Europas Leitbörsen stark in der Verlustzone

12.07.2011 | 11:17 |   (DiePresse.com)

Die Mailänder Börse verliert über vier Prozent, der ATX ist zeitweise mehr als drei Prozent im Minus. Besonders Bankenwerte sind vom Kurssturz betroffen.

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Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel hohe Verlusten zu verzeichnen. Um 10.05 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7029,84 Punkten, das entspricht einem kräftigen Minus von 200,41 Einheiten oder 2,77 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 124,7 Einheiten oder 2,10 Prozent auf 5804,45 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 verlor starke 90,78 Einheiten oder 3,35 Prozent auf 2618,36 Punkte. Übertroffen wurden diese Kursabschläge nur noch von der Mailänder Börse, die 4,42 Prozent auf 17.486,60 Punkte abgeben musste.

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Auch nach einem schwachen Wochenauftakt zeichnete sich im frühen Handel zunächst keine Erholung ab. Die Sorgen um ein Übergreifen der Euro-Schuldenkrise drückte auch die Übersee-Börsen nach unten, wenn auch deutlich weniger als die europäischen Indizes. In Europa sollte sich die unterdurchschnittliche Entwicklung aber zunächst fortsetzen, so ein Börsianer. Als negativ wertet er das "schlechte Krisenmanagement in der Eurozone". Bei einem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag wurde deutlich, dass Kernfragen des neuen Griechenland-Notplans weiter umstritten sind. Zudem habe Alcoa mit seinen eher enttäuschenden Zahlen zum Auftakt der US-Berichtssaison zusätzlich belastet.

Banken größte Verlierer

In einem Branchenvergleich zeigten sich Bankenwerte als größte Verlierer. Societe Generale büßten 3,85 Prozent auf 34,93 Euro ein und Deutsche Bank verloren 4,64 Prozent auf 36,71 Euro. Ein Analystenkommentar von Morgan Stanley setzte zudem italienische Banken stark unter Druck. Intesa Sanpaolo-Aktien stürzten um 5,70 Prozent auf 1,44 Euro ab und die Papiere der UniCredit brachen um 7,11 Prozent auf 1,07 Euro ein. Sie wurden daraufhin vom Handel ausgesetzt.

Positive Analystenkommentare von Credit Agricole Cheuvreux für Credit Suisse, Julius Bär und BNP Paribas konnten die Bankenhäuser nicht in die Gewinnzone hieven, obwohl sie den Experten zufolge zu den "Top-Picks" im europäischen Bankensektor zählen. Laut Cheuvreux wird die Sorge um die Staatsschuldenkrise viele Investoren wohl davon abhalten, optimistischer auf den Bankensektor zu schauen.

Euro unter 1,40 US-Dollar

Auch der Euro gerät angesichts der Schuldenkrise zunehmend unter Druck: Nachdem sich die Gemeinschaftswährung in den letzten Wochen erstaunlich robust gezeigt hatte, sank sie am Dienstag deutlich unter die Marke von 1,40 Dollar. Mit zeitweise 1,3838 Dollar kostete er so wenig wie zuletzt Mitte März. Damit notierte der Euro zwar immer noch deutlich höher als im Durchschnitt seit der Euro-Einführung - der Sinkflug beschleunigt sich aber. Allein seit Wochenbeginn hat der Euro zum Dollar mehr als drei Cent an Wert verloren.

Gerade in der vergangenen Woche ist vieles zusammengekommen, was die Unsicherheit am Devisenmarkt drastisch erhöht hat: Den Auftakt setzte vergangenen Dienstag die Ratingagentur Moody's, die die Kreditwürdigkeit des finanzschwachen Portugal auf Ramsch-Niveau senkte. Hinzu kommen politische Unwägbarkeiten in Italien. Dort gibt es Streit über ein wichtiges Sparpaket. Belastet wurde die Stimmung zudem durch die geplante Einbindung privater Gläubiger in das zweite Rettungspaket für Griechenland.

"Für den Euro hat die Gefahr eines Absturzes erheblich zugenommen", heißt es bei der Commerzbank. An den Optionsmärkten, wo Anleger per Termin auf fallende oder steigende Währungen wetten, setzen derzeit sehr viele Anleger auf einen fallenden Euro. Hoffnung, dass die Vertrauenskrise in Europa schnell gelöst wird, gibt es derzeit kaum. Der Euro dürfte damit unter Druck bleiben.

(APA)

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69 Kommentare
 
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Gast: Hemingway
12.07.2011 18:23
0 0

Bankenrettung ?

Dagegen war 1929 Peanuts – was jetzt kommt und mit unendlichen Milliarden und Billionen hinausgeschoben wurde:
Finale Krise des Finanzsystems 2011
http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Finale_Krise_des_Finanzsystems_im_naechsten_Jahr.pdf

+++ EU-Staaten greifen für krisengeschüttelte Banken tief in die Taschen +++
Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro. Und schon wieder alles im Eigenhandel und an den Börsen verzockt, die Armen.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-Banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176

+++ Wir sind in der größten Finanzblase aller Zeiten +++
http://www.faz.net/artikel/S31163/im-gespraech-steve-keen-wir-sind-in-der-groessten-finanzblase-aller-zeiten-30071516.html

+++ 18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken +++
http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken?from=gl.home_Wirtschaft

Die einzige Frage ist die, wie lange sich die ehrlichen Steuerzahler dieses kriminelle Spiel noch gefallen lassen.
Pirratentussi kommentierte mal: "Es ist wieder an der Zeit, dass die Bürger die Guillotine flott machen". Das wäre die vernünftigste Variante, meine ich mal. Damit könnte ich mich auch anfreunden.

Gast: sparefroh
12.07.2011 16:34
2 0

Und was sagt jetzt der gscheite Herr Treichl

Da haben die gierigen Bankmanager Schrottanleihen gekauft, weil sie den Schlund nicht vollkriegen konnten und im Falle Raiffeisen für Stepic noch Millionenboni trotz Millionenverlusten bezahlt.
Wenn die Privaten - d.h. die Banken - nun in die Pflicht genommen werden, werden die gscheiten Bankdirektoren sehr blöd dreinschauen. Dummheit und Präpotenz ist eine fatale Konstellation - das wird auch Treichl erkennen müssen. Ausnahmsweise einmal bei sich selbst!

Antworten Gast: Ulich_L
12.07.2011 18:04
0 0

Re: Und was sagt jetzt der gscheite Herr Treichl

werter herr sparefroh,
ich denke sie werden etwas kleinlauter wenn sie "böse Banken " und " gscheiter, geldgieriger Hr. Treichl" durch die Worte " die Pensionskassa die das Geld für meine Pension verwaltet " ersetzen.
Dann ist ein Totalverlust plötzlich nicht mehr so lustig , und man freut sich auch mehr wenn für das veranlagte Geld ordentlich Zinsen hereinkommen.

Gast: Hemingway
12.07.2011 15:30
1 0

Die Menschen sollten nicht mehr den Polit-u Bankganstern vertrauen.

Vielleicht sollten die Menschen Waffen , Munition, langanhaltende Lebensmittel etc und Klopapier kaufen.....

Gold und Silber ist schon zu teuer geworden.....

Gast: Hemingway
12.07.2011 15:14
1 1

Seit Jahren haben die Banken, auch in Österreich,

den Sparern für das hart erarbeitete Geld keine Zinsen gezahlt, sich von der EU das billige Geld geholt und mit diesem Geld die hochverzinsten Schrottpapiere gekauft - nur der Gier wegen !

Wo bleiben nun die Bank Gauner im Nadelstreifanzug ?

Auch der 'supergescheite' Nationalbankgoverneur schaut nun immer blöder drein.

Gast: Hemingway
12.07.2011 15:10
3 2

Schadet nicht, wenn die Spekulanten abstürzen.

Der ganze EU Verein dient nur dazu, dass einige abzocken können und die anständigen Arbeiter und Angestellten diesen Saustall zu finanzieren haben .

Wem haben wir das alles zu verdanken ? Die kriminellen, korrupten und dummen Politiker sowie die giereigen Bankster werden dann auf der Flucht sein, wenn das Chaos ausbricht.

Was ich seit Jahren kommentiere, tritt nun ein.

Wo bleiben denn die vielen gescheiten Akademiker ?

0 0

"danke" Ihr Brüssler Schwachmaten

das Ihr uns in ein derartiges Dilemma bringen durftet, welches noch zum Bruch führen wird müssen, was mich aber als ehemaliger und heute bestätigten Zweifler, gar nicht wirklich stört !

Sofortiger Reset samt Landeswährungen zum alten Kurs wären das beste was uns passieren könnte, und sogar GR samt IT und andere in der Warteaschleife verharrenden Länder wie das des Barossos, könnten sich endlich wieder erholen !


0 3

Die Türken sind den Österreichern dankbar!

Österreich hat den Weg der Türkei zu EU blokiert und die Türkei vor grossen Schaden bewahrt! Dafür bedanken sich die Türken bei den Österreichern und werden sich für diese Wohltat revanchieren in dem sie in Kürze wieder vor Wien stehen werden!

zu blöd und zu feig

Die Politik war schon zu blöd zu kapieren, dass auch hier einmal die Rechnung für das große Schuldenmachen eintreffen wird. Jetzt lassen sie sich vor den Heuschrecken her jagen und sind auch noch zu feig dem ganzen Drama mit gesalzenen Spekulationssteuern Einhalt zu gebieten. Jedes Geschäft wird mit Märchensteuer (MwSt) belegt. Nur der Handel an der Börse nicht. Da gehen' s lieber hin und wählen den feigen Weg und besteuern Vermögen und Erbschaft weil da angeblich keine Leistung dahinter steckt außer vielleicht das beides von x-mal versteuertem zusammengetragen wurde und die die was haben, wie z.B. eine noch gar nicht fertig abgestotterte Eigentumswohnung oder Heim, nicht weglaufen können, wie die Heuschrecken die nach dem Kahlschlag sich das nächste Ziel aussuchen. Das " zu blöd und zu feig" war gar nicht blöd und mutig! Die Wahrheit vertragen's halt nicht. Ausbaden müssen's eh alle.

Gast: blablausw
12.07.2011 14:36
0 0

.

na toll :(

Gast: blablausw
12.07.2011 14:36
0 0

.

na toll :(

Antworten Gast: blablausw
12.07.2011 14:47
0 0

Re: .

aha das tmmod hcruk im gegensatz zu allem anderen von mir

Gast: _hw_
12.07.2011 14:32
0 0

gewinn

net schlecht in einem tag 4% gewinn zu machen, mit hebel noch mehr.
solche tage brauchen spekulanten!

Könnten

da die Amis ihre Finger im Spiel haben...?

Re: Könnten

Die profitieren eher von einem hohen EUR-Kurs gegenüber dem USD. Das ergibt mehr Konkurrenzfähigkeit gegenüber EUR-Mitbewerbern, weniger Importe aus Europa, etc.

Ein tiefer Eigenwährungskurs ist ja letzendlich eine vielzitierte Abwertung gegenüber anderen Währungen und Konkurrenten, und ist in einem verschuldeten Land ein wirtschaftlicher Positiv-Faktor.

Gast: Fred88
12.07.2011 14:16
1 0

"Insider"

Immer deutlicher wird es:

Banken mischen ihre faulen Papiere nun in viele neue Fonds mit anderen Namen. Der Steuerzahler (Käufer) zahlt ein weiteres Mal!

Einmal beim Bankenrettungspaket und nun wiederum.... Die Banker verzichten doch nicht auf ihre hohen Bonis!

Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 13:58
4 0

Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Dadurch, dass man bei Griechenland nicht strikt vorgegangen ist und die Reißleine gezogen hat, verlieren nun immer mehr Inländer ihre Wohnungen und Häuser!

Die SPÖVP hat nur ein Herz für alle Bonzen im In- und Ausland, nur nicht für die Anständigen in Österreich.

Der Franken kostet wegen der Dummheit der SPÖVP Griechenland 10 + 10 Mrd. zu schenken, statt den EU-Beitrag für die Österreicher der letzten 10 Jahre zurückzuholen, indem Österreich gegen Griechenland short geht und damit mindestens 20 Mrd. Euro verdient (so hat es der Clan um Papandreou getan, der für sich über 24 Mrd. Euro dadurch erganerte, da die Sozialisten dafür sorgten, dass die Postbank, die sich CDS als Sicherheit zugelegt hatte billigst an den Papandreou-Clan verkaufen musste) und sich so einen Sicherheitspolster für die Abwicklung der kommenden Pleite von Erste Bank und Raiffeisen zu haben, umgerechnet bereits fast 12 (!) Schilling!

In Schillingzeiten lag der Franken noch bei etwa 8 Schilling bis 2009 war der Franken bereits um etwa 10 % auf 8,80 gegenüber dem Schilling angestiegen. Doch nun kostet ein Franken bereits fast 12 Schilling! Das bringt die Häuslbauer, die zu einem großen Teil Frankenkredite haben, um! Statt z. B. 300.000 Euro müssen sie jetzt 450.000 Euro zurückzahlen! Woher diese Häuslbauer das zusätzliche Geld nehmen sollen interessiert weder die SPÖ noch die ÖVP, Hauptsache ihre unfähigen Bonzen in Brüssel bekommen Gelder um unfähige Bonzen in Griechenland an der Macht zu halten.

Antworten Gast: marcaurell
12.07.2011 14:17
0 0

Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Ein Problem haben hauptsächlich die deren Kredite jetzt unwiderruflich fällig sind da sie schon verlängert haben usw.
Ich denke den Euro gibt es nicht mehr lange und dann bekommt Österreich, D, Lux, NL, usw. ein neues Geld und dies wird zum Franken im Vergleich zum Euro ziemlich aufwerten wenn nicht mehr die Südeuropa Leichen dabei sind. Abwarten wenn es geht und mit der Bank kommunizieren ist jetzt gefragt. Ich habe 220000.- Franken offen Einstiegskurs 1,56 Ende 2026 Zinsaufschlag 1,125

Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 14:49
1 0

Re: Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Sicherlich ist es vorteilhaft, wenn sie mit der Bank kommunizieren. Ich hoffe man hat ihnen nicht einen sogenannten Tilgungsträger mit angedreht. Dieses Konstrukt war IMMER ein Schmarrn, für die Kunden und nur gut für die Bank, denn so konnte sie einerseits höhere Provisionen (Zinsaufschläge) beim Kredit kassieren und andererseits Verkaufsprovisionen beim sogenannten Tilgungsträger.

Niemand würde sich einen Kredit aufnehmen, den nicht zurückzahlen und auf der anderen Seite auf ein Sparbuch Geld legen. Doch wenn man etwas anders benennt, verstehen es die Leute nicht und können so von Bankern über den Tisch gezogen werden, die sich als "Berater" aufspielen, in Wahrheit aber nur an ihre Verkaufsprovisionen und das Lob der Chefs denken, wenn sie Häuslbauer so richtig abzocken.

Selbst gebildete Menschen, die immerhin eine reguläre Matura haben, verstehen die Ausdrücke von Banken nicht.

Ich kann mich erinnern, dass mich eine gute Bekannte mal entsetzt anrief. Die Bank habe ihr Sollzinsen am Konto verrechnet, obwohl sie das nie überzogen habe. Sie habe doch lediglich die Einkaufsreserve genutzt, von der immer auf den Auszügen die Rede war.

Dass diese Einkaufsreserve nichts anderes war als ein Überziehungsrahmen, hat sie nicht verstanden.

Dass eine Bank nichts herschenkt - außer am Weltpartag - sollte Kindern schon in der Volksschule beigebracht werden, aber genau in dem Alter beginnen Banken ja schon Kinder einzulullen.

0 1

Re: ohne all der gekauften Medien

wäre diese EU niemals zustande gekommen, geschweige denn verwirklicht worden. Die Kosten der Kampagne beezahlen wir heute mehrfach und für alle Zeiten, solange dieses Konstrukt besteht.
Es liegt also an uns selbst, dafür zu sorgen, das dieser Wahnsinn ein sehr schnelles falls noch billiges ENDe findet, bevor es uns in den unrettbaren Ruin mitreisst !

Antworten Gast: Plach2
12.07.2011 14:14
1 1

Österreich verdient nichts anderes!

Österreich hat (zum Unterschied der Schweiz) JA zur EU gesagt
und JA zum Euro gesagt!

Darum haben wir, wie versprochen, billigere Preise, mehr Wohlstand und Sicherheit.

Und die Schweiz investiert ihre Mrd. im eigenen Land.....

Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Wer zockt, tut mir nicht leid.

Oder haben Sie wirklich dem Bankberater geglaubt, der so getan hat, als ob bei Fremdwährungskrediten das Geld vom Himmel fallen würde?

Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 14:26
1 0

Re: Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Ich habe KEINERLEI Kredite bei Banken aufgenommen, Häuslbauer aber schon!

Diese Menschen haben, da via Bildungssystem zwar jedes Jahr weit über 100 Millionen Euro in unnötigen Religionsunterricht gesteckt werden, Finanzpolitik aber an Schulen überhaupt nicht unterrichtet wird, keine Ahnung gehabt welches Risiko sie mit Fremdwährungskrediten eingegangen sind.

Die Bankberater haben einen Frankenkredit einfach als günstiger dargestellt; so in etwa, die Schweizer begnügen sich einfach mit niedrigeren Zinsen. So wie eben in einem Laden ein T-Shirt 5,90 und im anderen das gleiche T-Shirt 7,90 kostet und der nette Bank"berater" war eben so nett dem Kunden zu sagen, wo er das T-Shirt um 5,90 bekommt, das er will.

Dass die Zinsen im Franken nur deshalb niedriger sind, da Anleger darauf spekulieren, dass sie im Franken INSGESAMT mehr als z. B. im Euro verdienen, wo es nominell höhere Zinsen gibt, aber eben der Kursgewinn gegenüber einem fiktiven Währungspool niedriger ist, wurde den Häuslbauern mit Sicherheit nie gesagt - weder in der Schule noch in der Bank.

Der ruinöse Oberhammer waren dann sogenannte Tilgungsträger. Damit die Bank möglichst viel verdient, indem die Kredite möglichst lange VOLL aushaften, wurde den Kunden eingeredet, den Kredit nicht in Raten zurückzuzahlen, sondern ihn endfällig mit einem via Tilgungsträger, bei dem Geld angespart wurde zu zahlen.

Dass es dumm ist z. B. auf einem Sparbuch zu sparen und einen Kredit laufen zu lassen ist bei anderen Namen unklar!

Re: Re: Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Oje die Armen! Der Bankberater hat sie reingelegt, obwohl er so seriös wirkte! Vielleicht noch in einer der führenden österr. Institute, wo man sogar einen Kaffee serviert bekommt?

Sorry, aber bevor man einen Kredit über mehrere hunderttausend Euro unterschreibt, sollte man halt schon alles durchlesen bzw. Unklarheiten beseitigen.

Und mir kann keiner einreden, dass ihm das Kursrisiko nicht bekannt war. Nur hat halt jeder an sein Glück geglaubt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Sportakus
12.07.2011 23:57
0 0

Re: Re: Re: Re: Macht euch nicht um Spekulanten wie mich sorgen, sondern um die Häuslbauer!

Sehe ich genau so. Ausserdem kann das zukünftige Immobilienangebot der nicht mehr finanzierbaren Häuser den Markt nur angenehm beleben und die irrwitzigen Preise werden wohl etwas sinken.

Gast: Ceterum
12.07.2011 13:50
0 0

Was schert Europa...

...die Berlusconi-Hasser, die diese Hatz veranstalten.

 
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