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Inflationsrate sinkt, Preise steigen

14.06.2012 | 16:53 |   (Die Presse)

Im Mai mussten die Österreicher für Güter und Dienstleistungen um 2,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Zu den Preistreibern zählen neben den Treibstoffen das Heizöl, Wohnungsmieten und der Bohnenkaffee.

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Wien/B. l. Die gute Nachricht zuerst: Die Inflationsrate sinkt. Im Mai betrug sie in Österreich im Jahresvergleich 2,1 Prozent, wie die Statistik Austria bekannt gab. Das ist der niedrigste Wert seit November 2010. Bereits seit Monaten schwächt sich die Teuerung in Österreich ab. Auch in der Eurozone geht die Jahresinflation zurück. Im Mai betrug sie laut Eurostat 2,4 Prozent (der österreichische Wert lag nach dieser Berechnung bei 2,3 Prozent). Im April waren es noch 2,6 Prozent.

Nun der Wermutstropfen: Ein Grund für die Abschwächung in den vergangenen Monaten ist der sogenannte „Basiseffekt“. Die Preise waren schon vor einem Jahr hoch. Doch da die Inflationsrate im Jahresabstand gemessen wird, sind die starken Preisschübe, die länger als ein Jahr zurückliegen, darin nicht mehr enthalten. So war Anfang 2011 in Österreich die Mineralölsteuer (Möst) erhöht worden, was ein Jahr lang einen treibenden Einfluss auf die Inflationsrate hatte.

Ein zweiter Grund für die geringere Teuerung ist der Rückgang des Ölpreises. Seit einigen Wochen sinken auch die Preise für Benzin und Diesel. Im Mai waren Mineralölprodukte um 2,9 Prozent billiger als im April. Auch der Abstand zum Vorjahreswert wird von Monat zu Monat kleiner. Doch lagen die Preise im Mai noch immer um 5,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zu den Preistreibern zählen neben den Treibstoffen das Heizöl (plus neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr), die Wohnungsmieten (plus fünf Prozent) und der Bohnenkaffee (zehn Prozent). Dafür wird die Inflationsrate von den Preisen für elektronische Geräte wie Notebooks (minus 14 Prozent) oder für Flugpauschalreisen (minus neun Prozent) nach unten gedrückt.

Wocheneinkauf um 3,3 Prozent teurer

Da man nicht jeden Tag Notebooks und Flugpauschalreisen erwirbt, ist die gefühlte Teuerung stärker: Der Miniwarenkorb, der den wöchentlichen Einkauf widerspiegelt, und Nahrungsmittel, bestimmte Dienstleistungen und Treibstoffe enthält, hat sich seit einem Jahr um 3,3 Prozent verteuert.

Der Mikrowarenkorb, der den täglichen Einkauf repräsentiert und vor allem Nahrungsmittel enthält, liegt mit 2,1 Prozent exakt im Schnitt. Preiserhöhungen bei Fleisch (plus fünf Prozent), Getreideprodukten, Molkereierzeugnissen und Eiern (je vier Prozent) wurden durch billigeres Obst (minus elf Prozent) und Gemüse (minus vier Prozent) wettgemacht.

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25 Kommentare
 
12
Gast: HB4242
15.06.2012 17:44
1 0

Inflationsrate sinkt, Preise steigen ...

Wie jeden Monatsmitte kommt wieder mal der Schwachsinn mit der Inflationsrate !!!

(und wieder mal ist der "Basiseffekt" daran schuld ...)

Ich glaube, Herr und Frau Österreicher können auf solche "Jubelmeldungen" gerne verzichten; Die werden ohnehin schon von den Medien genug verar...


bravo

wenn die renditen steigen, steigen auch die anleihepreise herr oder frau redakteur?

vielleicht mal einen kurs besuchen und nicht nur auf das geschwätz von raiffeisenanal ysten hören.

Gast: Genau genommen:
15.06.2012 12:21
2 0

Steigen die Preise, steigt die Inflation

Ich glaube, der Verfasser des Artikels ist ein entfernter Nachkomme der Gebrüder Grimm!

Inflation - eine simple Steuer

Zuerst spar man sich mühselig Euro für Euro, zahlt vorher 40-50% Einkommenssteuer. Auf dieses hart Ersparte zahlt man dann Jahr für Jahr REALE 5% Inflation-Tax und wenn's soweit ist, vom Rest etwas zu kaufen, zahlt man 20% Ust. Wann man damit tankt, schröpft der Staat zusätzlich 52% Steuern ab.
Und dann kommt der Staat noch immer nicht mit dem Geld aus. Will ich dann den Zug benutzen, ist der viel zu teuer, obwohl ich als durchschnittlicher Steuerzahler die ÖBB mit 2000€ jährlich sponser.

Hofer Preiserhöhung

Beim Hofer haben sie das Flying Power, das lange (einige Jahre 29 ct) kostete, plötzlich über Nacht auf 39 ct erhöht und werben noch dazu damit!! Das ist eine über 30%ige Preissteigerung. Um 39 ct bekommt man diesen "Billig" Red Bull Ersatz aber wo anders auch schon

Wer glaubt denn diesen Schmarrn?

soeben werden die Bahnpreise um 8% erhöht. Im Supermarkt spielt sich derlei in Quartalsabständen ab. Weshalb die Medien diese offensichtliche Manpulation der Infaltionsrate nicht hinterfragen? Sie wollen weiterhin die Presseförderung und verdeckte Finanzierung durch Inseratschaltungen staatsnaher Betriebe erhalten. Damit leisten sie der Manipulation durch gezielte Desinformation Vorschub.

Re: Wer glaubt denn diesen Schmarrn?

Der Nescafe Lösskaffee: Ein Glas bis vor einem Jahr fast immer konstant 6,99. Über Nacht praktisch wurde der (in allen Geschäften) auf 9.99 Euro angehoben. Über 42% Preiserhöhung.

Gast: MH
15.06.2012 06:57
2 0

Lug u. Trug mit Inflationsrate 1)

Diese aktuell veröffentlichte Inflationsrate ist ein Hohn, ist unerträglich u. abseits jeder Realität u. eine grobe Täuschung von Konsumenten, von Lohn- u. Gehaltsempfängern sowie Sparern.
Mit derartig geschönten Zahlen, in Zeiten größter Finanzkrise u. Instabilität von Märkten u. Preisen, in Zeiten höchster Verteuerungen von Energie, Wohnen u. Lebensmitteln haben für mich nun diese Markterhebungsinstitute den letzten Rest jeglicher Glaubwürdigkeit u. Seriosität endgültig verloren, weil sie in Wahrheit damit nur Diebstahl betrieben.

Es ist längst überfällig, dass endlich die AK oder der Verein des Konsumentenschutzes oder sonst Interessensvertretungen oder Bürger-Initiativen diese Kartelle, wie die Eurostat oder Statistik Austria bei der EU-Antikorruptionsbehörde OLAF wegen des Verdachtes der Manipulation der Markpreisentwicklung von Gütern u. Dienstleistungen zum Schaden der Konsumenten, der Arbeitnehmer u. Sparer sowie wegen des dringenden Tatverdachtes der Korruption u. Komplizenschaft als Handlanger von Politik u. Wirtschaft klagt, gegebenenfalls per Sammelklage.

Gast: Lug u. Trug mit Inflationsrate 2)
15.06.2012 06:55
1 0

MH

Es ist allerhöchste Zeit, dass endlich diese korrupten Lobbyistenkartelle gründlich reformiert u. reguliert oder in den Abgrund stoßen werden und schleunigst neue transparente, objektive u. vertrauenswürdigen Einrichtungen u. Strukturen geschaffen werden, wo als vertrauensfördernde Maßnahme auch Interessensvertretungen der Konsumenten, der Lohnempfänger u. Sparer beteiligt sind.

Das allerwichtigste ist dabei, dass endlich der unrealistische u. unzeitgemäße, mit Lug u. Trug behaftete Kraut-und-Rüben-Mega-Warenkorb zertrümmert wird u. in Zeiten der EDV in mehreren transparente u. überschaubare Untergruppen u. Einheiten aufgeteilt wird, wie z.B. je einen Index für Lebensmittel, für Wohnen u. Mieten, für Energie, für Elektro- u. Haushaltsgeräte u.d.gl. Auch hierin ist ein Hauptübel der Euro- u. Immobilienblase zu suchen, den es ist völlig inakzeptabel für Gesellschaft u. Volkswirtschaft, wenn z.B. die Immo-Preise innerhalb v. zehn Jahren weit über 100% ansteigen - siehe Spanien.

Gast: scharfer Beobachter
15.06.2012 06:39
4 0

habe mir gerade meine Aufzeichnungen angesehen

2001: Lieferung von 2100 Liter Heizöl € 803,--
2012: Lieferung von 2252 Liter Heizöl € 2.151

Noch Fragen?

Re: habe mir gerade meine Aufzeichnungen angesehen

Also auf gleiche Mengen gerechnet sind das etwa 250% vom 2001er wert, also 150%(!!!) Preiserhöhung. Wieviel sind seitdem die Löhne gestiegen? Weiss die durchschnittlichen Kollektivabschlüsse nicht, aber sagen wird Hausnummer 2%, dann sind das gerade mal etwas über 20%.

Gast: Wonderboy
15.06.2012 06:34
5 0

Diese Überschrift ist preisverdächtig

ha ha

nach 10 jahren euro:

autobahnraststätte rosenberger, selbstbedienung, eine erdbeerroulade 4,40 (60,54 ats) eine melange 3,4 (46,78) macht zusammen: ATS 107,30! also mit zwei kindern zahlt man dann 400 schilling für vier rouladen und vier getränke!

kaufjraftverlust von 100 prozent. der euro wird neue armut in europa auslösen und nicht wohlstand schaffen. das haben wir also alles gebraucht!

bereits zu hohen Preise steigen weiter!

Ist ja gut wenn die AK die unverchämt hohen Preis aufzeigt.
Was macht sie dagegen? Viele AKler sitzen im NR, in Top-Positionen der staatsnahen Unternehmen (u.a. Nationalbank) und verfügen somit über sehr viel Macht.
Doch die AK unternimmt wenig (nur aufzeig) gegen die räuberische Preistreiberei!
Offensichtlich genügen der AK die Pflichtbeiträge der preisgequälten (geschröpften) Österreicher!

Na dann ...

... lass ich mir doch gleich mein technisch veraltetes Notebook, garniert mit einer vorgestrigen Windows - Version schmecken.
Will jemand abbeißen ?

Welcher Schwachsinn

Dem Volk kann man ja wirklich jeden Blödsinn einreden. Hauptsache Brot und Spiele funktionieren

Gast: netter gast
14.06.2012 21:19
7 0

Genau so

Inflationsrate sinkt, Preise steigen

eine gute Überschrift ...

Das glaubt nun wirklich keine Sau mehr

nicht eine...
#fail

manipulation des warenkorbs = das volk fuer dumm verkaufen

die folge inflation ist ein steigen der preise, das auf die ursache der geldmengenausweitung zurueckzufuehren ist. inflation ist immer ein monetaeres phaenomen.

der warenkorb (der die "offizielle inflation misst) ist immer zu ungunsten der bevoelkerung gestaltet (weil zb automatische lohnerhoehungen davon abhaengen, sozial-transferzahlungen, etc.)

wenn jeder seine eigenen ausgaben aufschreibt, die woechentlich getaetigt werden und das vergleicht mit den letzten paar jahren, werden sie feststellen, dass "ihre persoenliche inflationsrate" weit ueber der offiziellen liegt. aber keine sorge - solange man sich jedes jahr einen neuen computer kauft, ein neues cell phone und einen neuen fernseher, hat man statistisch gesehen eine niedrige inflation.

ganz gruslig wirds, wenn man sich die offiziellen daten der ezb anschaut, bezueglich geldmenge. das ist in etwa so wie mit potentieller energie (die derzeit ruht, etwa in einem speicherkraftwerk) - das geld ist groesstenteils bei der ezb geparkt von den geschaeftsbanken bzw halten sich die geschaeftsbanken zurueck bei der kreditvergabe. da die geldmenge mit der umlaufgeschwindigkeit in verbindung gebracht werden muss, um die auswirkungen zu messen, kann man sagen: wir steuern direkt auf hyperinflation zu im euro-raum, sobald die marktteilnehmer das geld nicht mehr horten sondern der zirkulation zufuehren.

wieviel 'zaehlt' die offizielle inflationsrate dann noch, wenn taeglich die preise steigen bei allem lebensnotwendigen?


Was nützt es

wenn Handys, Laptops und Pauschalreisen billiger geworden sind. Kann ich mr davon etwas abbeißen? Diese "Statistik-Überschrift" ist irreführend wie so vieles, was von der Statistik Austria kommt. Der Warenkorb muss geändert werden. Lebensnotwendigkeiten müssen ein höheres Gewicht haben als Dinge, die man nicht täglich barucht. Ich kaufe doch nicht täglich ein Handy oder ein Laptop und schon gar nicht gehe ich wöchentlich auf Urlaub. Statistiken - insbesondere diese - sind etwas für Zahlenfüchse, für's tägliche Leben sind sie nicht der Weisheit letzter Schluss.

Antworten Gast: gast12456
14.06.2012 16:46
1 3

Re: Was nützt es

Was Sie interessiert ist der kleine Warenkorp. In dem sind nur die Dinge enthalten, die wir fast täglich brauchen. Der ist im Artikel ebenfalls angeführt. Ein bisschen genauer lesen wärs.

8 0

claro

die Inflation sinGt, und die Preise steigen - hurra!

Gast: Rechenkünstler
14.06.2012 11:22
2 0

Die Prozentrechnung - der Anfang vom Ende

Und jetzt sollen wir uns freuen, Tanken wurde dafür davor aber in einigen Monatsschritten - Jahresschritten immer teurer u. ist daher unter dem Strich zu teuer und nicht zu billig. Nur damit nicht der Glaube aufkommt man könne dem Volke vormachen jetzt können wir ruhig wieder weiter ezb-inflationieren, denn es ist ja alles so billig geworden. Das ist das Problem der Prozentangaben sie lassen meißt absolute Größen außen vor. Ist ja schließlich notwendig um Zahlen so zugebrauchen, dass sich die Masse gut regiert fühlt. Der nächste "Fehler" der Prozentrechnung...Bei sämtlichen Gehaltserhöhungen steigen hohe Gehälter absolut mehr u. so wächst u. wächst die Schere, welche bald das System zum Crash führt, denn überall ist sie enthalten die Prozentrechnung, welche dann zu Verteilungsungleichgewichten führt, da die absoluten Beträge einfach über die Zeit dann schön auseinanderwandern....

Antworten Gast: Kopfrechner
14.06.2012 12:13
1 0

Inflation niedrig?!?

"Spritpreise und Nahrungsmittel dagegen sorgten nur noch für ein Fünftel des VPI-Anstiegs"

Aha! Wer beim Einkaufen aufpasst wird bemerkt haben, die Preise sind durchaus stabil, jedoch schrumpfen die Verpackungseinheiten.

33,3% Preissteigerung sind unverschämt viel.

Aus 1 kg (Müsli, Gemüse, etc) wurden 750g , bei gleichem Preis.

Dies entspricht einer Preissteigerung um ein Drittel ((4/3)-1) ... 33,3 %

Vergleicht bei beim Einkauf wie schnell und in welchem Umfang Waren schrumpfen!

Gast: ehschowurscht
14.06.2012 11:11
9 0

Wohnung, Wasser und Energie

brauchen wir alles ned - darum JUBEL alles wird billiger - mahe!

 
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