Wien/APA/red. Die Turbulenzen in der Eurozone könnten heuer ein Loch in die Reisekasse reißen. International zeigt sich der Euro gegenüber der letzten Urlaubssaison teilweise deutlich schwächer. Auf Jahressicht ist die Gemeinschaftswährung etwa gegenüber dem Dollar, dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken unter Druck geraten.
Besonders schwer haben es Urlauber, die heuer nach Australien oder in die Schweiz reisen. Für 100 hierzulande verdiente Euro erhält man in den beiden Ländern Waren und Dienstleistungen für lediglich 72 Euro. Das zeigt ein Kaufkraftvergleich der Statistik Austria. Nicht viel besser sieht es in Dänemark aus: Dort sind 100 Euro nur 73 Euro wert.
Wer auf der Suche nach einer preisgünstigen Urlaubsdestination ist, sollte sich in Richtung Osten orientieren. In Ungarn erhalten Urlauber für ihre 100 Euro etwa Güter im Gegenwert von 176 Euro. Damit rangiert das Land vor Tschechien (155) und der Slowakei (142). Weiter im Osten wird es noch günstiger. In Bulgarien sind 100 Euro mehr als das Doppelte wert. Das beliebte Urlaubsziel Kroatien bringt es auf einen Wert von 120 Euro.
Türkei bleibt günstig
Wenig Differenzen gibt es innerhalb der Eurozone. Wegen der gemeinsamen Währung und ähnlicher Inflationsraten bekommen Urlauber in Italien (100), Frankreich und Deutschland (beide 102) genau so viel für ihr Geld geboten wie im Inland. Das krisengeplagte Griechenland liegt mit 107 Euro etwas hinter Spanien (112 Euro).
In der Türkei, einer der beliebtesten Feriendestinationen der Österreicher, ist der „Urlaubs-Euro“ bedeutend mehr wert als zu Hause. Für 100 Euro bekommen Touristen dort Güter und Dienstleistungen im Wert von 142 Euro. Das sind jedoch drei Euro weniger als im Vorjahr.


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