Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, zu Mittag bei höherem Volumen schwach gezeigt. Der ATX notierte um 12.00 Uhr mit 1873,95 Punkten, das ist ein Minus von 23,09 Punkten bzw. 1,22 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,11 Prozent, FTSE/London -0,62 Prozent und CAC-40/Paris -1,31 Prozent.
Belastet wurde die Börsenstimmung weiter von der Euro-Schuldenkrise. Geschürt wurden die Konjunkturängste von schwach ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes in China und Europa.
Einkaufsmanager-Index für China fiel
Der amtliche Einkaufsmanager-Index für Chinas Großunternehmen fiel im Mai überraschend stark auf 50,4 Punkte und damit den tiefsten Stand in diesem Jahr. Der am Vormittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex der Eurozone ist auf 45,1 Punkte und damit den tiefsten Stand seit Mitte 2009 gefallen.
Große Abgaben gab es am Freitag vor allem in Andritz. Die Aktie des Anlagenbauers fiel um 3,77 Prozent auf 41,15 Euro und war damit der größte Verlierer im prime market. Noch am Donnerstag konnten Andritz bei sehr hohem Volumen auf ein neues Rekordhoch steigen.
Am Freitag hat Andritz das Erreichen eines Mehrheitsanteils am deutschen Metallpressenhersteller Schuler gemeldet. Mit dem Erwerb weiterer knapp über fünf Prozent der Schuler-Aktien habe Andritz insgesamt schon Zugriff auf mehr als 53,5 Prozent, teilte der Konzern mit.
Größere Abgaben gab es auch in Schoeller-Bleckmann (minus 3,26 Prozent), Vienna Insurance (minus 2,59 Prozent), RHI (minus 2,15 Prozent) und Telekom Austria (minus 1,64 Prozent). Größter Gewinner im prime market waren zu Mittag Intercell mit einem Plus von 3,04 Prozent auf 2,00 Euro.
Rosenbauer stiegen nach einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank um 2,37 Prozent auf 41,92 Euro. Die Analysten der Bank haben die Aktien des Feuerwehr-Ausrüsters in einer Ersteinschätzung mit "Buy" und einem Kursziel von 55 Euro empfohlen.
Mit Spannung erwartet wird an den Börsen nun der am Nachmittag anstehende monatliche Arbeitsmarktbericht in den USA. Von dem Bericht aber auch von den anderen anstehenden US-Wirtschaftsdaten werden Hinweise auf die weitere Konjunkturentwicklung in den USA erhofft.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Handelsbeginn bei 1898,55 Punkten, das Tagestief lag knapp nach elf Uhr bei 1863,51 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,15 Prozent tiefer bei 937,62 Punkten. Im prime market zeigten sich neun Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.294.334 (Vortag: 1.469.983) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 57,857 (36,39) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Andritz mit 162.811 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 13,53 Millionen Euro entspricht.
(APA)

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