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Aktien: US-Firmen horten Geld

29.05.2012 | 18:17 |   (Die Presse)

Die Konzerne sitzen auf hohen Barbeständen und könnten ihr Kapital für Aktienrückkäufe einsetzen. Im Vorjahr hätten etwa Stiftungsfonds ihre Positionen in Aktien auf zwölf Prozent reduziert.

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Wien/Ag./Red. Der europäische Aktienmarkt dümpelt seit seiner Rallye in den ersten drei Monaten dieses Jahres dahin. Und auch der US-Aktienmarkt ist mittlerweile wieder auf jenem Niveau, das er zu Jahresbeginn hatte. Der Meinung von BNP Paribas-Fondsmanager Mark Stoeckle zufolge sind die positiven Nachrichten der US-Wirtschaft noch nicht auf dem Kapitalmarkt angekommen. Im Vorjahr hätten etwa Stiftungsfonds ihre Positionen in Aktien auf zwölf Prozent reduziert, nach 48 Prozent im Jahr 1990.

„Angesichts der guten Fundamentaldaten sind die Bewertungen des US-Aktienmarktes mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 noch immer günstig“, sagt Stoeckle. Ende 2011 konnten mehr als 70 Prozent der US-Konzerne ihre Gewinnerwartungen übertreffen. Weil die Unternehmen zur gleichen Zeit 6,63 Prozent ihrer Reserven in bar vorhielten – so viel wie seit 1963 nicht mehr –, könnten die Firmen ihre Cashbestände dazu einsetzen, um Dividenden auszuschütten oder Aktien zurückzukaufen. Das wiederum könnte steigende Kurse verursachen, auch weil Aktienrückkäufe zu einer Verknappung des Angebots führen.

Andere Experten sind der Ansicht, dass Anleger bei Rückkaufprogrammen nur dann zukaufen sollten, wenn die Firma plausible Gründe für einen solchen Schritt darlegen kann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.05.2012)

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