Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, zu Mittag bei moderatem Volumen mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 1.989,89 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 24,91 Punkten bzw. 1,24 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,04 Prozent, FTSE/London +0,58 Prozent und CAC-40/Paris +0,26 Prozent.
Der ATX weitete seine Abschläge bis Mittag noch recht deutlich aus. Auch die übrigen europäischen Indizes drehten im Verlauf des Vormittags etwas nach unten, lagen aber noch mehrheitlich im grünen Bereich.
Marktbeobachter berichteten von einer Zurückhaltung der Investoren im Vorfeld der heute und morgen anstehenden Leitzinsentscheidungen der Notenbanken in den USA und Europa. Impulse könnten zudem von der Konjunkturfront kommen.
So laufen die Geschäfte in der Industrie der Euro-Zone so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,1 auf 44,0 Punkte, teilte das Markit-Institut mit. Das ist der schlechteste Wert seit Mitte 2009.
Belastend für den ATX wirkten bis dato vor allem die Abschläge bei den heimischen Bankaktien. Erste Group rutschten 3,87 Prozent auf 14,16 Euro ins Minus. Die Analysten der UBS haben ihre Kaufempfehlung "buy" für die Erste-Aktien bestätigt, das Kursziel jedoch leicht von 18,70 auf 18,00 Euro gekürzt.
Raiffeisen büßten 2,81 Prozent auf 26,10 Euro ein. Bei den Versicherern schwächten sich Vienna Insurance Group um 0,76 Prozent auf 31,41 Euro ab. UNIQA zeigten sich mit plus 1,52 Prozent auf 9,20 Euro etwas erholt von den klaren Vortagesverlusten.
Klar schwächer zeigten sich auch voestalpine, die in einem negativen europäischen Branchenumfeld um 3,18 Prozent auf 21,45 Euro abrutschten. Wienerberger gaben um 2,29 Prozent auf 6,69 Euro nach und auch Strabag mussten einen Abschlag in Höhe von 2,29 Prozent hinnehmen und lagen bei 17,95 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.014,89 Punkten, das Tagestief lag kurz vor 12.00 Uhr bei 1.989,07 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,10 Prozent tiefer bei 983,41 Punkten. Im prime market zeigten sich 16 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und drei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 939.078 (Vortag: 1.496.088) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 23,740 (33,26) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 321.889 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,22 Mio. Euro entspricht.
(APA)

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