Wiener Börse: ATX schließt in Verlustzone

15.01.2013 | 18:13 |   (DiePresse.com)

Laut Händler belasteten das schwache deutsche BIP für 2012 sowie die erneute Ungewissheit rund um den Staatshaushalt der USA.

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Die Wiener Börse hat am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen in der Verlustzone geschlossen. Der ATX fiel 10,42 Punkte oder 0,42 Prozent auf 2.449,26 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sechs Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.455 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,12 Prozent, DAX/Frankfurt -0,77 Prozent, FTSE/London +0,01 Prozent und CAC-40/Paris -0,32 Prozent.

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Laut Händler belasteten vorrangig das schwache deutsche Bruttoinlandsprodukt für 2012 sowie die erneute Ungewissheit rund um den Staatshaushalt der USA. Zwar konnte eine gut gelaufene spanische Anleiheauktion den europäischen Indizes kurzzeitig Auftrieb geben, diese verflog jedoch bereits vor dem schwachen Start der Wall Street. Zudem herrsche Zurückhaltung mit Blick auf die US-Berichtssaison, die am morgigen Mittwoch erneut Fahrt aufnimmt, hieß es weiter.

Im Leitindex ATX lagen AMAG mit plus 2,08 Prozent auf 23,31 Euro an der Spitze. Unter den Schwergewichten konnten auch OMV mit plus 1,72 Prozent auf 28,94 Euro klare Gewinne einfahren. Die Analysten von Bank of America-Merrill Lynch nahmen die Bewertung der Aktie mit der Kaufempfehlung „buy“ und einem Kursziel von 36,00 Euro wieder auf.

Zu den größeren Verlierern des Handelstages zählten Erste Group, die um 1,82 Prozent auf 26,10 Euro fielen. Das Geldhaus muss den Wert seiner Beteiligungen - vor allem der Rumänien-Tochter BCR - um 300 Mio. Euro vor Steuern abschreiben. Grund dafür seien höhere Marktrisikoprämien und in der Folge gestiegene Abzinsungsfaktoren, teilte die Bank mit. Die Analysten der Berenberg Bank bestätigten indessen ihre Empfehlung „Sell“ und das Kursziel von 13,00 Euro für die Erste-Aktie, passten jedoch ihre Gewinn- und Dividendenschätzung an.

Weitere Analystenstimmen gab es zu RHI (plus 0,68 Prozent auf 26,06 Euro) für deren Aktie von den Analysten der Berenberg Bank das Kursziel von 29,00 Euro ebenso wie die Empfehlung "buy" bestätigt wurde. Die Wertpapierexperten der BNP Paribas kürzten das Kursziel für den Verbund (minus 0,74 Prozent auf 17,37 Euro) von 23,0 auf 22,0 Euro, die Bewertung "outperform" wurde beibehalten.

Die schwächsten Einzelwerte im ATX waren Wienerberger (minus 3,53 Prozent auf 7,13 Euro) und Strabag (minus 2,92 Prozent auf 19,60 Euro). Telekom Austria gingen knapp behauptet mit minus 0,07 Prozent auf 5,62 Euro aus dem Handel. Der Konzern hat angekündigt, im laufenden Jahr rund 100 Mio. Euro einzusparen. Ein Teil der Einsparungen werde jedoch durch den scharfen Preiskampf im Heimatmarkt Österreich wieder zunichte gemacht, sagten Analysten am Capital Market Day zur Nachrichtenagentur Reuters.

(APA)

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