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OMV, Gazprom und Wiener Börse bauen Gas-Plattform

05.11.2008 | 16:56 |  (DiePresse.com)

Der russische Erdgasriese hält künftig 50 Prozent an der Gas-Börse. OMV soll 30 und Wiener Börse 20 Prozent an der Plattform halten. Die drei Unternehmen haben sich auf die Errichtung des Gas Hub im niederösterreichischen Baumgarten geeinigt.

Die OMV macht Ernst mit der geplanten Gas-Börse. Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern hat sich mit der russischen Gazprom und der Wiener Börse auf die Errichtung einer Gas-Börse geeinigt. OMV Gas & Power GmbH und Gazprom Germania GmbH sollen an der Gas-Hub-Plattform CEGH je 30 Prozent halten, die Wiener Börse AG und Centrex Europe Energy & Gas AG jeweils 20 Prozent. Die Transaktion soll 2009 abgeschlossen sein, erklärte die OMV am Mittwochnachmittag. Auch Centrex gehört zu Gazprom.

Kassamarkt und Terminmarkt

Laut Grundsatz-Vereinbarung soll der Central European Gas Hub (CEGH) in Baumgarten an der niederösterreichisch-slowakischen Grenze zu einer führenden mitteleuropäischen Hub-Plattform weiterentwickelt und eine mitteleuropäische Gasbörse für den Handel von Gasprodukten auf einem Kassamarkt und einem Terminmarkt errichtet werden.

Die Transaktion sei noch abhängig von behördlichen Genehmigungen - vor allem den Vorschriften des österreichischen Börsegesetzes und der europäischen Fusionskontrolle, also der EU-Kommission.

Drittel des Gases über Baumgarten

CEGH ist eine (neben der physischen Gasdrehscheibe Baumgarten bestehende) Gas-Hub-Plattform, die derzeit zu 100 Prozent von der OMV gehalten wird und kürzlich in eine AG umgewandelt worden ist. Über den Knoten wird rund ein Drittel der russischen Gasexporte nach Westeuropa abgewickelt. 2007 erreichte der CEGH ein Handelsvolumen von 17,7 Mrd. m3, doppelt so viel wie 2006. Damit zählt der Hub zu den drei größten in Kontinentaleuropa.

Verdopelung der Menge bis 2010

Im Jänner hatte Gazprom mit der OMV zu der bisher ihr allein gehörenden Gas-Handelsplattform eine 50-prozentige Beteiligung vereinbart. Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew und OMV-General Wolfgang Ruttenstorfer unterzeichneten damals einen entsprechenden Vertrag. Zudem bekannte man sich zu einem gemeinsamen Ausbau. 2010 sollten bis zu 3 Mrd. Kubikmeter im Monat gehandelt werden, etwa das Doppelte der aktuellen Menge, hatte es Anfang 2008 geheißen.

 


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