In einem schwachen internationalen Börsenumfeld hat sich die Wiener Börse heute, Dienstag, zu Mittag bei hohem Volumen mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 1.749,27 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 40,38 Punkten bzw. 2,26 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,37 Prozent, FTSE/London -1,81 Prozent und CAC-40/Paris -2,62 Prozent.
Belastet von negativen Vorgaben tendierten Europas Börsen einheitlich im Minus. Nachdem der Dow Jones am Vorabend bereits 1,46 Prozent verloren hatte, erlitt der japanischen Aktienmarkt noch kräftigere Kursabschläge am Dienstagmorgen. Belastet von Nachrichten über Milliardenverluste bei Sony brach der Nikkei-225 um 4,79 Prozent ein. Den Vormittagshandel an der Wiener Börse beschrieb ein Händler als im Gleichschritt mit den europäischen Märkten. Der Sitzung verlaufe eher ruhig und für Handelsimpulse seien hauptsächlich Analystenkommentare verantwortlich.
Zu den größten Gewinnern zählten Intercell mit einem Aufschlag von 4,16 Prozent auf 25,05 Euro (104.362 gehandelte Stück in Einzelzählung). Die Experten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien des Impfstoffspezialisten von 40,50 auf 39,50 Euro gesenkt, das Anlagevotum "buy" hingegen bestätigt.
Klar im Plus notierten auch die Immofinanz- und Immoeastwerte. Immofinanz gewannen 6,15 Prozent auf 0,69 Euro (5.242.484 Stück) und Immoeast 2,44 Prozent auf 0,84 Euro (3.549.364 Stück). Die Experten von Merrill Lynch haben ihre Anlageempfehlung für beide Titeln von "underperform" auf "neutral" angehoben.
Unter den ATX-Schwergewichten konnten OMV das größte Plus für sich verbuchen. Die Anteilsscheine stiegen um 0,92 Prozent auf 19,77 Euro (281.442 Stück). Die Citigroup hat die OMV-Aktien von "hold" auf "buy" angehoben. Als Kursziel für die OMV-Anteile nennen sie einen Wert von 26 Euro nach 28 Euro.
Auf der Gegenseite erlitten die heimischen Bankenwerte kräftige Abschläge. So notierten Erste Group mit einem Minus von 4,04 Prozent auf 14,01 Euro (359.312 Stück) und Raiffeisen International gaben um 5,97 Prozent auf 17,49 Euro (181.496 Stück) nach. Ein Marktteilnehmer verwies auf die massiven Verluste der Citigroup am Vorabend in New York. Aufgrund von Spekulationen über milliardenschwere Verluste im vierten Quartal brachen die Aktien um 14 Prozent ein.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 1.794,15 Punkten, das Tagestief lag knapp nach 11:00 Uhr bei 1.741,89 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,04 Prozent tiefer bei 784,41 Punkten. Im prime market zeigten sich neun Titel mit höheren Kursen, 37 mit tieferen und fünf unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
(APA)
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