Prag (Bloomberg). Tschechiens größter Anbieter von Koks und Kohle für die Stahlindustrie, die New World Resources BV (NWR), ist mit großem Erfolg in Prag, London und Warschau an die Börse gegangen. 1,42 Mrd. Euro hat der Konzern beim Börsegang einspielen können.
Überraschender war aber, dass der Zustrom der Aktionäre auch am Tag danach nicht abgerissen ist. An der Prager Börse sind die NWR-Papiere gleich um 9,9 Prozent nach oben gesprungen.
„Es ist ein Spiel mit den Kohle-Preisen“, urteilt Ian Henderson, Fonds-Manager bei JP Morgan. Im vergangenen Jahr sind die Preise für Koks und Kohle um 200 Prozent gestiegen. Grund dafür war einerseits die gestiegene Nachfrage nach Stahl in Europa, andererseits die klimabedingten Lieferausfälle aus Australien und Indonesien. Henderson glaubt nicht daran, dass NWR selbst so großes Interesse hervorrufen könnte. „In Zukunft kann die Firma möglicherweise expandieren, bislang ist sie aber lediglich eine tschechische Kohlen-Mine. Da finde ich andere mit besseren Wachstumsaussichten“, sagte der Manager. 2007 verdoppelte NWR den Gewinn auf 196 Mio. Euro.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.05.2008)

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