverbraucher ist das Verhältnis Euro - Dollar sowieso uninteressant! Es sind beides Währungen deren realer Wert stark gesunken ist.

Für den "kleinen Mann" zählt vielmehr was er pro Währungseinheit bekommt und da wurde er in den letzten Jahren ziemlich angeschmiert! Sowohl in Amerika als auch in Europa sind die Leistungsträger, die den Gegenwert zur Geldmenge erarbeiten, ganz einfach zu wenig um alle die am "Dauertropf" hängen mitnehmen zu können!

Re: Vor längerer Zeit gabs einen tollen Presseartikel


Schlecht ist, dass praktisch alle fiat-money Währungen massiv an Kaufkraft verlieren, und zwar seit vielen Jahren.

Man sehe sich bitte den Goldpreis einmal genauer in den verschiedenen Währungen an!

Gast: DI
07.03.2011 12:27
2

Friede, Freude, Eierkuchen

Somit zeigt es sich wieder, dass die Eu-Politiker doch auf dem richtigen Weg sind. Es ist auch keine Korrektur nötig, die unterschiedlichen Sozial- und Steuerrechte in den Ländern passen wunderbar zusammen, die einen zahlen, arbeiten damit die anderen mit 58 in Pension gehen können und nichts ändert sich. Wenn man sich ein wenig umsieht, stellt sich die Frage: Ist das eine Zeitungsente? http://www.bankaustria.at/de/23149.htm

Re: Friede, Freude, Eierkuchen

"Die anderen, die mit 58 in Pension gehen" sind die Österreicher...

Antworten Antworten Gast: DI
07.03.2011 14:41
0

Re: Re: Friede, Freude, Eierkuchen

Wenn Sie sich dazu zählen können, gratuliere ich Ihnen. Ich werde bestenfalls mit 65 gehen können.

Gast: ARMAGEDDON
07.03.2011 12:14
5

LETZTES AUFFLACKERN

Euro rauf Dollar runter, dann wieder umgekehrt....
Gold rauf dann wieder gegen die Währung runter...
Dax und Dow Jones rauf und runter.....
Arbeitsmarkt und Wirtschaft super ein paar Tage später wieder nicht.....
Es geht zu Ende mit der westlichen Wirtschaftskultur, nur wenige durchblicken das Abschiedsspiel. Das Erwachen wird grausam sein.

Re: LETZTES AUFFLACKERN

Und dann erwacht der kommunistische Frühling! Schon wieder! Oder doch was ganz neues? Egal, böser Westen!

...

Antworten Antworten Gast: ARMAGEDDON
07.03.2011 13:37
3

Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

Ich weiß zwar nicht ob sie es schon wussten......
12 Banken aus den USA haben 1913 die FED gegründet.
Die FED hatte das Ziel die Welt mit ihren Dollars zu beherschen.
2 Weltkriege und unzähligen kleinere Unruheherde zählen mitlerweile zu den Erfolgen, damit der Dollar seine Machtstellung erhält.
Derzeit läuft das Spiel ein wenig aus dem Ruder da vor 7 Jahren einige Länder beschlossen haben das Öl in anderen Währungen an neuen Börsen zu handeln.
In diesen Länder herrscht derzeit Kriege, Aufstände und Al Kaida Alarm!!!
Warum wohl??

Antworten Antworten Antworten Gast: engelhard
07.03.2011 22:20
0

Re: Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

ja, diese länder sind solche wirtschaftsgrössen wie irak, afganistan, pakistan, libyen, tunesien, ägypten, jemen, usw. wo haben sie dieses märchen her? und die usa haben ja die beiden weltkriege im 20-sten jahrhundert angefangen. lernen sie geschichte!

Re: Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

Irgend wie glaube ich mich erinnern zu können, dass zwei Weltkriege nicht von den USA angefnagen wurden. Sie haben die nur beendet. Aber bitte, wenn's dem paranoiden Weltbild hilft...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Paul F
07.03.2011 16:10
3

Re: Re: Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

empfehle ihnen:

A Century of War: Anglo-American Oil Politics and the New World Order

Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich

http://www.amazon.com/Century-War-Anglo-American-Politics-World/dp/074532309X/sr=1-1/qid=1165788589/ref=pd_bbs_1/103-9935134-1529436?ie=UTF8&s=books

http://www.amazon.co.uk/Conjuring-Hitler-Britain-America-Third/dp/074532181X

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ARMAGEDDON
07.03.2011 15:09
3

Re: Re: Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

ich empfehle ihnen Geschichte und Literatur von seriösen Autoren. U-Bahnzeitung erweitert nicht das Weltbild und Wissen.

Re: Re: Re: Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

Also ein 'seriöser' Autor würde mir klar machen, dass die Fed beide Weltkriege angefangen hat? OK. Dann fange ich wohl mal mit Alex Jones an und arbeite mich durch bis Rense.

Re: Re: LETZTES AUFFLACKERN

Man muss kein Kommunist sein, um das baldige Ende des derzeitigen Irrsinns zu erahnen.
Ganz im Gegenteil!
Mit dem Ende der derzeitigen Wirtschafts"kultur" endet auch wegen Unfinanzierbarkeit der Sozialstaat.

Antworten Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
07.03.2011 13:45
6

Abwertung des Nutzenwerts "Heimat" und nicht Kursschwankungen lassen den Sozialstaat wegen Geldmangel zusammenbrechen!

Der Sozialstaat endet nicht wegen irgend einem Außenwert des Euro, sondern höchstens wegen totaler Überfremdung und totaler Internationalisierung!

Der Sozialstaat hängt direkt vom Nutzenwert "Heimat" ab. Zahlt z. B. jemand in Österreich 30.000 Euro Steuern und Sozialabgaben pro Jahr, so tut er dies, da ihm der Nuten "Heimat" Österreich mehr wert ist als diese 30.000 Euro.

Der Nutzenwert liegt in dem Fall eben über 30.000 Euro.

Wird aber Österreich durch kriminelle Ausländer überrannt, sinkt der Nutzenwert "Heimat" sehr rasch - man muss betonen, nicht jeder Ausländer senkt den Nutzenwert "Heimat" zöge z. B. Claudia Schiffer zu, würde das den Nutzenwert sogar erhöhen.

Fakt ist aber, dass z. B. in den Sozialstaat Österreich keine Claudia Schiffer zuzieht, sondern sehr häufig Kriminelle, die in den Slums aus denen sie kommen nichts wirklich in Österreich dringend benötigtes gelernt haben.

Durch Zuzug von Slumdogs, wie sie nach Österreich in Massen kommen, sinkt der Wert Heimat hochsignifikant und nachweisbar ab.

In Deutschland läuft ähnlich wie in Österreich bereits eine Auswanderungswelle von fleißigen Steuerzahlern. Diese sagen sich, ob ich hier unter Ausländern oder im Ausland unter Ausländern lebe ist schon egal, aber im Ausland spare ich mir die hohen Steuern und Sozialabgaben und mir bleibt mehr Gesamtnutzen.

Der Gesamtnutzen "Heimat minus dem Negativnutzen für Steuern- und Sozialabgaben, wird für immer mehr negativ und genau DAS bringt den Sozialstaat um.

Re: Abwertung des Nutzenwerts

Plagiiert der Desinformator hier Thilo Sarrazin? Aber, wo er recht hat, hat er recht!

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