Wiener Börse: Trump-Turbulenzen belasten neuerlich

Der heimische Leitindex knüpfte somit an seine Vortagesverluste an und gab in einem schwachen europäischen Börsenumfeld neuerlich nach.

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REUTERS

Die Wiener Börse hat am Donnerstag erneut im Minus geschlossen. Der ATX fiel um 26,92 Punkte oder 0,86 Prozent auf 3.092,26 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund einen Punkt über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.091,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,15 Prozent, DAX/Frankfurt -0,28 Prozent, FTSE/London -0,89 Prozent und CAC-40/Paris -0,52 Prozent.

Der heimische Leitindex knüpfte somit an seine Vortagesverluste an und gab in einem schwachen europäischen Börsenumfeld neuerlich nach. Weiterhin belasteten die politischen Turbulenzen um US-Präsident Donald Trump die Aktienmärkte. Trump werden versuchte Einflussnahme auf die Justiz und seine ungeklärten Verbindungen zu Russland vorgeworfen. Er ist deswegen zuletzt sogar in seiner eigenen Partei unter Druck geraten. Einzelne Stimmen der Republikaner sprachen bereits von einem Amtsenthebungsverfahren.

Zwischenzeitlich lag der ATX über 2,5 Prozent im Minus. Nachdem die US-Börsen am Nachmittag jedoch ins Plus drehten, konnte er seine Kursverluste noch deutlich eindämmen. Auch die Bankaktien konnten ihre zwischenzeitlich sehr starken Kursverluste noch eingrenzen: Die Aktien der Erste Group beendeten den Handelstag um 2,00 Prozent tiefer bei 33,32 Euro. An der Spitze hatten sie über 4,3 Prozent verloren. Bei der Raiffeisen Bank International (RBI) stand zu Börsenschluss ein Minus von 1,12 Prozent auf 21,80 Euro zu Buche. Sie hatten vorübergehend bis zu 4,85 Prozent nachgegeben.

Deutlicher schwächer tendierten außerdem die Anteilsscheine von Mayr-Melnhof mit einem Kursabschlag von 2,09 Prozent auf 110,25 Euro. Der Kartonhersteller hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2017 zwar um 1,5 Prozent auf 584,5 Mio. Euro gesteigert. Der Nettogewinn sank allerdings um 6,3 Prozent auf 36,9 Mio. Euro. Negativ ausgewirkt hat sich nach Unternehmensangaben vor allem ein starker Anstieg der Rohstoffkosten.

Daneben lagen neue Analysteneinschätzungen vor: Die Citigroup hat ihr Kursziel für die Aktien der OMV von 41,00 auf 52,00 Euro angehoben und bewertet die Titel des Öl- und Gaskonzerns weiter mit "Buy". Die OMV-Aktie legte am Donnerstag eine Berg- und Talfahrt hin: Nachdem sie noch zu Mittag als einziger ATX-Wert im Plus notiert hatte, rutschte sie am Nachmittag mit den Ölpreisen zunächst ins Minus. Nachdem sich diese jedoch erholten, zog auch die OMV-Aktie wieder an und beendete den Handelstag mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 46,89 Euro an der Spitze des heimischen Leitindex.

Zur Semperit meldete sich die Raiffeisen Centrobank (RCB) zu Wort. Sowohl das Kursziel von 23,50 Euro als auch die "Reduce"-Empfehlung sind bestätigt worden. Die am Dienstag präsentierten Ergebnisse zum ersten Quartal seien schwach ausgefallen, allerdings sei dies schon erwartet worden, hieß es in der Studie. Die Semperit-Titel verloren 1,22 Prozent auf 25,19 Euro.

(APA)

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