Wien/Ag./Red. Unter großer Aufmerksamkeit ist das Schnäppchenportal Groupon Anfang November 2011 an die Börse gegangen. Von einem nachhaltigen Gewinn dürfte das Unternehmen aber noch weit entfernt sein: Im abgelaufenen Geschäftsjahr fuhr der Konzern einen Verlust von 351 Mio. Dollar (264 Mio. Euro) ein. Das ist immerhin noch besser als im Jahr zuvor, als unter dem Strich ein Minus von 456 Mio. Dollar angefallen war.
Die roten Zahlen führt Groupon auf hohe Kosten zurück, da vor allem in die Expansion des Unternehmens investiert werde. Hinzu kommt, dass die Nutzerzahlen zuletzt nicht mehr so stark gestiegen sind wie noch zu Beginn. Kritiker zweifeln daher, ob das Geschäftsmodell des Unternehmens überhaupt lebensfähig sei.
Dem Aktienkurs setzte die Nachricht jedenfalls deutlich zu: Das Papier stürzte nach Bekanntwerden der Ergebnisse um rund zwölf Prozent auf 21,6 Dollar ab. Damit notiert es nur noch knapp über dem Ausgabekurs von 20 Dollar. Zwischenzeitlich hatte die Aktie noch mehr als 26 Dollar gekostet.
Bei Groupon ist es möglich, günstigere Rabattgutscheine zu erwerben. Ein Teil des Geldes wird dabei an Groupon abgeführt, der Rest fließt an den Verkäufer des Gutscheins.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2012)
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