(Disagio) Das Abgeld gibt den Unterschied zwischen dem Emissionspreis und dem höheren Nennwert bzw. Rückzahlungspreis einer Anleihe an (Emissionsdisagio). Eine Emission von Aktien mit Disagio ist nicht zulässig, bei festverzinslichen Wertpapieren ist diese Art der Emission dagegen üblich. Gegenteil: Aufgeld, Agio.
(Hedge Ratio) Das Absicherungsverhältnis gibt an, wie viele Optionen relativ im Verhältnis zur Anzahl der Basiswerte benötigt werden, um sich gegen Preisveränderungen im Basiswert abzusichern.
(Settlement) Durchführung der geld- und stückmäßigen Erfüllung von Geschäften.
(Settlementpreis) Jener Preis, zu dem Geschäfte tatsächlich erfüllt werden. Er wird bei Termingeschäften am letzten Handelstag festgelegt.
Unternehmensmeldungen, die den Preis eines Finanzinstruments an geregelten Märkten beeinflussen können. Diese Unternehmensmeldungen werden von Aktiengesellschaften im Rahmen von Ad-hoc-Meldungen gemäß § 48d des Börsegesetzes (BörseG) in Verbindung mit § 82 (7) und (8) BörseG publiziert. Die Emittenten von Finanzinstrumenten haben Insider-Informationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzüglich der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Eine Insider-Information ist eine öffentlich nicht bekannte Information, die, wenn sie öffentlich bekannt würde, geeignet wäre, den Preis dieser Finanzinstrumente erheblich zu beeinflussen. Für den Inhalt der Meldungen ist das jeweilige Unternehmen verantwortlich. Ad-hoc-Meldungen sollen eine gleichmäßige Informationsversorgung aller Marktteilnehmer gewährleisten.
(Austrian Depository Certificate) Zertifikate, bei denen der Inhaber des Zertifikats als Aktionär der zugrunde liegenden, durch das Zertifikat vertretenen Aktien gilt.
Geschäftsänderungen wie z. B.: Stornierungen, Kontenumbuchungen oder sonstige manuelle geschäftsbezogene Eingaben
American Depository Receipt.
Abkürzung für Aktiengesellschaft.
Aufgeld.
(accumulate) Analysteneinschätzung für eine Aktie, die besagt, dass sie sich in den nächsten Monaten besser als der vergleichbare (Branchen-)Index entwickeln wird.
Ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert (Beteiligungspapier). Der Aktienkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse.
Jene Investmentfonds, die in Aktien investieren, wobei es sich um Aktien eines bestimmten Landes, einer festgelegten Region, weltweit oder einer Branche handeln kann.
Plattform zur Förderung der Eigenkapitalfinanzierung in Österreich sowie der Optimierung des heimischen Aktienmarktes und dessen Rahmenbedingungen. Durch den permanenten Dialog zwischen allen Entscheidungsträgern des Kapitalmarktes sowie durch eine aktive PR- und Informationsarbeit leistet das Aktienforum einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des österreichischen Kapitalmarktes (www.aktienforum.org).
(AG) Gesellschaftsform, bei der die Gesellschafter (die Aktionäre) an dem in Aktien aufgeteilten Grundkapital beteiligt sind und über die Einzahlung dieses Grundkapitals hinaus nicht haften.
Index.
(Basket) Eine beliebige Zusammenstellung von Aktien, die z. B. auf einem Aktienindex (Index) basiert.
Preis von an geregelten Märkten gehandelten Aktien. Der Kurs spiegelt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zum Zeitpunkt der Kursbildung wider. Zu den kursbeeinflussenden Faktoren werden u. a. die wirtschaftlichen Erwartungen, die in das betreffende Unternehmen gesetzt werden, aber auch volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen (v. a. Zinsen) gezählt.
Eine Option, deren Basiswert eine Aktie ist.
Teilung des Grundkapitals in kleinere Einheiten, wobei das Grundkapital und der Gesamtwert der Aktien unverändert bleiben. Zum Beispiel: Eine Aktie ist am Grundkapital mit 10 EUR beteiligt. Durch eine Teilung auf 10 Aktien, von denen jede mit nur noch 1 EUR am Grundkapital beteiligt ist, wird die Aktie optisch „leichter“. Die Aktie kostet nach dem Split nur noch 1/10 ihres Preises vor dem Split. Da die Aktien im Zuge des Splits aber verzehnfacht wurden, bleiben sowohl das Grundkapital als auch der Gesamtwert der Aktien gleich.
Eigentümer von Aktien, dem Vermögens- und Mitspracherechte an einer Aktiengesellschaft zustehen.
Mitteilung des Vorstandes einer Aktiengesellschaft, in der die Aktionäre im Laufe des Geschäftsjahres, meist halb- oder vierteljährlich, über den Geschäftsgang des Unternehmens informiert werden.
Aktiva umfassen alle Vermögenswerte eines Unternehmens und werden in der Bilanz den Verpflichtungen, den Passiva gegenübergestellt. Ihre Zusammensetzung gibt darüber Auskunft, in welche Werte das Unternehmenskapital investiert worden ist.
Beim aktiven Fondsmanagement versucht der Fondsmanager durch gezielte Einzeltitelauswahl (Stockpicking) überdurchschnittliche Erträge (Outperformance) zu erwirtschaften. Seine Messlatte (Benchmark) ist in der Regel ein Index, wie z. B. der ATX prime. Gegenteil: Passives Fondsmanagement.
Ein Faktor, der die Über- oder Unterbewertung einer Aktie ausdrückt. Ein positiver Alpha-Faktor für eine Aktie bedeutet, dass sie unterbewertet ist, ein negativer Alpha-Faktor, dass sie überbewertet ist.
(at the money, ATM) Sowohl Calls als auch Puts liegen am Geld, wenn der Ausübungspreis und der Preis des Basiswertes gleich sind.
(ADR) Von amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine für ausländische Aktien. ADRs verbriefen das Eigentum an Aktien inkl. den verbundenen Rechten, wie z. B. das Recht auf Dividende. ADRs werden stellvertretend für die Original-Aktie gehandelt.
Optionen amerikanischen Stils können jederzeit während der gesamten Laufzeit ausgeübt werden. Gegenteil: Europäische Option.
Jene börserechtliche Zulassungsform an der Wiener Börse mit den strengsten Zulassungsvoraussetzungen und Publizitätsvorschriften.
(Invoice Amount) Abrechnungsbetrag, der bei Lieferung einer bestimmten Anleihe am Liefertag zu bezahlen ist
(Open) Erster Preis des Handelstages, der für ein fortlaufend gehandeltes Wertpapier gebildet wurde. Gegenteil: Schlusskurs (Close).
Forderungs(wert)papier mit genau festgelegten Bedingungen hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen, mit dem die Großschuldner längerfristige Darlehen aufnehmen. Großschuldner sind in der Regel die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden), Unternehmen und Banken.
(Anleihe-Konditionen, Anleihe-Bedingungen) Die im Prospekt einer Anleihe abgedruckten wesentlichen Daten über die betreffende Anleihe.
Recht der Aktionäre, in der Hauptversammlung selbst Anträge zu stellen.
Geschäft, das Preisunterschiede für dasselbe Produkt an verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung ausnützt. Zum Beispiel: Unterschiede zwischen gleichwertigen Positionen am Kassamarkt und Terminmarkt oder auch Preisunterschiede einer Aktie an verschiedenen Marktplätzen (Börsen oder MTF).
(Brief) Preis, zu dem ein Angebot besteht. Gegenteil: Bid.
(Vermögensstrukturierung) Beschäftigt sich mit der Fragestellung, mit welchen prozentualen Anteilen unterschiedliche Anlageobjekte (Assets) in einem optimal strukturierten Vermögen bzw. Portfolio vertreten sein sollen.
siehe: Fondsvolumen
siehe: Zuteilung
siehe: am Geld
Abkürzung für at-the-money, am Geld
(Austrian Traded Index) Ein von der Wiener Börse entwickelter und real-time berechneter Preisindex, der das Blue Chip-Segment des österreichischen Aktienmarktes abdeckt und die rund 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse enthält. Die Aktien werden nach ihrer Bewertung (Preis der einzelnen Aktien multipliziert mit der jeweiligen Stückanzahl der Aktien) gewichtet, weshalb Werte mit einer hohen Kapitalisierung einen stärkeren Einfluss auf den ATX haben. Der ATX ist Basiswert für an der Wiener Börse gehandelte und in Euro abgerechnete Futures und Optionen. Der Startwert für die Berechnung des ATX wurde am 2. Jänner 1991 mit 1.000 Punkten festgesetzt.
Der ATX five ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex, der aus den fünf höchstgewichteten Aktien des ATX besteht. Die Berechnung des ATX five orientiert sich am ATX und erfolgt real-time. Es werden daher dieselben Repräsentationsfaktoren und dieselben Streubesitz-Faktoren wie für den ATX verwendet. Die Gewichtung der einzelnen Aktien erfolgt analog zu jener im ATX, wobei die Gewichtung einer einzelnen Aktie im ATX five nicht begrenzt ist. Der ATX five wurde erstmals am 2. Jänner 2004 mit einem Startwert von 1.000 Punkten berechnet.
Der ATX prime setzt sich aus sämtlichen Titeln des Segments prime market zusammen. In das Segment prime market werden Aktienwerte einbezogen, die zum Amtlichen Handel oder zum Geregelten Freiverkehr zugelassen sind und speziellen Zusatzanforderungen, wie erhöhte Transparenzkritieren und Mindestkapitalisierung, entsprechen. Der ATX prime wird seit dem 2. Jänner 2002 berechnet und dient vor allem als Benchmark für institutionelle Anleger.
(Agio, Aufschlag) Das Aufgeld bei Wertpapieren bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Preis, insbesondere einem höheren Emissionspreis. Meist wird das Aufgeld als %-Wert des Nennwertes ausgedrückt. Das Aufgeld bei Optionsscheinen wird im Zusammenhang mit der Bewertung derselben verwendet. Hier ist das Agio die Kennzahl, die aussagt, um wie viel teurer der Erwerb des Basiswertes durch Kauf des Optionsrechts mit sofortiger Ausübung desselben gegenüber dem direkten Erwerb des Basisobjektes ist. Gegenteil: Abgeld, Disagio.
Aufgeld, Agio.
Bei Aktiengesellschaften das Gesellschaftsorgan, das den Vorstand bestellt, abberuft und überwacht. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt und vertritt die Interessen der Eigentümer (Aktionäre).
(Order) Willensbekundung eines Marktteilnehmers, Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen. Eine Order kann neben der Angabe des gewünschten Basiswertes und der gewünschten Menge auch noch zusätzlich nach bestimmten Kriterien spezifiziert werden: Zusammensetzung des Auftrages (einfach/kombiniert), Behandlung im Auftragsbuch (Zeitraum und Art der Gültigkeit) und diverse Ausführungsbeschränkungen.
(Orderbuch) Im zentralen Auftragsbuch einer Börse werden alle Aufträge gespeichert, auf ihre Durchführbarkeit überprüft und schließlich ausgeführt. Im Orderbuch ist daher jederzeit die aktuelle Auftragslage ersichtlich.
(out of the money, OTM) Ein Call ist aus dem Geld, wenn der Preis des Basiswertes unter dem Ausübungspreis des Calls liegt. Ein Put ist aus dem Geld, wenn der Preis des Basiswertes über dem Ausübungspreis des Puts liegt.
Ausführungsbeschränkungen spezifizieren, wie der Auftrag ausgeführt werden soll. An den von der Wiener Börse betriebenen Märkten können die Beschränkungen Fill-or-Kill und Immediate-or-Cancel verwendet werden.
Emissionspreis.
Recht der Aktionäre, in der Hauptversammlung Fragen, die die Gesellschaft und das Geschäftsergebnis betreffen, an den Vorstand zu richten.
Bei ausschüttenden Wertpapieren werden die Erträge bis zum Auszahlungstag angesammelt und danach (üblicherweise einmal pro Jahr) ausgeschüttet. Am Tag der Ausschüttung vermindert sich der Wert des zugrunde liegenden Wertpapiers um den Ausschüttungsbetrag.
Die Auszahlung von Dividenden, Bonifikationen, Liquidationserlösen, etc. an den Anteilseigner. Jener Teil des Gewinnes, der bei Beteiligungspapieren bzw. Investmentzertifikaten an die Inhaber der Wertpapiere ausbezahlt wird.
siehe: Schreiben
Untersegment des Terminmarktes der Wiener Börse. In diesem Segment sind alle Optionen und Finanzterminkontrakte, die auf österreichische Aktien bzw. Indizes (Index) lauten, zusammengefasst. Der Handel dieser Produkte findet fortlaufend über das 2010 eingeführte Handelssystem Eurex® statt.
Erklärung eines Inhabers einer Option, dass er den Basiswert gemäß den vereinbarten Bedingungen zu kaufen (bei Calls) bzw. zu verkaufen (bei Puts) wünscht.
Zeitraum, währenddessen Ausübungen im Clearingsystem (Clearing) vorgenommen werden können.
(Strike price, Exercise price, Basispreis) Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft bzw. verkauft werden kann.
(OTC-Markt = Over-the-Counter-Market) Geschäfte, die außerhalb der Börse zwischen den Handelsteilnehmern direkt abgeschlossen werden.
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