Energieanbieter künftig täglich wechselbar

08.06.2012 | 21:27 |   (Die Presse)

Eine entsprechende Verordnung soll mit 1. Jänner 2013 umgesetzt werden. Bislang konnten Kunden nur zum nächsten Monatsersten ihren Lieferanten gegen einen neuen Anbieter tauschen.

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Wien/Apa/Red. Obwohl der Wechsel des Energieanbieters bereits seit Jahren problemlos funktioniert, macht in Österreich nur eine überschaue Anzahl von Haushalten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Um die vermeintliche Hürde noch weiter zu senken, soll der Wechsel des Strom-oder Gasversorgers künftig leichter vonstattengehen. Mit 1. Jänner 2013 soll die sogenannte Wechselverordnung umgesetzt sein. „Eine der wichtigsten Neuerungen durch diese Verordnung ist die Möglichkeit für Konsumenten, an jedem beliebigen Tag im Jahr den Strom- oder Gaslieferanten zu wechseln“, teilt Walter Boltz, Chef des Energieregulators E-Control in einer Aussendung am gestrigen Freitag mit.

Bislang konnten Kunden nur zum nächsten Monatsersten ihren Lieferanten gegen einen neuen Anbieter tauschen. Weiters wird die Frist, innerhalb der der Anbieter gewechselt werden kann, von sechs auf maximal drei Wochen verkürzt.

 

Bis zu 300 Euro sparen

Unterdessen hat die Energieallianz (Bewag, EVN, Wien Energie) bekannt gegeben, dass sie die Strompreise mit 1. Juli senken wird. Die Kostensenkung geht mit einer Änderung des Ökostromgesetzes einher. Ein durchschnittlicher Haushalt kann sich so rund 26 Euro im Jahr ersparen. In welchem Ausmaß die Preise reduziert werden, kann erst in wenigen Wochen exakt gesagt werden. Die Energie und Linz Ag frieren ihre Strompreise bis 1. Juli 2013 ein.

Endverbraucher können beim Wechsel von regionalen Standard- zum Billigstanbieter je nach Region zwischen 23 (Tirol) und 293 Euro (Linz) sparen, wie Daten des Wirtschaftsministeriums vom Mai zeigen. Ein heimischer Haushalt gibt jährlich im Schnitt 582 Euro (Tirol) und 714 (Oberösterreich) für Strom aus. Für Erdgas sind es 965 Euro (Vorarlberg) und 1207 Euro in Linz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.06.2012)

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2 Kommentare

Problemlos funktioniert?

Da hab ich aber leider andere Erfahrungen gemacht. Weil alter und neuer Stromanbieter es nicht schaffen, miteinander zu kommunizieren, hatte ich bei meinem letzten Wechsel 3 Tage keinen Strom.

Das war nicht so lustig, weil ich leider ohne Strom weder warmes Wasser hatte (auch eine Gastherme benötigt Strom) und auch einiges vom Inhalt der Gefriertruhe verdorben ist. Auf den Kosten blieb ich leider sitzen, weil sich beide abputzten und die Haushaltsversicherung in diesem Fall auch nicht zahlte.
Vielleicht hätte ich vor Gericht Recht bekommen, aber es war mir schlichtweg zu mühsam, deshalb zu klagen.

Kein Wunder, dass sich das die Leute 10x überlegen.

Gast: sowill haben
09.06.2012 15:04
0

und bitte auch gleichermaßen täglich die Telekommunikationsanbieter, wozu bedarf es 3 Monate Kündigungsfrist???

Im Übrigen sollte sich die Energiewendehälse eher damit beschäftigen, Österreich endlich energieautark zu machen und nicht unser ganzes Geld in die Wüste zu pumpen bis wir bloß dastehen!

Solche Leute bräuchte unser Land, um erneuerbare Energie zu speichern:

http://www.wiwo.de/technologie/auto/elektroauto-der-steve-jobs-der-autoindustrie/5212296.html

http://www.kolibri-ag.com/de/produkte.html

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