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Weltweite Gold-Nachfrage um fünf Prozent gesunken

17.05.2012 | 17:38 |   (DiePresse.com)

Die Goldverkäufe sind überraschend zurückgegangen. China, das um zehn Prozent zulegte, löste Indien als Spitzenkäufer ab.

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Trotz der Finanzkrise ist die weltweite Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 gesunken. Die Goldverkäufe seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 1097,6 Tonnen zurückgegangen, teilte der Branchenverband World Gold Council (WGC) am Donnerstag mit. Demnach gab es den Rückgang trotz neuer Rekordzahlen aus China, wo die Nachfrage um zehn Prozent auf 255,2 Tonnen gestiegen sei. Generell überwog die rückläufige Nachfrage bei Zentralbanken, Schmuckherstellern und Industrie einen Anstieg bei Investitionen in Gold, das in Krisenzeiten als "Fluchtwährung" dient.

Beim langjährigen Spitzenverbraucher Indien ging die Nachfrage zu Jahresanfang um 29 Prozent auf 207,6 Tonnen zurück, wie der WGC mitteilte. Ursachen waren unter anderem ein Streik in der Schmuckindustrie des Landes, eine schwache Währung und eine Politik der Regierung, Goldimporte zur Senkung des Außenhandelsdefizits zu begrenzen. China löste nun Indien als größter Goldverbraucher ab. Damit setzte sich der Trend des vergangenen Jahres fort: 2011 war die Nachfrage nach Gold in Indien um sieben Prozent zurückgegangen, während sie in China um 20 Prozent angestiegen war.

Der durchschnittliche Goldpreis zog laut WGC im ersten Quartal um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Weltweit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres Gold in einem geschätzten Wert von 59,7 Milliarden Dollar (46,8 Milliarden Euro) verkauft.

(APA/Ag.)

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6 Kommentare
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Logisch

Gold ist noch immer in einer Korrektur.

In einer solchen verkaufen die großen Spekulanten ihr "Papiergold".

Der Short- Squeeze wird kommen, oder läuft schon ?

Gast: wolf eikmeier
18.05.2012 08:22
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Die Beruhigung kommt, oder ist schon da?

Also ich finde es wunderbar, wenn der Goldpreis so richtig fällt. Dies ist doch ein untrügliches Zeichen, daß die Finanzindustrie ihre Probleme gelöst hat. Das dies nun richtig schnell geschah, verwunderte mich schon sehr. Aber was solls, es sind richtige Zauberkünstler. Sie schaffes es, 645 Billionen Dollar in Derivate an den Mann zu bringen, für die natürlich keinerlei Geld hinterlegt ist, und so werden sie auch noch die Trillion Dollar in Derivaten hinbekommen. Also, abschließend: Ich habe volles Vertrauen in die Jungs der Finanzindustrie und glaube ihnen jedes Wort. Man, bin ich sowas von erleichtert.

Die nächste Krise

Da wird's als nächstes krachen. Nirgends gehts unendlich aufwärts.

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Re: Die nächste Krise

So lange die Schuldenkrise nicht bewältig ist und so lange das Vertrauen in die Währung (und Politik) nicht wiederhergestellt ist, wird Gold als alternative Währung an Vertrauen gewinnen.

Was Gold in den kommenden Monaten macht, ist da vollkommen belanglos, weil kurzfritsitg heute in der Finanzindustrie ohnehin ALLE Märkte manipuliert sind.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
18.05.2012 09:10
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Re: Die nächste Krise

Heute Nacht hat es bei den Spanischen Banken geknirscht, auch wieder in Griechenland, wenn man die Bonitätsbeurteilung beobachtet. Es geht also, sehr eindeutig, bei den Staatsfinanzen der Eurozone, auch im Finanzsystem weiter ordentlich abwärts.

Die Bewertung der Produkte, auch der Tauschmittel Geld und Gold, unterliegt doch in 1. Linie dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage kommt vor allem durch das Vertrauen der Menschen und deren Bewertung. Das Angebot kann bei Geld leicht erweitert werden, bei Rohstoffen ist die Erweiterung begrenzt.

Gold hat also ein Risiko bei der Bewertung bis runter auf ca. 700.- USD pro Unze, weil dann die Förderungen auf jeden Fall gedrosselt werden.

Gold hat aber auch ein Potenzial bis auf viele 1.000.- USD / Unze. Die Nützung dieses Potenzials wird vor allem von den Entwicklungen bei den Währungen abhängen. Würde die Eurozone zerbrechen wird es ordentlich nach oben gehen, weil es ja ums Vertrauen geht.

Die Erwartung mit Gold ordentlich zu verdienen ist wahrscheinlich die falsche Einstellung. Einen Teil des Vermögens, wenn Vermögen vorhanden ist, in Gold zu halten, das könnte sich aber als gute Idee herausstellen. Sollte aber irgendwo zwischen 5 und 15% des Vermögens sein, mehr eher nicht.

Momentan sieht es doch eher so aus, als würde der Euro irgendwann krachen, weniger Gold.

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
18.05.2012 10:21
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Re: Re: Die nächste Krise

Mit Gold verdient man nicht, mit Gold speichert man Werte.

Darum mögen die klassischen Banker und Investoren Edelmetalle nicht, es generiert keine Einkommensströme solange man es hält.

Nur kaum verwertbare Buchgewinne / -verluste.