Wien/Frankfurt/red./ag. Die eskalierende Krise um den wahrscheinlicher werdenden Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone wirbelt den Staatsanleihenmarkt gehörig durcheinander: Die Zinsen an der „Peripherie“ steigen wieder, jene der „sicheren Häfen“ sinken dagegen auf Rekordtiefs.
Die Sekundärmarktrendite österreichischer Anleihen fiel am Montag auf 2,495 Prozent und damit erstmals unter die 2,5-Prozent-Marke. Deutsche Anleihen notierten am Montag mit 1,477 unter der 1,5-Prozent-Marke. Etwas höhere Renditen als zuletzt verzeichneten dagegen Spanien, Italien und Frankreich. Kräftig, nämlich von 23,97 auf 25,06 Prozent, zog die Rendite für zehnjährige griechische Staatsanleihen an.
Deutschland verzeichnet nicht nur eine extrem niedrige Sekundärmarktrendite, es bekommt von Investoren auch frisches Geld praktisch zum Nulltarif. Am Montag wurden jedenfalls Schatzanweisungen mit sechsmonatiger Laufzeit im Volumen von 3,3 Mrd. Euro emittiert. Die Emission war um das Eineinhalbfache überzeichnet – und die Investoren waren bereit, Deutschland das Kurzfrist-Geld zum mikroskopisch kleinen Zinssatz von 0,0371 Prozent zu überlassen.
Anleihenrendite auf Rekordtief
14.05.2012 | 17:25 | (Die Presse)
Die Krise um den wahrscheinlicher werdenden Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone wirbelt den Staatsanleihenmarkt gehörig durcheinander: Die Sekundärmarktrendite für heimische Anleihen liegt unter 2,5 Prozent.

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