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IWF legt offizielle Kontakte zu Athen bis Wahlen auf Eis

17.05.2012 | 08:59 |   (DiePresse.com)

Einen Kontakt wird es erst wieder mit einer neuen Regierung geben. Chefin Lagarde will sich das "optimale Szenario" für die Griechen ansehen.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt die offiziellen Kontakte zum Krisenland Griechenland bis zu den Neuwahlen Mitte Juni ein. "Wir nehmen zur Kenntnis, dass Wahlen ausgerufen wurden, und freuen uns darauf, mit der neuen Regierung in Kontakt zu treten, wenn sie gebildet wurde", sagte ein IWF-Sprecher vor Journalisten in Washington. Der IWF ist neben der EU wichtigster Geldgeber des hoch verschuldeten Landes, das nach vergeblichen Versuchen einer Regierungsbildung erneut vor Wahlen steht.

Zuvor hatte IWF-Chefin Christine Lagarde die griechischen Spitzenpolitiker aufgefordert, sich zu den an das internationale Rettungspaket geknüpften Bedingungen zu bekennen. "Ich denke, wir sollten uns das optimale Szenario ansehen", sagte sie in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview eines niederländischen Fernsehsenders.

"Austritt aus Eurozone teuer und hart"

Dieses sehe so aus, dass das Land den politischen Willen habe, sich an seine Verpflichtungen tatsächlich zu halten und in der Eurozone zu bleiben, was die Mehrheit der Bevölkerung zu wollen scheine. Ein Austritt aus der Eurozone "wäre extrem teuer und hart, und das nicht nur für Griechenland", warnte Lagarde.

In Griechenland stehen Mitte Juni Neuwahlen bevor, weil die Abstimmung von Anfang Mai keine klaren Mehrheitsverhältnisse geschaffen hat und eine Regierungsbildung gescheitert ist. Umfragen zufolge können die Gegner des strikten, von EU und IWF auferlegten Sparkurses mit Zugewinnen rechnen.

Es wird befürchtet, dass das Land damit auf den Staatsbankrott und eine Rückkehr zur Drachme zusteuern könnte.

 

(Ag.)

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30 Kommentare
 
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Gast: fritierteeuroscheine
17.05.2012 18:06
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Kontaktsperre?

Das soll man nun glauben? Ich glaube das nicht. Auch wenn es hart wird - man kann dem Griechischen Volk nur wünschen aus der Zwangswährung irgendwie herauszugelangen. Glauben kann man das erst, wenn es soweit ist/sein sollte. Mir scheint, man lässt sie gar nicht.

Gast: freund?
17.05.2012 17:36
3 0

lagarde macht kurzfristig den strengen kasperl



für uns zahler, und dann gehts munter weiter mit unseren steuermilliarden für griechenland und die illusion des teuro !

eine

SCHMIERENKOMÖDIE zu unserem schaden !

Gast: EFF EFF
17.05.2012 17:20
4 1

abgedreht

ist also nicht nur der Geldhahn für ein paar griechische Banken.

Lagarde beschreibt vorbildlich den Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn. Der Job ist ihr zu Kopf gestiegen. Die arme Frau ist hoffnungslos überfordert.
Urlaub im Sanatorium wäre meine Empfehlung vielleicht in Gruppentherapie mit ähnlichen Krisenfällen.

Jetzt ist der Karren endgültig verfahren!

Die Ursache allen Übels ist, dass die Eurokraten in ihrem Größenwahn den Euro auch Staaten, die damit gar nicht leben können - vor allem Griechenland, aber auch anderen - aufgedrängt haben. Dass sich die Griechen mit falschen Zahlen hineingeschwindelt hätten, ist eine faule Ausrede. Erstens ist ja das ganze Wirtschaftssystem unpassend und zweitens sieht jeder Wirtschaftsforscher auf den ersten Blick, ob solche Zahlen plausibel sind oder nicht.

Mit dem Euro konnten sich die Griechen in einem Ausmaß verschulden, das mit der Drachme unmöglich war. Das hat die EU nicht nur geduldet, unsere Finanzministerin hat das nach einer EU-Ratssitzung sogar ein "gutes Geschäft" genannt!

Schon vor Jahren konnte man sehen, dass das nicht gut gehen kann. Hätte man damals zugegeben, dass die Euroeinführung ein Fehler war, so hätte man unverhofft und über Nacht die Drachme wieder einführen können. Diese hätten die Griechen abwerten müssen, wodurch sie wieder konkurrenzfähig geworden wären und die Wirtschaft in Ordnung gebracht hätten.

Statt dessen hat man den Griechen ein sozial völlig unverträgliches Sparpaket aufgebrummt, das allein die Arbeitnehmer mit den Kosten dieser falschen Politik belastet!

Jetzt, wo nicht nur die Reichen, sondern auch die kleinen Leute ihre Bankguthaben ins Ausland verschoben haben, geht die Rückkehr zur Drachme nicht mehr. Warum sollten denn die Griechen Drachmen kaufen, wenn ihre Euro sicher im Ausland liegen?

Jetzt könnte höchstens noch ein Wunder helfen!

Gast: Don Quichote
17.05.2012 11:27
4 0

Der Wille allein ...

... genügt nicht, wenn das Fleisch, sprich die Leistungsbereitschaft schwach ist.

 
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