London/Bloomberg. Anleger unterschätzen nach Ansicht der Bank of America die Auswirkungen der längerfristigen EZB-Kredite auf Anleihen mit einem schlechten Rating. Als spekulativ eingestufte europäische Hochzinsanleihen (von Staaten sowie von Unternehmen) haben heuer im ersten Quartal einen Ertrag von 12,7Prozent gebracht, zeigen Daten des Instituts. Das ist der beste Jahresauftakt seit 1998.
Anleger sollten daher mehr in solche Papiere investieren als üblich, empfehlen die Analysten. „Das Sicherheitsnetz der EZB sollte die Systemrisken fernhalten, sodass in den nächsten Monaten der Renditehunger ein wichtiger positiver Antriebsfaktor sein dürfte“, heißt es in der Studie.
Die Renditen von Hochzinsanleihen sind seit Jahresbeginn im Schnitt um 3,6Prozentpunkte auf 8,8Prozent gesunken. Spekulative Anleihen werden von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch niedriger als mit „BBB–“ bewertet und von Moody's niedriger als mit „Baa3“. Am besten investiert man als Kleinanleger über (Index-)Fonds, um das Risiko auf mehrere Papiere zu verteilen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.04.2012)

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