Wien/Ag./Red. Der Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook ist mit Spannung erwartet worden. Doch seit das Unternehmen an der Technologiebörse Nasdaq gelistet ist, purzelt der Kurs munter dahin. Am gestrigen Mittwoch konnte die Talfahrt vorerst gestoppt werden. Das Papier lag nach Handelsbeginn knapp zwei Prozent im Plus.
Seit dem Initial Public Offering (IPO) am 18. Mai hat die Aktie dennoch rund 23 Prozent an Wert verloren. Allein am Dienstag büßte das Papier knapp zehn Prozent ein. Waren die Papiere mit 38 Dollar am oberen Ende des Preisbandes ausgegeben worden, kostete ein Anteilsschein am Mittwoch noch rund 29 Dollar. Der Marktwert des Unternehmens hat sich damit binnen weniger Tage um viele Milliarden verringert. Am Mittwoch betrug der Börsenwert rund 70 Mrd. Dollar.
Schlechtester Börsenstart in USA
Unter den zehn größten Börsengängen der vergangenen zehn Jahre in den USA haben die Aktien von Facebook in den ersten fünf Handelstagen am schlechtesten abgeschnitten. Während die Facebook-Aktie nach fünf Tagen mit 13 Prozent im Minus lag, schnitten die Aktien der Kreditkartengesellschaft Visa mit einem Kursplus von 45 Prozent im gleichen Zeitraum am besten ab. Seit der Konzern im März 2008 an die Börse ging, hat sich das Papier um rund 173 Prozent verteuert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.05.2012)

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