Inflationssichere Anleihen bei Anlegern beliebt

Trotz Negativzinsen greifen die Anleger zu US-Anleihen, die an die Inflation gebunden sind. Auch bei den normalen US-Staatsanleihen sind die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg auf oder nahe dem Rekordtief.

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(c) REUTERS (BRENDAN MCDERMID)

Frankfurt/Bloomberg. Auf dem Markt für US-Treasuries (Staatsanleihen) sind derzeit vor allem jene inflationsgebundenen Papiere besonders begehrt, die den Investoren negative Renditen bieten. Das bedeutet, dass der Kaufpreis auf dem Markt bereits so hoch ist, dass man ihn auch mit den fixen Zinsen nicht mehr hereinbekommt. Es sei denn, die Inflation fällt entsprechend hoch aus.
Auch bei den normalen US-Staatsanleihen sind die Zinsen über alle Laufzeiten hinweg auf oder nahe dem Rekordtief. Mit Ausnahme der 30-jährigen Langläufer bieten sie negative Realzinsen (nach Abzug der Inflation). Viele institutionelle Anleger (etwa Rentenfonds oder Versicherungen) müssen einen bestimmten Anteil in Staatsanleihen investieren, also greifen sie trotz allem zu diesem Produkt.

Fed dürfte Teuerung anheizen

Die anhaltende Nachfrage nach solchen Anleihen dürfte dazu führen, dass die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bis Ende Juni auf minus 0,4 Prozent nachgibt. Denn längerfristig könnten die Investoren einen Inflationsanstieg damit besser abfedern als Anleger in „normalen“ Treasuries. Zur Berechnung der Inflation zieht die Fed den Verbraucherpreisindex abzüglich der Preise für Lebensmittel und Energie heran. Dieser Wert lag im November bei 1,7 Prozent im Jahresvergleich und damit unter dem Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts von 1,9 Prozent. Es gibt eine Reihe von Investoren, die erwarten, dass die Maßnahmen der Fed letztlich die Inflation fördern werden.

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