Wien/Bloomberg/Reuters. Die von EU-Politikern in Aussicht gestellte Rekapitalisierung der Banken wird den bisherigen Aufwärtstrend bei sicheren europäischen Staatsanleihen stoppen, erwartet die Royal Bank of Scotland. „Wir sind alle etwas vorsichtiger und weniger enthusiastisch bezüglich unserer optimistischen Erwartungen für Bonds“, schreibt Andrew Roberts bei RBS in einer Studie für Anleger. „Dabei spielen zwei Dinge eine Rolle: Die Rekapitalisierung der Banken und im Konsens veränderte Einschätzung.“ Der vorgesehene Plan für die Kreditinstitute der Region könne zu einer „Marktbereinigung bei den Bundesanleihen führen“.
Euro legte gegenüber Dollar zu
Am Montag überwog am europäischen Markt für Staatsanleihen das Verkaufsinteresse. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stieg um vier Basispunkte und erreichte mit 2,04 Prozent den höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen. Französische Staatsanleihen mit Fälligkeit in zehn Jahren rentierten sechs Basispunkte höher bei 2,6 Prozent. Die Rendite der vergleichbaren belgischen Anleihen stieg von 3,98 Prozent auf 4,07 Prozent.
Die Gemeinschaftswährung hat am Montag hingegen von der Aussicht auf eine Lösung der Banken- und Griechenland-Krise profitiert. Mit der Eröffnung der Wall Street erholte sich der Euro weiter und notierte mit 1,36 Dollar gut zweieinhalb US-Cent höher als noch am Freitagabend. „Auch die Risikoaversion hat nachgelassen, davon profitiert der Euro“, ergänzte ein Devisenexperte.

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