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Österreicher setzen bei der Geldanlage auf Sicherheit

10.02.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Mit 51 Prozent Zustimmung ist das Sparbuch trotz Niedrigzinsen das liebste Anlageprodukt der Österreicher. Immobilien, Gold, Kunst und andere Sachwerte werden aber immer beliebter.

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Linz/Wien/Apa/Red. 72Prozent der Österreicher denken in Zeiten der Schuldenkrise beim Thema Geldanlage vor allem an Sicherheit. Nur 13Prozent wollen auch etwas verdienen, neun Prozent haben eine längerfristige Bindung ihres Vermögens vor Augen. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht worden sind. Die Top drei beim Anlegen belegen die Klassiker Sparbuch, Bausparvertrag sowie Grundstücke und Immobilien.

Das Institut hat im Dezember des Vorjahres mit 1000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen Face-to-face-Interviews geführt. Danach gefragt, wo man am besten in nächster Zeit Geld anlegen soll, nannten 51Prozent das Sparbuch. Der Bausparvertrag kam auf 47Prozent. Grundstücke und Immobilien sowie Häuser und Wohnungen haben in den vergangenen zwölf Monaten deutlich an Attraktivität gewonnen und kamen nun auf 38 bzw. 33Prozent.

Gold erreichte mit 28Prozent fast das All-Time-High der Imas-Erhebungen von 1996 mit 30Prozent. Das gelbe Metall hat seit Anfang 2010 mehr als 20Prozent im Preis zugelegt. Zwischenzeitlich hatte es einen Rekordwert von 1900 Dollar je Unze erreicht, fiel dann aber wieder auf 1700 Dollar. 21Prozent würden laut Umfrage in eine Lebensversicherung investieren und 19Prozent in einen Prämiensparvertrag.

 

Trend zu Sachwerten hält an

Für Kunst, Schmuck und Antiquitäten als Geldanlage können sich neun Prozent der Befragten und damit fast doppelt so viele wie im Dezember 2010 (fünf Prozent) begeistern. Der Trend zu Sachwerten ist auch eine Folge fallender Aktienkurse sowie des niedrigen Zinsniveaus. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt aktuell bei einem Prozent. Viele Sparprodukte und Anleihen werfen deswegen nur niedrige Renditen ab. Dadurch gibt es bei der Investition in Sachwerte weniger „Opportunitätskosten“: So nennt man entgangene Renditen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Wertpapier- und Investmentfonds mit sechs Prozent sowie Anleihen, Wertpapiere und Aktien mit jeweils fünf Prozent. Schlusslichter sind Unternehmensbeteiligungen, Investmentzertifikate und Devisen mit je drei Prozent.

Das Streben nach Sicherheit ist laut Spectra aktuell enorm hoch. 72Prozent der Bevölkerung wollen, dass ihr Angespartes garantiert sein soll. Damit wurde der Topwert vom März 2009 fast wieder erreicht. Der Wille, mit Geldanlagen derzeit etwas zu verdienen, ist hingegen gering. Als auffällig werten die Meinungsforscher die wieder erstarkte Tendenz zum längerfristigen Anlegen, wenn auch auf niedrigem Niveau.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

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1 Kommentare
enzo
11.02.2012 12:50
0 0

Sicherheit gibts nur

In der Schweiz aber sicher nicht in AT.