Zürich/Apa/Red. Der Schweizer Finanzkonzern Credit Suisse musste im Vorjahr einen unerwartet hohen Gewinneinbruch von 62 Prozent auf 1,95 Mrd. Franken (1,61 Mrd. Euro) hinnehmen. Für das vierte Quartal gab das Institut einen Verlust von 637 Mio. Franken bekannt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte es noch einen Gewinn von 841 Mio. Franken gegeben.
Credit-Suisse-Chef Brady Dougan nannte das Ergebnis „enttäuschend“. Es spiegle jedoch das schwierige Marktumfeld wider. Auch die enormen Kosten für den Konzernumbau würden das Ergebnis belasten. Doch zeige die Kostenbremse, die aus der Streichung von 3500 Stellen und dem Rückzug aus verschiedenen Geschäftsfeldern besteht, bereits ihre Wirkung. Man sehe einen Trend zur Verbesserung.
Die Aktie gab am Donnerstag leicht nach. Seit Jahresanfang verzeichnet sie ein Plus von elf Prozent. Verglichen mit dem Stand von Anfang 2011 liegt sie aber 33 Prozent im Minus. Am Donnerstagnachmittag kostete eine Aktie 24,6 Franken. Die Analysten sind gespalten: 13 empfehlen die Aktie zum Kauf, 19 raten, sie zu halten, neun raten zum Verkauf.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.02.2012)
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