Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, zu Mittag bei durchschnittlichem Volumen mit sehr schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 1.838,92 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 38,28 Punkten bzw. 2,04 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,85 Prozent, FTSE/London +0,26 Prozent und CAC-40/Paris -0,21 Prozent.
Der ATX weitete seine Abschläge bis Mittag recht deutlich aus. Das europäische Umfeld zeigte sich nach den deutlichen Vortagesverlusten über weite Strecken freundlich, drehte aber kurz vor Mittag ebenfalls etwas ab. "Die Unsicherheit hält an", kommentierte ein Händler knapp.
Die jüngsten Aussagen der G-20 sorgten an den europäischen Märkten im Frühhandel für etwas Unterstützung, nachdem am Vortag die konjunkturkritischen Aussagen der US-Notenbank sowie die Abstufung einiger Bankwerte für eine Talfahrt an den Finanzmärkten gesorgt hatten.
Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Bank-Sektor auf der Gewinnerseite. Die heimischen Branchenvertreter mussten hingegen erneut an Terrain abgeben. So rutschten Raiffeisen um 2,40 Prozent ins Minus auf 19,77 Euro und Erste Group büßten 4,11 Prozent auf 16,78 Euro ein.
In einem schwachen europäischen Rohstoff-Sektor gaben voestalpine 3,94 Prozent auf 20,35 Euro nach. RHI mussten ein Minus von 3,40 Prozent auf 14,20 Euro verbuchen.
Schwächer zeigten sich auch Palfinger mit minus 3,41 Prozent auf 14,01 Euro. Die UBS hat die Einstufung "neutral" bestätigt, das Kursziel jedoch von 22 auf 14 Euro gekappt. Wienerberger sanken 3,10 Prozent auf 8,18 Euro. Die Berenberg Bank stuft die Titel mit "hold" und einem Kursziel von 11 Euro ein.
Auf der Gewinnerseite standen hingegen Telekom Austria mit plus 0,99 Prozent auf 6,95 Euro. Strabag konnten einen Kursanstieg um 1,54 Prozent auf 22,10 Euro vorweisen. Die RCB hat die Bewertung der Bauaktie mit "hold" und einem Kursziel von 23 Euro wieder aufgenommen.
Bei den Versicherern zeigten sich Vienna Insurance mit minus 1,31 Prozent auf 26,04 Euro schwächer. UNIQA lagen 0,85 Prozent tiefer bei 11,60 Euro. Die Erste Group hat die "reduce"-Einstufung bestätigt und das Kursziel von 13,8 auf 10,5 Euro gekürzt.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 1.894,77 Punkten, das Tagestief lag zu Mittag bei 1.838,43 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,85 Prozent tiefer bei 911,72 Punkten. Im prime market zeigten sich elf Titel mit höheren Kursen, 27 mit tieferen und einer unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.609.896 (Vortag: 3.551.119) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 69,322 (74,72) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 369.501 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 12,79 Mio. Euro entspricht.
(APA)

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