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Geldspritze: EZB injiziert 530 Mrd. Euro

29.02.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

800 Banken haben beim dreijährigen Refinanzierungsgeschäft der Zentralbank kräftig zugelangt. Fraglich aber ist, wie die Geldhäuser die Milliardenspritze einsetzen werden.

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Wien/Ag./Red. 529,531 Milliarden Euro. Diese Summe haben sich 800 Banken der Eurozone am gestrigen Mittwoch von der Europäischen Zentralbank für die Dauer von drei Jahren geliehen. Analysten waren in den Tagen zuvor von einem Volumen zwischen 200 Mrd. und einer Billion Euro ausgegangen. Der nun entliehene Betrag ist deutlich höher als jener vom Dezember des Vorjahres. Damals versorgte die EZB die Kreditinstitute mit 489,2 Mrd. Euro. Den sogenannten Drei-Monats-Tender hatte die Zentralbank damals zum ersten Mal aufgelegt.

Netto haben die Banken aber nicht 529 Mrd. Euro bezogen. Ralf Umlauf, Helaba-Volkswirt, sagt, dass die Institute 220 Mrd. Euro des EZB-Geldes dazu nutzen würden, um heute Donnerstag fällige Geldmarktgeschäfte zu bedienen. Netto blieben demnach mehr als 300 Mrd. Euro übrig, die nun ins System fließen. Die italienische Intesa Sanpaolo hat sich beispielsweise 24 Mrd. Euro von der EZB besorgt, die Erste Bank hat im Umfang von 1,1 Mrd. Euro zugegriffen.

Die Banken zahlen für das nun getätigte Geschäft bei Fälligkeit (im Februar 2015) den durchschnittlichen EZB-Hauptrefinanzierungszinssatz dieser Zeit. Fraglich aber ist, wie die Geldhäuser die Milliardenspritze einsetzen werden. Denn im Dezember hatten sie den größten Teil der Milliardenspritze zur eigenen Entschuldung und zur Bedienung älterer EZB-Kredite genutzt. Nur ein Teil des Geldes floss in den Ankauf von Staatsanleihen. Letztere profitierten von der Geldspitze, da Renditen von Anleihen aus den Peripheriestaaten seitdem gesunken sind.

 

EZB-Geld keine Lösung für Krise

Die EZB will aber auch, dass die Banken das Kapital verwenden, um eine mögliche Kreditklemme abzuwenden. Problematisch ist nämlich, dass sich die Banken untereinander kaum noch Geld leihen, weil sie Angst haben, verliehene Beträge nicht mehr zurückzuerhalten. Besonders Banken aus Südeuropa hätten zuletzt Schwierigkeiten am Interbankenmarkt gehabt.

Michael Kemmer, Chef des deutschen Bankenverbandes, warnte davor, die Geldspritze der EZB als ein „Breitbandantibiotikum“ misszuverstehen: „Die Maßnahmen der Zentralbank sind nämlich weder geeignet, den Interbankenmarkt zu ersetzen, noch die Schuldenkrise zu lösen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.03.2012)

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45 Kommentare
 
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verglichen mit dem anstieg der geldmenge ist der anstieg der edelmentalle gerade zu laecherlich


Antworten Gast: 1. Parteiloser
01.03.2012 09:27
1 0

Guter Hinweis!

Interessanter Hinweis, schauen wir uns eine vereinfachte Darstellung der Daten an:

Geldmenge M3 im Euroraum in Mrd.
2011: 9.500 = 173%
2005: 7.000 = 127%
2001: 5.500 = 100%

Geldmenge M3 in USD in Mrd.
2011: 14.800 = 197%
2005: 9.500 = 127%
2001: 7.500 = 100%

Gold in USD
2011: 1.600 = 571%
2005: 450 = 160%
2001: 280 = 100%

Gold in EUR
2011: 950 = 317%
2005: 350 = 116%
2001: 300 = 100%

Silber in USD
2011: 35 = 700%
2005: 7 =140%
2001: 5 = 100%

Silber in EUR
2011: 25= 500%
2005: 5 = 100%
2001: 5 = 100%

Öl in USD Brent
2011: 80 = 228%
2005: 60 = 171%
2001: 35 = 100%

Die Edelmetalle sind also im Preis wesentlich stärker gestiegen als es die Geldmenge nach der VWL verursachen hätten sollen. Beim Öl waren die Preisanstiege im 10 Jahreszeitraum nur wenig höher.

Der starke Preisanstieg wurde wahrscheinlich durch den Marktmechanismus Angebot - Nachfrage ausgelöst.

Ich bin aber auch der Meinung, dass es auch durch eine versteckte Geldmengenausweitung (Staatsanleihen mit Laufzeiten von über 2 Jahren!) verursacht wurde, weil diese ja nicht in der Geldmenge M3 aufscheinen.

Würde man die verstecke Geldmengenausweitung auch berücksichtigen, dann würde das Gerüst auch wieder gut (M3 + 300-350%?) passen. Nur Silber würde dann eine höhere Steigerung zeigen, Öl eine geringere Preissteigerung.

Eigentlich passt das ganz gut zusammen, wenigstes bei einer Gesamtbetrachtung. Die VWL stimmt ganz gut!

Gast: Reflector
29.02.2012 23:39
2 0

War abzusehen

Oftmals schon gepostet, dass die Jungs die Inflation, also die Geldvermehrung wählen werden.

Der Zeitpunkt dieser Schleussenöffnung war anscheinend mit Überwälzungen verbunden, also nicht zufällig. Hätte es hier Probleme bei den Banken gegeben hat man Angst gehabt evtl. auf den Deflationsweg zu kommen, was tödlich für die 'Elite' ist.

Und es wird nicht die letzte Schwemme bleiben, zudem kommen noch andere etwas verborgene Tricksereien, wie z.B. TARGET 2 u. ä.

Ziel ist es am Ende die Währungen (FED, BoJ, BoE, EZB, SNB koordiniert) zu entwerten (relativ zueinander ohne viel Schwankungsbreite) damit die Guthaben real weniger Wert werden.

Somit wird es evtl. Deflation (Preisverfall) bei Gütern geben die weniger dringlich gebraucht werden aber Inflation (Preissteigerung) bei denen die man wirklich benötigt.

Andere Währungswertverfallindikatoren kann man auf andere Ursachen schieben (z.B. Iran -> Öl steigt) bzw. durch Leerverkäufe und OTC Rückkäufe manipulieren.

Die Kunst dieses Unterfangens ist es aber die richtige Geschwindigkeit zu wählen; nicht zu schnell, ansonsetn hüpft der Frosch aus dem Topf und es kommt zum ungeregelten Währungsverfall mittels Hyperinflation, nicht zu langsam um keine adequaten Gegenreaktionen (z. B. Lohnerhöhungen) zustande kommen zu lassen.

Dazu kann man sich als Retter in der Not wichtig machen (Schutzschirm Nebelgranate)

Aber egal ob dieser Akt 'gelingt' oder nicht, am Ende steht ein Währungsverfall mit allen Auswirkungen.

1 0

Die EZB beschenkt die privaten Banken.

Damit diese Staatsanleihen kaufen.Warum gibt die EZB nicht direkt Kredite an die Staaten?.
Weil die privaten Banken die EZB und die FED besitzen!.Darum.Auch die Ratingagenturen gehören zu diesem geschloßenem System und werden natürlich eingesetzt um politische und finanzpolitische Vorstellungen umzusetzten.Die fleißigen Produzierer nagen am Hungertuch um die Geldsäcke in "Luxus" und "Wohlleben"zu finanzieren.Immer mwhr bereifen dieses Räubersystem.

Re: Die EZB beschenkt die privaten Banken.

Nach den EU-Verträgen ist es der EZB verboten, Staaten direkt zu unterstützen, deshalb macht man das auf verschiedenen Umwegen!

1 0

Re: Re: Die EZB beschenkt die privaten Banken.

Bestätigt doch meine Aussage.

Gast: r.tiroch@t-online.de
29.02.2012 19:56
3 0

EZB die 2.

Zu der 2. Spritze nun über 1 Billion wird die EZB im Mai weitere 800 Mrd für Zinszahlungen als EZB die 3. Sanierung ausgeben. Der ESM soll aufgefüllt werden, damit dann die pleitestaaten zum kassieren kommen können in unbegrenzter Höhe. Das Europa Pleite ist, wissen zwar alle Bürger, aber unsere rettungsdeppen nicht.

3 0

Re: EZB die 2. und das absehbare Ende …

… logisch, würden mal die Politiker bei den Realsatirikern nachlesen, dann könnten sie sich schon auf auf die neue Europa-Flagge mit Trauerflor einstellen. Solange deren Diäten allerdings noch gesichert sind werden sie sicherlich weiterhin im Eigen-Interesse weitere Beschlüsse zu Plünderung ihrer Völker fassen. Woher sollen sie auch wissen dass dieses Geldsystem schon längst „fertig hat“ … (°!°)

http://qpress.de/2011/06/24/europa-bekommt-neue-flagge-mit-trauerflor/

Ok also ganz langsam

Die EZB leiht den Banken 500 Milliarden zu 1% Zinsen, damit diese sich Anleihen von Staaten wie Spanien kaufen können und damit 5% Zinsen erzielen.

Man bekommt höhere Zinsen wenn das Risiko höher ist. Soweit so gut.

Doch tragen die Banken das Risiko? Nein!

Der spanische Steuerzahler darf 5% Zinsen auf Anleihen zahlen, die Banken kassieren die Differenz, und das Risiko trägt ebenfalls der Steuerzahler.


Gast: Bärenfalle...
29.02.2012 18:45
3 0

Wir sind alle wieder ein wenig ärmer geworden.

M3 Januar 2012: 9,756.2 Milliarden

500 Milliarden von heute dazu = 10,256 Milliarden

Tja, ab heute ist jeder Euro nur mehr 95Cent wert :)

Geldpanscherei pur.

Gast: Occupy
29.02.2012 18:00
6 1

529,5 Mrd. - wieder mal Geld aus dem NICHTS !

Einer der besten Vermögensverwalter der Welt – der Schweizer Felix Zulauf- sagt dazu:

“Unsere Kinder werden in den Geschichtsbüchern über den Unsinn lesen, den wir veranstaltet haben. Aber es ist nicht das Ende der Welt, sondern nur das Ende der Welt, wie wir sie kannten”

http://www.zuam.ch/publications/2011_de/image2011-11-03-090004.pdf

Antworten Gast: Reflector
29.02.2012 23:13
1 0

Re: 529,5 Mrd. - wieder mal Geld aus dem NICHTS !

Zulauf muss man darin und in anderen Punkten oftmals zustimmen.

Er ist ein exzellenter Analytiker mit klarem Blick.

Es wird eine anders werden, aber wie man ja weiss ist jede Geburt leider schmerzhaft.

Das Wort Milliarde verkommt langsam

zu einem Bagatellbegriff!?

Ausgehend von einem gestrigen Beitrag im deutschen Fernsehen könnte man um diese Summe z.B. rund 1.500 Neubauten der Münchner Alliaz-Arena bezahlen. Anders herum, sie entspricht der Steuerquote von rund 700 Mio. Mittelstands-Steuerzahlern je Monat.

Irgendwie scheint hier der Bezug zur Realität und zu machbarem sukzessive verloren zu gehen. Wäre auch o.k., wenn nicht "am Ende des Tages" die Steuerzahler doch für solche Summen, wenn auch "Rettungsschirme" und ähnliches genannt, aufkommen müssten. Aber genau das scheint in dieser Größenordnung schon gar nicht mehr machbar.

Re: Das Wort Milliarde verkommt langsam


"Danke Herr Doktor, daß Sie mich von meinem Größenwahn befreit haben!"

"Wieviele Milliarden schulde ich Ihnen denn jetzt?"

Alter Witz, trifft aber voll auf unsere noch-Regierung zu!


Gast: Hans-Gerd Schipke
29.02.2012 17:02
1 0

Wie schon die 1.te Tranche ist auch die 2.te Rate nicht in erster Linie für die Banken gedacht, sondern für die Politik. Die Banken sollen für dieses billige Geld Staatsanleihen der Euro-Pleitekandidaten kaufen. Bei der 1.ten Tranche haben sie dem Draghi aber ihre alten Schrottanleihen (aus Griechenland z. B.) als wertlose Sicherheit übergeben und mit dem Geld befehlsgemäß vermeintlich sicherere Staatsanleihen (aus Italien, Spanien und Frankreich) gekauft. Da es immer noch nicht reichte - nie reichen wird, kam jetzt die zweite halbe Billion Euro.!!! Wohlgemerkt, das hat alles mit dem Griechen-Rettungsschirm vom Montag nichts zu tun. Dies ist eine andere Schiene der Geldvernichtung.

UND DIESES miese SPIEL (zu Lasten der Steuerzahlen des Nordens) WIRD weiter gehen.
Auf eine Computer-Festplatte, einen USB-Stick oder einen Speicherchip passen viele Nullen. Draghi kann auch auf 100 Billionen Euro erhöhen.
ABER FREUNDE jetzt zieht Euch warm an – das ist Inflation puur!
Dann kostet eine Tasse Kaffee aber eine Million.
Dahin geht die Reise. Die EUdSSR will die Inflation, die Sparer werden enteignet. U
http://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-gefaehrlicher-geldregen/6268670.html
Dahin geht die Reise. Die EUdSSR will die Inflation, die Sparer werden enteignet. U
http://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-gefaehrlicher-geldregen/6268670.html

Aus dem bock den gärtner machen ist ein altbewährtes und probates Mittel um
den Steuerzahler in die tasche zu greifen!
DRAGHI WURDE VON BERLUSCONI/SARKOCZY& Friends an die spitze der EZB gehievt. „Die Deutschen bekamen ein Angebot dass sie nicht ablehnen konnten!“
Darauf hin verliessen die deutschen EZB-Bänker (u.a.mangels Rückhalt bei Angie Merkel) fluchtartig die Hallen der EZB.
INFLATION PUUUR is coming .....
WER SOLL DAS BEZAHLEN- wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinke, Pinke,
wer hat soviel Geld ...
http://www.youtube.com/watch?v=uQQm7bKJskM
http://www.youtube.com/watch?v=qMcA2vPmAjM&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=kUVymSvfJDk&feature=related Wie schon die 1.te




Gast: bürgerswut
29.02.2012 17:01
7 0

Na, dann werd ich mein Geld wohl langsam von der Bank holen.

Und mir einen Kartoffelacker und eine schöne Knarre kaufen. Um diesen angemessen gegen meine hungrigen Mitbürgern zu verteidigen.
Vielleich auch ne Kuh und ein paar Ziegen.

Die EZB ist eine Bad Bank geworden und der Euro zur Lira verkommen!

Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch der letzte Michel und der letzte Eurokrat beim Einkaufen und tanken merken, was ihnen gerade blüht.

Wir wurden an Hochfinanz verraten und an die Industrie zum Schnäppchenpreis verleast.

Danke RotSchwarze Oligarchie!
Ihr habt die Rechnung ohne Österreichs Bürger gemacht.

Hoffentlich werden die Grenzen in naher Zukunft schnell genug geschlossen, vor die Verantwortlichen alle stiften gehen und die zukünfigen Prozesse live im ORF übertragen.

Warum lernen wir nicht einmal von anderen?

Zum Beispiel vom islamischen Bankwesen?
Der Koran verbietet Zinsgeschäfte und Spekulationen bei Androhung des ewigen Höllenfeuers (Sure 2 Vers 275)
Dass das islamische Bankwesen dennoch floriert und mit Recht als ethisch bezeichnet werden kann, wird sicher hierzulande jeder Banker mokant ablehnen.
Doch lesen Sie selbst nach: http://www.zeit.de/2012/05/C-Studiengang-Islamisches-Finanzwesen

Re: Warum lernen wir nicht einmal von anderen?

Kredite füe eine Investition bekommt man im Islam problemlos. Da werden die Zinsen eben als Ertrag aus einer Beteiligung bezeichnet. Wenn sich ein Privater z. B. 10.000 ausleiht, bekommt er nur 9.000, muss aber 10.000 zurückzahlen.
Auch der Islam kann ohne Zinsen nicht existieren, man lügt Allah einfach an!

Re: Warum lernen wir nicht einmal von anderen?

Hallo, hier wird auch von den Banken verdient.

Zwar auf anderen Wegen (Einkauf von Gütern bzw. Rechten von einem "Kreditnehmer" gegen vertraglich vereinbarten Rückkauf durch ihn, zu einem höheren Preis; z.B. Sukuk), läuft zwar offiziell anders ab, hat auch einen anderen Namen, nur der Kreditnehmer zahlt trotzdem (mehr zurück).

Also leider, auch hier gibt's keine kostenlosen Kredite. Im gegenteil, wenn man das wörtlich nimmt ist zusätzlich jeder Kredit mit 100% an Werten zu besichern (der Verkauf der Güter durch den Kreditnehmer an die Bank).


Gast: Onkel Hans
29.02.2012 16:17
2 0

Köstlich!


1994, im Jahr der unseligen EU-"Volks"abstimmung lebten wir in einem wohlhabenden Land.

Dieses Euro-"Rettungs"-Schmierentheater geht jetzt so lange, bis auch Deutschland und Österreich arm/pleite/ausgeplündert wie Griechenland ist.

66.6 % wollten es so.

Antworten Gast: Reflector
29.02.2012 23:59
1 0

Re: Köstlich!

Tja das ist nur der exponentiellen Entwicklung zu verdanken, dass dieses Empfinden vom Menschen so wahrgenommen wird.

Die Verschuldungskurve geht eben exponentiell und Ö war auch schon 94 auf dem gleichen Pfad. Zugegeben, die EU und der € hat vieles verstärkt und beschleunigt, aber der Weg des ewigen Schuldenmachens war auch schon 94 eingeschlagen.

Den Menschen ist die Exponetialitätswahrnehmung schwer möglich, wie das Gleichnis der Lilien in einem französischen Kinderreim gut erklärt:

"In einem Gartenteich wächst eine Lilie, die jeden Tag auf die doppelte Größe wächst. Innerhalb von dreißig Tagen kann die Lilie den ganzen Teich bedecken und alles andere Leben in dem Wasser ersticken. Aber ehe sie nicht mindestens die Hälfte der Wasseroberfläche einnimmt, erscheint ihr Wachstum nicht beängstigend; es gibt ja noch genügend Platz, und niemand denkt daran, sie zurückzuschneiden, auch nicht am 29. Tag; noch ist ja die Hälfte des Teiches frei. Aber schon am nächsten Tag ist kein Wasser mehr zu sehen."

Wenn man also annimmt, dass man sich 30 Jahre lang jedes Jahr neu verschuldet ...

Gast: Johan Meltini
29.02.2012 16:06
2 0

Öffentlicher Banksektor

Es ist höchte Zeit, einen öffentlichen Banksektor zu erzeugen, der, innerhalb eines abgegrenzten Tätigkeitsfeldes und besonderen Auflagen und Transparant, den privaten Sektor ergänzt. Letzterer bewegt sich in hybriden Feldern, die nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben und letzterer kann auch nicht mehr den darin entspringenden Aufgaben nachkommen, sondern schadet der ganzen Realwirtschaft inklusive dem politischen Gemeinwesen unsäglich.

Warum eigentlich?

In der Eurzone wird es Aufstaende geben. Weil die Eurozone nicht weiss, was passiert, wenn Griechenland die Eurozone verlaesst, Die jetzige Massnahmen gefaehrden die ganze Zone. Man weiss nicht wo das Schiff hinfaehrt!

Es geht ja gar nicht um die Kreditklemme, Novotny hat den wahren Grund genannt!!

In nächster Zeit müssen die maroden EU-Staaten mehrere 100 Milliarden Euro Statsanleihen refinanzieren, d. h. alte Schulden werden fällig und können nur durch neues Schuldenmachen abbezahlt werden. Dazu müssen sie sich Geld von den Banken leihen, die es aber gar nicht haben sondern selbst borgen müssen. Sie kaufen Staatsanleihen aber nur, wenn die Differenz zwischen den Zinsen, die sie vom Staat bekommen und denen, die sie selbst bezahlen müssen, größer ist als der natürliche Zinssatz plus einem immer höher werdenden Risikozuschlag. Dieser Zuschlag ist heute schon so groß, dass für die Staaten untragbare Zinssätze herauskommen, wenn die Banken sich Geld zu "normalen" Zinssätzen ausleihen. Deshalb gibt die EZB den Banken Geld zum lächerlichen Zinssatz von 1 Prozent, damit sich die Staaten die Zinsen noch leisten können.
Die Banken gehen aber das Risiko von Staatspapieren ungern ein, weshalb sie das billige Geld lieber anderswo anlegen. So sind die Aktienkurse trotz schlechter Konjunkturaussichten gestiegen und haben eine "Blase" gebildet. Das meiste Geld stecken die Banken aber in Öl-Futures. Das steigert den Ölpreis mindestens genau so stark wie die Iran-Krise, was wir beim Tanken immer deutlicher erfahren! Auch das ist eine "Blase", die wegen dieser Geldschwemme immer ärger werden muss. Die nächste Krise ist damit schon programmiert!
Die Refinanzierung der Staatsschulden ist der wahre Grund für den 3-Jahrestender der EZB und keineswegs die "Kreditklemme"!

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN BANK UND RÄUBER WIRD IMMER KLEINER.


 
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