Wiener Börse: OMV- und Post-Aktien nach Zahlen schwach

Auch international ging es an den Aktienmärkten bergab. Im Zentrum der Aufmerksamkeit blieb auch heute der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea.

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Die Wiener Börse hat am Donnerstag klar im Minus geschlossen. Der ATX fiel 40,13 Punkte oder 1,24 Prozent auf 3.198,46 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 52 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.250,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,43 Prozent, DAX/Frankfurt -1,19 Prozent, FTSE/London -1,44 Prozent und CAC-40/Paris -0,69 Prozent.

Auch international ging es an den Aktienmärkten bergab. Im Zentrum der Aufmerksamkeit blieb auch heute der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea, der seit Mittwoch für eine deutlich gestiegene Risikoaversion unter den Anlegern sorgt. In Wien richtete sich das Augenmerk indessen auf neue Zahlenvorlagen. Auf der Agenda standen die Zwischenberichte der OMV, der Raiffeisen Bank Interantional (RBI), der Post sowie der Polytec.

Im 2. Quartal konnte die OMV zwar ihr um Lagerhaltungseffekte bereinigtes operatives Ergebnis (CCS) vor Sondereffekten auf 662 Mio. Euro verdoppeln, allerdings schlug der Verkauf der OMV Petrol Ofisi negativ zu Buche. Nach Sondereffekten stand unterm Strich ein Minus von rund 1 Mrd. Euro. Vor Sondereffekten verbesserte sich jedoch der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss von 222 Mio. in der Vorjahresperiode auf 282 Mio. Euro.

Die Aktionäre zeigten sich enttäuscht von den Zahlen, was den Titeln des Ölkonzerns bis Handelsschluss ein Minus von 2,41 Prozent auf 48,06 Euro bescherte. Die Analysten reagierten dagegen etwas optimistischer: So hoben die Experten der Citigroup in einem ersten Kommentar die guten operativen Ergebnisse der OMV hervor - trotz der Generalüberholung in Schwechat, welche einige Tage länger gedauert und damit auch etwas mehr gekostet hatte.

Bergab ging es auch für die Papiere der Post (minus 2,20 Prozent auf 38,75 Euro), obwohl der Konzern sein Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr 2017 um 4 Prozent auf 102,1 Mio. Euro steigern konnte. Allerdings ging der Umsatz infolge des Verkaufs des deutschen Paketdiensts trans-o-flex um 11 Prozent zurück.

Indessen hat die Polytec von der guten Autokonjunktur profitiert und im Halbjahr einen Gewinn von 22,6 Mio. Euro erzielt, das entspricht einem klaren Plus von 74 Prozent. Die Analysten der Baader Bank sprachen von sehr starken Quartalszahlen des Autozulieferers und erachten den unveränderten Gesamtjahresausblick des Unternehmens als zu konservativ. Dennoch schlossen die Papiere um 1,42 Prozent leichter bei 15,94 Euro.

Unter den wenigen Kursgewinnern im Wiener Aktienmarkt waren Raiffeisen Bank International (RBI) mit plus 0,71 Prozent auf 25,44 Euro zu finden. Die Bank baut ihre faulen Kredite schneller ab als gedacht. Ende Juni 2017 hatte sie um eine Milliarde weniger an Problemkrediten auf den Büchern als Ende 2016. Das hat die Gewinne im Halbjahr gepusht. Wie schon seit Ende Juli bekannt ist, ist der Halbjahresgewinn heuer von 236 auf 587 Mio. Euro angewachsen.

Abseits der Berichtssaison gab die Strabag bekannt, in der Krakauer Innenstadt einen aus fünf Gebäuden bestehenden Komplex von Bürotürmen fertigzubauen. Das Auftragsvolumen beträgt 89 Mio. Euro. Strabag-Aktien verloren 0,56 Prozent auf 37,08 Euro.

(APA)

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