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Bankangestellte mit Vorgaben unzufrieden

19.06.2012 | 16:45 |   (Die Presse)

Viele Angestellte der Finanzbranche sind laut einer Umfrage der Gewerkschaft unglücklich darüber, ihren Kunden nur hauseigene Produkte verkaufen zu dürfen. Belastend seien auch überzogene Zielvorgaben.

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Wien/ES. Wenn die Finanzbranche über schlechte Arbeitsbedingungen klagt und mehr Gehalt fordert, ruft das in der Bevölkerung meistens wenig Mitleid hervor. Eine Umfrage der zuständigen Gewerkschaft GPA-djp unter mehr als 9000 österreichischen Angestellten der Finanzbranche zeichnet jedoch das Bild eines nicht gerade optimalen Arbeitsumfeldes.

Die meisten Probleme gebe es bei den „ganz normalen Schalterbeamten“. Diese hätten den meisten Kontakt mit Kunden und bekämen seit der Finanzkrise deren Unmut direkt zu spüren, berichtet Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp. 86 Prozent der Bankangestellten geben zudem an, täglich mehr als zehn Stunden zu arbeiten. 16 Prozent beanstanden, dass Überstunden nicht abgegolten werden. 43 Prozent weisen auf eine mangelhafte Vergütung von Überstunden bei sogenannten „All-in-Verträgen“ und Überstundenpauschalen hin.

Verkäufer mit Gewissensbissen

Belastend seien auch überzogene Zielvorgaben: Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, diese nur „mit großen Anstrengungen“ erfüllen zu können, 12 Prozent halten sie für völlig unrealistisch. Dazu kommt, dass viele Befragte die von ihnen verlangten Verkaufsziele für moralisch fragwürdig halten: „Viele Bankangestellte finden, dass sie, wenn sie gezwungen sind, ihren Kunden hauseigene Finanzprodukte zu empfehlen, ihre Beraterfunktion nicht optimal ausüben können“, sagt Katzian. Der Kunde erhalte oft wider besseren Wissens des Beraters nicht das beste Produkt.

80 Prozent halten eine Erhöhung ihres Ist-Gehalts für wichtig. Der Kollektivvertragsabschluss vom März 2012 sieht eine Anhebung der Mindestgehälter um 3,1 Prozent vor.

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1 Kommentare
Gast: gast45
20.06.2012 10:11
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neulich beim bäcker

a semmel wollen sie ?.. wissens was .. da gehens zwei gassen weiter, weil der bäcker dort, der hat viel bessere semmeln als wir :-):-)
und jetzt fehlt nur noch eine eu-richtlinie wonach der bäcker verpflichtet ist, den kunden zum besseren bäcker zu schicken :-):-)