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Gazprom: Opec hat keine Kontrolle über Ölpreis

27.06.2008 | 11:03 |   (DiePresse.com)

Während der Einfluss von OPEC dramatisch schwindet, erreichen Energiepreise bald ein "völlig neues Niveau", sagt Gazprom-Chef Miller. Seinen Konzern sieht er bald unter den mächtigsten der Welt.

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat nach Meinung von Gazprom-Chef Alexej Miller ihren Einfluss auf den Ölpreis verloren. Die Preis für Öl und Gas würden auf ein "völlig neues Niveau" steigen, sagte der Chef des weltgrößten Gaskonzerns der Zeitung "Financial Times" (Freitagsausgabe).

"In der letzten Zeit wurde keine einzige Entscheidung (bei der OPEC) getroffen, die den weltweiten Ölmarkt wirklich beeinflusst hätte."

Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals über die 140-Dollar-Marke gestiegen, am Freitag kletterte das Fass zeitweise auf über 141 Dollar. Miller hatte bereits Preise von 250 Dollar pro Barrel(159 Liter) für das nächste Jahr vorausgesagt.

Gazprom: "Nummer eins im Energiesektor"


Miller sagte, dass Gazprom in den kommenden Jahren, nicht nur eines der größten Unternehmen der Welt, sondern auch das einflussreichste im Energiesektor sein werde. Ziel sei eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar (634 Mrd. Euro).

Ausländische Unternehmen sollten in Russland nur an der Seite von staatlich kontrollierten Firmen wie Gazprom investieren, betonte Miller. Als strategisch interessantes Geschäftsfeld nannte er Nordamerika.

Gas-Tankstellen für Westeuropa


Als Alternative zu den hohen Benzinkosten will der russische Energiegigant in Europa ein umfassendes Netz mit Gas-Tankstellen voranbringen. Für die nächsten zehn Jahre sei keine bessere Alternative zum Rohöl in Sicht als Gas.

Zu Beginn der der Hauptversammlung am Freitag in Moskau sagte Miller: "Wir schlagen unseren europäischen Partnern ein Projekt über die Schaffung eines dichten Netzes mit Gas-Tankstellen unter Beteiligung von Gazprom vor. Versuche, die traditionellen Motortreibstoffe durch biologische zu ersetzen, haben nur zur Gefahr einer globalen Lebensmittelkrise geführt."

Bei der Versammlung des russischen Gasmonopolisten erhöhte Miller die Prognose für den diesjährigen Förderumfang auf 563 Mrd. Kubikmeter. Das sei im Vergleich zu 2007 ein Anstieg von 14,4 Prozent.

(Ag./Red.)


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1 Kommentar
 
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Von Gast: Pour le merite am 28.06.2008 um 18:28

Gazprom kauft sich in den amerikanischen Markt ein

Wer hätte das vor einigen Jahren noch prophezeit?

Endlich wird der US....ischen Kontrolle und damit zusammenhängend der OPEC am Energiemarkt paroli geboten.

 
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