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Dänemark macht mit zweijährigen Anleihen erstmals Geld

19.06.2012 | 16:02 |   (DiePresse.com)

Investoren nehmen bei zweijährigen Staatsanleihen des AAA-Landes erstmals eine negative Rendite von 0,08 Prozent in Kauf.

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Dänemark hat erstmals beim Schuldenmachen Geld verdient. Bei der Auktion einer Staatsanleihe mit zweijähriger Laufzeit nahmen Investoren eine negative Rendite von 0,08 Prozent in Kauf, um in den Besitz der als ausfallsicher geltenden Papiere zu kommen. "Das ist das erste Mal, dass die Rendite bei einer Versteigerung von Staatsanleihen im negativen Bereich liegt", sagte der Chef der mit dem Schuldenmanagement des Staates betrauten Finanzagentur, Ove Sten Jensen, am Dienstag. Am Markt liegt der Zins bereits seit längerer Zeit im negativen Bereich.

Dänemark wird als eines der wenigen europäischen Länder von allen drei großen Ratingagenturen mit der besten Bonitätsnote AAA bewertet. Ein Zahlungsausfall gilt damit als extrem unwahrscheinlich. Wegen der Schuldenkrise in vielen europäischen Ländern sind Investoren bereit, für sichere Anlagen auf Rendite zu verzichten. "Anleger brauchen einen Platz für ihr Geld, der absolut sicher ist", sagte Nordea-Analyst Jacob Skinhoj. Auch die Bundesrepublik genießt den Status als sicherer Hafen und verdiente im Januar mit der Ausgabe von sechsmonatigen Geldmarktpapieren ebenfalls Geld.

Dänemark nahm bei der Versteigerung 1,55 Milliarden Kronen (209 Millionen Euro) ein. Die Flucht von Investoren in dänische Wertpapiere hat für das Land nicht nur positive Seiten. Die Krone gerät dadurch unter Aufwertungsdruck, was Exporte verteuert. Die dänische Zentralbank hat deshalb erst in der vergangenen Woche ihren Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Fprester
20.06.2012 13:10
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Länder ausserhalb des Euro stehen besser da

Es ist schon auffallend: In Europa stehen kleine Länder ausserhalb des Euro besser da. Dies gilt nicht nur für die beiden Spezialfälle Schweiz und Norwegen, sondern auch für Schweden, Dänemark, Polen, Island(!) etc. Aus Sicht der Stabilität und des Wohlstandes ist "klein" und "ohne Euro" offenbar besser.

Übrigens: Die stetige Wiederholung, dass der Euro eine stabile und starke Währung sei, ist lachhaft. Eine Währung die von Krise zu Krise taumelt, kann man doch beim besten Willen nicht als stark und stabil bezeichnen. Auch die lächerlichen Vergleiche mit der grösseren Teuerung in der Vor-Euro-Zeit sind wissenschaftlich nicht haltbar, da man zwei unterschiedliche Zeitperioden nicht vergleichen kann. Ein zulässiger Vergleich müsste sich auf die gleiche Zeitperiode beziehen. Die Teuerung ist seit Einführung des Euro nicht nur im Euroraum gefallen, sondern in fast allen anderen Währungen resp. Staaten auch. Auch in der Schweiz und Japan ist die Teuerung seit 2001 tiefer als in den 10 Jahren davor.