Moskau (AP). Russland hat sich nun das Transport-Monopol für kaspisches Erdgas gesichert: Präsident Wladimir Putin und seine Amtskollegen aus Kasachstan und Turkmenistan unterzeichneten am Donnerstag in Moskau einen Vertrag über den Bau einer gemeinsamen Gas-Pipeline. Damit zerstoben Hoffnungen der USA und EU, mit den Anrainern des Kaspischen Meers einen alternativen Transportweg für Erdgas etablieren zu können.
Faktisch bedeutet das, dass kein kaspisches Erdgas die Region verlässt, ohne über russisches Gebiet transportiert zu werden. Betroffen davon ist auch die federführend von der OMV betriebene Nabucco-Pipeline. Diese soll Gas aus der kaspischen Region über die Türkei und den Balkan nach Mitteleuropa transportieren. Aus politischen Gründen ist der Iran bereits als Lieferant ausgefallen. Nun ruhen die Hoffnungen auf Aserbaidschan – ein entsprechendes Memorandum wurde heuer im September unterzeichnet.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2007)
Einst und heute Ankerbrot: Seit 1891 Brot für Wien
QUIZ Testen Sie ihr Wissen über die Wirtschaft
Top 10 Die meistverkauften Autos der Welt
Kreativ Die verrückte Welt der Werbung
Bis 2015 Die aussichtsreichsten Aktien