BUKAREST/WIEN (p. m.). Die italienische Stadt Pavia kämpft mit einer kleinen „Invasion“ von Roma aus Rumänien – und könnte sich eine große einhandeln. Die Stadtväter haben nämlich, wie die rumänische Online-Nachrichtenagentur HotNews.ro berichtet, jedem der rund 120 Menschen tausend Euro angeboten, wenn sie heimkehren. Spricht sich das in Rumänien herum, kann sich Pavia auf „Nachwuchs“ gefasst machen.
Ursprünglich wurden die 120 Roma – etwa die Hälfte davon Kinder – in leer stehenden Wohnungen auf einem aufgelassenen Werksgelände der Chemie- und Finanzgruppe Snia am Stadtrand von Pavia einquartiert. Vor kurzem wurde das Lager laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa mit Steinen beworfen. Da sich die Proteste von Anrainern häuften, beschloss die Stadtverwaltung die „Prämie“, um die unerwünschten Siedler los zu werden. Etwa 80 Roma hätten das Geld genommen und seien zum Flughafen begleitet worden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2007)
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