04.07.2009 22:55 | Meine Presse Merkliste0

Gazprom: Opec hat keine Kontrolle über Ölpreis

27.06.2008 | 11:03 |   (DiePresse.com)

Während der Einfluss von OPEC dramatisch schwindet, erreichen Energiepreise bald ein "völlig neues Niveau", sagt Gazprom-Chef Miller. Seinen Konzern sieht er bald unter den mächtigsten der Welt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat nach Meinung von Gazprom-Chef Alexej Miller ihren Einfluss auf den Ölpreis verloren. Die Preis für Öl und Gas würden auf ein "völlig neues Niveau" steigen, sagte der Chef des weltgrößten Gaskonzerns der Zeitung "Financial Times" (Freitagsausgabe).

"In der letzten Zeit wurde keine einzige Entscheidung (bei der OPEC) getroffen, die den weltweiten Ölmarkt wirklich beeinflusst hätte."

Am Donnerstag war der Ölpreis erstmals über die 140-Dollar-Marke gestiegen, am Freitag kletterte das Fass zeitweise auf über 141 Dollar. Miller hatte bereits Preise von 250 Dollar pro Barrel(159 Liter) für das nächste Jahr vorausgesagt.

Gazprom: "Nummer eins im Energiesektor"


Miller sagte, dass Gazprom in den kommenden Jahren, nicht nur eines der größten Unternehmen der Welt, sondern auch das einflussreichste im Energiesektor sein werde. Ziel sei eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar (634 Mrd. Euro).

Ausländische Unternehmen sollten in Russland nur an der Seite von staatlich kontrollierten Firmen wie Gazprom investieren, betonte Miller. Als strategisch interessantes Geschäftsfeld nannte er Nordamerika.

Gas-Tankstellen für Westeuropa


Als Alternative zu den hohen Benzinkosten will der russische Energiegigant in Europa ein umfassendes Netz mit Gas-Tankstellen voranbringen. Für die nächsten zehn Jahre sei keine bessere Alternative zum Rohöl in Sicht als Gas.

Zu Beginn der der Hauptversammlung am Freitag in Moskau sagte Miller: "Wir schlagen unseren europäischen Partnern ein Projekt über die Schaffung eines dichten Netzes mit Gas-Tankstellen unter Beteiligung von Gazprom vor. Versuche, die traditionellen Motortreibstoffe durch biologische zu ersetzen, haben nur zur Gefahr einer globalen Lebensmittelkrise geführt."

Bei der Versammlung des russischen Gasmonopolisten erhöhte Miller die Prognose für den diesjährigen Förderumfang auf 563 Mrd. Kubikmeter. Das sei im Vergleich zu 2007 ein Anstieg von 14,4 Prozent.

(Ag./Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

1 Kommentare
Gast: Pour le merite
28.06.2008 18:28

Gazprom kauft sich in den amerikanischen Markt ein

Wer hätte das vor einigen Jahren noch prophezeit?

Endlich wird der US....ischen Kontrolle und damit zusammenhängend der OPEC am Energiemarkt paroli geboten.

Schlagzeilen Wirtschaft

  • Flughafen Wien: Die vorprogrammierte Schlammschlacht
    Das Finanzdebakel am Flughafen Wien ist noch lange nicht aufgeklärt. Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass in den rot-schwarz dominierten Führungsgremien kein Stein auf dem anderen bleiben wird.
    Österreichische Schrottautos für Afrika
    Jedes Jahr werden 180.000 gebrauchte Autos mehr oder weniger legal aus Österreich vor allem nach Afrika exportiert. Doch jetzt droht der Markt wegen der Verschrottungsprämie einzubrechen.
    Quelle-Katalog: Bibel der Kleinbürger droht das Ende
    Der Versandhändler Quelle braucht staatliches Geld, um doch noch einen Katalog zu drucken. Seit Jahren spekuliert man über das Ablaufdatum der dicken Universal-Kataloge.
  • Fall Madoff: Neue Spuren führen nach Wien
    Im „Fall Madoff“ gibt es schwere Vorwürfe gegen Sonja Kohn, Gründerin der Wiener Bank Medici. Dabei geht es um umstrittene Geldflüsse von rund 40 Mio. Dollar (28,4 Mio. Euro).
    Traden mit dem Momentum
    Wie man Trendwendenmithilfe von technischen Indikatoren rechtzeitig erkennt. Unter den zahlreichen Momentum-Varianten hat sich der sogenannte „Williams %R Momentum“-Indikator bewährt.
    Ohne Job: Generation Krise
    Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.
  • Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"
    Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.
    Pflege: 22 Prozent mehr offene Stellen als 2008
    Während am allgemeinen Arbeitsmarkt um 38,2 Prozent weniger Menschen eine Beschäftigung haben, fehlen im Pflegebereich Arbeitskräfte.
    AUA: Streik liegt in der Luft
    Wegen des geplanten Stellenabbaus bei der AUA-Tochter könnte es zu Streiks kommen. Betriebsrat Junghans meint aber, dass man gegen die Kündigungen nicht viel tun könne. Sie sollen nur "sozial verträglich" sein.
  • SPÖ: An der Peripherie der Macht
    Jetzt hat es die SPÖ quasi amtlich: Die Partei hat massiv an Macht und Einfluss in der Wirtschaft eingebüßt. In einem Ranking der hundert einflussreichsten Österreicher findet sich nur eine Handvoll SPÖler.
    Skylink: Rechnungshof macht Druck
    Die Oppositionsparteien fordern eine Untersuchung des Finanzdebakels. Derzeit kann der RH ein Unternehmen nur prüfen, wenn die öffentliche Hand mindestens 50 Prozent der Anteile hält.
    Kroatien/Slowenien: Polemisch um Gäste buhlen
    Slowenien macht Kroatien die Urlauber aus Serbien abspenstig – mit einer Kampagne voller Spott und Ressentiments.