Wiener Börse: ATX geht etwas leichter aus dem Handel

30.01.2013 | 18:06 |   (DiePresse.com)

Nach einem wenig bewegten Handel ging es am Nachmittag für die Aktienmärkte europaweit etwas deutlicher in die Verlustzone.

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Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen geschlossen. Auch das europäische Umfeld zeigte sich überwiegend mit Kursverlusten. Der ATX fiel 12,28 Punkte oder 0,50 Prozent auf 2.448,37 Einheiten.

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Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 31 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.479 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,01 Prozent, DAX/Frankfurt -0,53 Prozent, FTSE/London -0,29 Prozent und CAC-40/Paris -0,59 Prozent.

Nach einem wenig bewegten Handel ging es am Nachmittag für die Aktienmärkte europaweit etwas deutlicher in die Verlustzone. Schwache Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt trübten die Stimmung etwas ein, hieß es aus dem Handel. Im vierten Quartal ist die US-Wirtschaft einer ersten Schätzung zufolge überraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt ging auf das Jahr hochgerechnet um 0,1 Prozent zurück. Es war das erste Minus seit Frühjahr 2009. Daneben verhielten sich die Anleger vor der am Abend anstehenden US-Zinssitzung eher zurückhaltend.

Neue Nachrichten blieben in Wien dünn gesät. Im Einklang mit dem europäischen Branchentrend sammelten sich Bankwerte und Rohstofftitel weit unten auf der Kursliste an. Dementsprechend sackten Erste Group um 2,13 Prozent auf 24,40 Euro und damit ans Ende des prime market ab und Raiffeisen büßten 1,83 Prozent auf 32,79 Euro ein. Daneben verloren voestalpine 1,20 Prozent auf 26,84 Euro, während sich AMAG um 0,74 Prozent auf 23,99 Euro ermäßigten.

Angeführt wurde die Liste der Kursgewinner dagegen von Warimpex, die Papiere legen klare 5,63 Prozent zu. Bereits am Vortag führten die Aktien den prime market mit einem Zuschlag von mehr als drei Prozent an. Gleich dahinter rangierten Wienerberger mit plus 4,57 Prozent auf 7,37 Euro. Die Analysten der UBS haben ihre Anlageempfehlung für die Titel von „neutral“ auf „buy“ erhöht. Auch das Kursziel wurde von 6,20 Euro auf 8,60 Euro nach oben geschraubt.

Verbund verloren 0,74 Prozent auf 16,00 Euro und schlossen damit den fünften Tag in Folge im Minus. Nach Ansicht von Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber steht die deutsche Energiewende im Strombereich "kurz vor dem Scheitern". Für die Verbraucher sei Elektrizität durch die Ökostrom-Förderung so teuer geworden wie seit 15 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig könnten die Stromerzeuger keine attraktiven Preise mehr erzielen und es fehlten Investitionsanreize völlig.

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