San francisco/Red./Ag. Jetzt ist das Geheimnis um das Preisband gelüftet: Facebook wird seine Aktien beim bevorstehenden Börsegang zu Preisen zwischen 28 und 35 Dollar unters Anlegervolk bringen. Das IPO (Initial Public Offering) könnte damit bis zu zwölf Mrd. Dollar in die Kassen des Unternehmens und der Altaktionäre (47 Prozent der an die Börse gebrachten Aktien kommen aus Beständen der Altaktionäre, nur 53 Prozent sind neue Aktien) spülen.
Facebook würde damit den größten Tech-Börsengang aller Zeiten hinlegen. Zum Vergleich:. Der Suchmaschinengigant Google hat bei seinem Börsengang 2004 gerade einmal 1,7 Mrd. Dollar erlöst.
Wird das Preisband von potenziellen Investoren akzeptiert (woran kein Zweifel besteht), dann wird der Unternehmenswert zwischen 77 Mrd. Dollar (bei 28 Dollar pro Aktie) und 100 Mrd. Dollar (wenn der Ausgabepreis am oberen Ende des Preisbandes zu liegen kommt) betragen.
100 Milliarden Unternehmenswert
Damit käme das erst acht Jahre alte Unternehmen nahe an den Marktwert des etablierten Online-Handelsriesen Amazon heran. Beobachter gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Facebook-Aktien dennoch enorm sein wird. Die Bewertung ist, nimmt man die offiziellen Zahlen, trotz des enormen Volumens für eine Tech-Aktie nämlich nicht allzu hoch: Wie es aussieht wird das Kurs-Umsatz-Verhältnis 2012 zwischen 13 und 16 liegen – womit das Papier für eine Tech-Aktie eher billig ist. Google beispielsweise war bei seinem Börsegang höher bewertet. Wegen des gewaltigen Hypes um den bevorstehenden Börsengang sollten Privatanleger beim Einstieg freilich vorsichtig sein (mehr darüber in „Lets Make Money“ in der morgigen „Presse am Sonntag“).
So richtig los geht es am kommenden Montag: Da starten die „Road Shows“, bei denen das Papier potenziellen Großinvestoren schmackhaft gemacht werden soll. An der New Yorker Technologiebörse Nasdaq wird das Papier frühestens am 18. Mai notieren.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.05.2012)
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