Im Einklang mit dem einheitlich grün gefärbten europäischen Umfeld hat sich die Wiener Börse am Freitag im frühen Handel bei schwachem Anfangsvolumen im Plus gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 1944,18 Punkten nach 1933,73 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Plus von 10,45 Punkten bzw. 0,54 Prozent.
Unterstützt hatte Marktteilnehmern zufolge der französische Verbrauchervertrauensindex, welcher im Mai auf seinen höchsten Wert seit Ende 2010 gestiegen war. Daneben sprach das Marktforschungsunternehmen GfK in der Früh von einer stabilisierten Stimmung unter den deutschen Verbrauchern, hieß es aus dem Handel.
Wienerberger im Plus
Zu den größten Kursgewinnern zählten unter anderem Wienerberger, welche 1,95 Prozent auf 7,52 Euro zulegen konnten. Wie in der Früh bekanntgeworden war, hat der Ziegelkonzern die vor drei Monaten angekündigte gänzliche Übernahme seiner bisherigen 50-Prozent-Beteiligung Pipelife abgeschlossen, nachdem die zuständigen Wettbewerbsbehörden in der EU, der Türkei und in Russland die Genehmigung dazu erteilt hatten. Bei einem Kaufpreis von 162 Millionen Euro erhöht sich damit der Umsatz von Wienerberger jährlich um rund 800 Millionen Euro.
voestalpine notierten mit einem Plus von 1,56 Prozent auf 21,48 Euro ebenfalls klar in der Gewinnzone. Die Analysten der Erste Group haben ihre Empfehlung für die Titel von "accumulate" auf "Buy" nach oben geschraubt, gleichzeitig wurde das Kursziel leicht von 32,50 Euro auf 32,0 Euro gesenkt.
Zahlen kamen zum Wochenausklang von UNIQA. Der Versicherungskonzern ist mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung ins Jahr 2012 gestartet. Seit Ende 2011 hat die UNIQA ihr PIIGS-Exposure deutlich um 43 Prozent auf 1,166 Milliarden Euro gesenkt. Das EGT wuchs um 20,2 Prozent, der Konzerngewinn lag 13,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Frühhandel präsentierten sich die Anteilsscheine mit einem minimalen Zuschlag von 0,04 Prozent auf 12,30 Euro.
Ans Ende der Kursliste rutschten indessen Telekom Austria ab. Die Papiere verloren Ex-Dividende 3,84 Prozent auf 7,47 Euro.
Schwächer tendierten zudem Flughafen Wien, die Aktien fielen um 1,15 Prozent auf 32,60 Euro. Die Experten der Erste Group haben ihr Votum für die Papier des Airports von "accumulate" auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel wurde indessen von 32 Euro auf 36 Euro erhöht.
Der ATX Prime notierte bei 971,07 Zählern und damit um 0,49 Prozent oder 4,77 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 21 Titel mit höheren Kursen, 13 mit tieferen und drei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 462779 Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 10,346 Millionen Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA)

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