22.11.2009 21:32 | Meine Presse Merkliste0

Wiener Börse am Abend: Nach US-Daten negativ

20.11.2008 | 18:22 |   (DiePresse.com)

Die Wiener Börse hat am Donnerstag ihre Talfahrt weiter fortgesetzt. Vor allem die negativen Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die Aktienmärkte international auf Talfahrt geschickt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach einem sehr schwachen Start baute der ATX sein Minus am Nachmittag zeitweise kräftig aus. Auch an anderen Börsen ging es nach überraschend schlecht ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten kräftig nach unten. Die Kursverluste zogen sich europaweit quer durch alle Branchen.

 

Europas Börsen

 

ATX

Der ATX fiel um 84,15 Punkte oder 5,11 Prozent auf 1.562,47 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 2004. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 41 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.603 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -1,13 Prozent, DAX/Frankfurt -3,07 Prozent, FTSE/London -2,73 Prozent und CAC-40/Paris -3,48 Prozent.

Erste Group, Raiffeisen

Zu den größten Verlierern zählten einmal mehr die Finanztitel. In Wien mussten Raiffeisen International ein Minus von 11,07 Prozent auf 16,23 Euro hinnehmen und fielen damit auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang im Jahr 2004. Erste Group schlossen nach volatilem Verlauf um 2,68 Prozent schwächer bei 13,42 Euro.

Voestalpine

Auch Voestalpine schwankten mehrmals zwischen Plus und Minus und gingen schlussendlich um 2,19 Prozent tiefer bei 13,40 Euro aus dem Handel. Der Stahlkonzern tritt angesichts der verschärften Finanzkrise auf die Kostenbremse: Die Stahlproduktion wird um 3 bis 5 Prozent gedrosselt. Die vor Sitzungsbeginn vorgelegten Halbjahresergebnisse konnten die Erwartungen übertreffen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde unverändert belassen.

Telekom Austria, OMV

Unter den weiteren Indexschwergewichten setzten Telekom Austria ihre jüngste Talfahrt mit einem Abschlag von 9,57 Prozent auf 9,35 Euro fort. Auch OMV konnten nach dem Kursrutsch um gut 14 Prozent vom Mittwoch kein Terrain gutmachen, sondern schlossen mit minus 7,84 Prozent auf 17,51 Euro erneut deutlich tiefer.

Wienerberger

Auch Wienerberger fanden sich neuerlich auf den Verkaufslisten und gaben 6,52 Prozent auf 8,60 Euro nach. Der Baustoffkonzern schließt in Großbritannien vorübergehend alle seine Ziegelwerke und setzt mehr als 400 Mitarbeiter frei, berichtete "Bloomberg".

Schoeller-Bleckmann

Schoeller-Bleckmann hat mit dem Nettoergebnis für die ersten neun Monate die Prognosen leicht übertroffen. Sal. Oppenheim wertete die Zahlen für das dritte Quartal als "in-line" und behält die Kaufempfehlung bei. Die Aktien des Ölfeldausrüsters verloren 2,69 Prozent auf 23,50 Euro.

Flughafen Wien

Auch der Flughafen Wien konnte für die ersten drei Quartale einen Nettogewinn leicht über den Erwartungen vermelden. Die Aktien des heimischen Airports büßten 2,62 Prozent auf 26,00 Euro ein. bwin verloren nach Vorlage von Ergebnissen 9,27 Prozent auf 11,25 Euro ein.

Warimpex

Größter Verlierer im prime market waren bei allerdings moderaten Umsätzen Warimpex mit einem Minus von 35,47 Prozent auf 1,11 Euro. Größter Gewinner waren bei lediglich rund dreitausend gehandelten Aktien ECO Business mit einem Plus von 5,00 Prozent auf 1,68 Euro. Bei höherem Volumen gesucht waren gegen den Trend Post AG und stiegen um 3,69 Prozent auf 22,50 Euro.

(APA/Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Wirtschaft

  • T-Mobile-Chef: "Wir fühlen uns benachteiligt"
    Europaweit ist der Streit um die „Digitale Dividende“ weitgehend entschieden - für die Mobilfunker. Österreich habe darauf schlichtweg vergessen, klagt T-Mobile-Chef Chvatal.
    Zahme Prüfung der OeNB bescherte Hypo Staatshilfe
    Ein Gutachten der Nationalbank aus dem Dezember hielt Gewinne der verlustreichen Bank im heurigen Jahr noch für plausibel. Grundlage dafür ist ein oberflächlicher Bericht der Oesterreichischen Nationalbank.
    Fonds floppten, weil zu wenige Versicherte starben
    Fonds der Deutschen Bank investierten in Lebensversicherungen und warteten auf den Tod der ursprünglichen Versicherungsnehmer. Da zu wenige starben, blieben die Erlöse aus. Der Bank droht nun eine Klage.
  • Bulgarien: Brunch statt Budgetdebatte
    Sofia winkt Budget für 2010 durch, darüber reden wollte im Parlament niemand. Der Haushaltsentwurf geht von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von zwei Prozent auf 32,6 Mrd.Euro aus.
    Doch keine Gebühr im Cyberspace
    Der Unabhängige Finanzsenat Linz verneint eine Gebührenpflicht bei der Einigung per E-Mail ohne Ausdruck.
    Was wurde aus... dem Waldsterben?
    "Der Wald stirbt", wurde uns in den 1980er-Jahren erklärt. Mittlerweile gibt es in Österreich mehr Wald als je zuvor. Warum eigentlich? Haben die Warnungen die Bäume gerettet – oder hat man damals einfach nur heillos übertrieben?
  • Magna-Chef Wolf will Arbeitskräfte flexibler einsetzen
    Wolf fordert "Work-on-Demand" und die Frühpensionierung von schwer vermittelbaren Arbeitskräften. Die Krise sei eine historische Chance zur Flexibilisierung.
    Subventionswettlauf um Opel gestartet
    EU-Industriekommissar Günter Verheugen kritisiert scharf die Ersteigerung von Arbeitsplätzen. Welche Opel-Standorte werden in Europa überleben dürfen? Klar ist, dass etwa 10.000 Mitarbeiter werden gehen müssen.
    Banker auf der Kanzel: "Wir leisten Gottes Arbeit"
    Mit Vorträgen versuchen britische Banker, das Image ihres Berufsstandes auf Vordermann zu bringen. Ort des Geschehens: englische Gotteshäuser. In der Londoner City feiert man die Rückkehr der Megabonuszahlungen
  • Design-Dildo statt Kabinen-Porno
    Beate Uhse, Europas größter Erotikhändler, klagt über schlechte Geschäfte. Haben Sexshops ausgedient? Mitnichten. Zumindest, solange sie neue Kunden ansprechen. Der Konzern der verstorbenen Primadonna meldete sinkende Umsätze.
    Wirtschaftskrise: Opfer, entschädigt doch die Täter!
    Hochrangige Banker bauen bereits für die nächste Wirtschaftskrise vor. Die Steuerzahler sollten sich besser anschnallen. Sicher ist sicher. Josef Ackermann ist wohl etwas wie der Mann fürs Grobe in der sonst so zurückhaltend agierenden Bankenszene.
    Sinnfrei an der Börse
    Warum der Neueinstieg in Aktien derzeit keinen Sinn ergibt, K+S aber spekulativ trotzdem eine Überlegung wert wäre.