Wiener Börse am Nachmittag: ATX etwas leichter

18.01.2013 | 14:35 |   (DiePresse.com)

Das europäische Umfeld drehte ebenfalls mehrheitlich in die Verlustzone.

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Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2462,61 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 7,77 Punkten bzw. 0,31 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,30 Prozent, FTSE/London +0,37 Prozent und CAC-40/Paris -0,11 Prozent.

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Das europäische Umfeld drehte ebenfalls mehrheitlich in die Verlustzone. In der Früh hatten noch gute Daten aus China gestützt. Vor allem die Zahlen zum chinesischen Wirtschaftswachstum fielen erfreulich aus. Die positiven Impulse wurden jedoch von der Zurückhaltung der Anleger vor neuen US-Unternehmenszahlen in den Hintergrund gedrängt, hieß es aus Händlerkreisen.

Auch die heimische Nationalbank OeNB legte zum Wochenschluss Wachstumszahlen vor. Demnach soll für Österreichs Wirtschaft das Schlimmste vorbei sein. Die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich dürfte zu Jahresbeginn die Talsohle durchschritten haben und im ersten Quartal 2013 wieder um 0,2 Prozent wachsen. Für das vierte Quartal 2012 hat die OeNB einen Rückgang für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,1 Prozent errechnet. Im Gesamtjahr 2012 ergab sich somit ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent.

Unter den Kursgewinnern waren OMV zu finden, die Papiere zogen um 0,72 Prozent auf 29,91 Euro an. Der Mineralölkonzern hat sein Bevorratungsgeschäft (LMG) an die nationale zentrale Bevorratungsgesellschaft ELG verkauft. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die OMV erwartet sich nach dem Closing des Geschäfts einen einmaligen positiven Effekt in Höhe von 440 Millionen Euro für das operative Ergebnis (Ebit) im ersten Quartal 2013. OMV erhöhten sich um 0,72 Prozent auf 29,91 Euro.

Ans Ende der Kursliste rutschten dagegen conwert ab, die Papiere sanken um 4,00 Prozent auf 9,72 Euro. Die Immobilienfirma leitet mit hohen Abschreibungen für 2012 einen Strategiewechsel ein. Insgesamt werden bis zu 187 Millionen Euro abgeschrieben. Dem steht ein Vorsteuergewinn (EBT) von erwarteten 50 Millionen Euro entgegen. Das bedeutet tiefrote Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr: der Jahresverlust wird bis zu 137 Millionen Euro ausmachen.

Unter den Indexschwergewichten waren Bankwerte im roten Bereich angesiedelt. Erste Group gaben 1,14 Prozent auf 25,20 Euro ab und Raiffeisen fielen um 0,82 Prozent auf 33,11 Euro. Das europäische Branchenumfeld zeigte sich indessen in der Gewinnzone.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.45 Uhr bei 2481,32 Punkten, das Tagestief lag knapp nach 14.00 Uhr bei 2460,53 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 1207,55 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 17 Titel mit höheren Kursen, 18 mit tieferen und zwei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.221.338 (Vortag: 2.093.927) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 90,93 (64,12) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 362.870 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 18,38 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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