Europas Leitbörsen schließen überwiegend schwächer

30.11.2012 | 18:18 |   (DiePresse.com)

Zum Wochenausklang hielten sich positive und negative Impulse im Großen und Ganzen die Waage, kommentierte ein Marktteilnehmer.

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Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag nach einem wenig bewegten Handelstag überwiegend schwächer ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 6,44 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 2.575,25 Zähler. Auf Wochensicht verbuchte der Eurozonen-Index ein Plus von 0,88 Prozent.

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Zum Wochenausklang hielten sich positive und negative Impulse im Großen und Ganzen die Waage, kommentierte ein Marktteilnehmer. Letztlich drückte die Zurückhaltung der Anleger einige europäischen Indizes in die Minuszone, hieß es. Im Frühhandel waren es die positiven Vorgaben aus Asien und der Wall Street, die für Auftrieb sorgten. Belastend wirkten sich im Verlauf dann rückläufige Einzelhandelsumsätze in Deutschland aus. Dass die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Oktober ein neues Rekordniveau erreicht hatte, wurde am Markt nur am Rande beachtet. Für etwas Zuversicht sorgte letztlich die Zustimmung des Deutschen Bundestags zu weiteren Griechenland-Hilfen, hieß es weiter.

Unterdessen blieb die aktuelle US-Budgetdebatte im Fokus, die zuletzt keine guten Nachrichten hervorgebracht hat. Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, sah am Vorabend keine "substanziellen" Fortschritte bei den Verhandlungen. Die Ungewissheit ob die gefürchtete "Fiskalklippe" bis zum Jahresende erfolgreich umschifft werden kann, sorgt am Markt für Zurückhaltung, sagte ein Börsianer.

Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage zum Wochenausklang relativ ruhig. Für Aufmerksamkeit sorgten neue Meldungen über die Fusionspläne zwischen TNT Express und UPS. Demnach kommt UPS der EU-Kommission mit Zugeständnissen entgegen und bietet den EU-Wettbewerbshütern den Verkauf von einigen Geschäftsteilen an, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen. Der Börsenkurs von TNT Express liegt weiterhin deutlich unter dem von TNT gebotenen Übernahmepreis von 9,50 Euro je Aktie. Heute schloss sie um 0,94 Prozent tiefer bei 7,50 Euro.

Für Kursbewegungen sorgten auch vereinzelte Analystenkommentare. So zogen etwa die Papiere von LVMH um 1,28 Prozent auf 134,90 Euro ans obere Ende des Euro-Stoxx-50. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat den Luxusgüterhersteller in einer Branchenstudie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 184,90 auf 197,00 Euro angehoben. Etwas schwächer zeigten sich hingegen Hugo Boss, die um 0,63 Prozent auf 80,64 Euro sanken, nachdem sie in derselben Studie von „Buy" auf „Neutral" abgestuft worden waren.

In Frankfurt stiegen HeidelbergCement um 2,25 Prozent auf 41,79 Euro nach oben. Morgan Stanley hat den Baukonzern von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 54,00 auf 55,00 Euro angehoben.

(APA)

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