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Betrugsskandal: Heimische Fonds hatten 85 Mio. Euro bei Madoff

17.12.2008 | 18:57 |   (Die Presse)

Die US-Börsenaufsicht SEC gibt zu, Hinweisen nicht nachgegangen zu sein.

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Wien (APA/Reuters/DPA). Laut Finanzmarktaufsicht (FMA) haben heimische Investmentfonds 85 Mio. Euro in Finanzprodukte angelegt, die von dem Betrugsskandal rund um den ehemaligen Nasdaq-Chef Bernard Madoff betroffen sind. Die FMA bestätigt auch die Zahlen der OeNB, wonach heimische Privatanleger 350 Mio. Euro in „Madoff-Fonds“ angelegt haben. Insgesamt dürften österreichische Anleger also mit 435 Mio. Euro von dem mutmaßlichen Betrug betroffen sein.

Wie berichtet, hatte der bislang als Börsenstar gefeierte Madoff am vergangenen Freitag zugegeben, das Geld seiner Kunden nicht angelegt, sondern ähnlich einem Pyramidenspiel immer weiter verteilt zu haben. Aufgrund der Finanzkrise ist sein Konstrukt nun zusammengebrochen. Weltweit dürfte er einen Schaden von 50 Mrd. Dollar (34,8 Mrd. Euro) verursacht haben.

 

SEC-Verbindung zu Madoff

Drei heimische Fonds dürften mehr als zehn Prozent in Madoff-Produkte investiert sein. Dabei soll es sich um einen Fonds der Bank-Austria-Tochter Pioneer, einen der Constantia-Tochter CPB-KAG und einen der Gutmann Kapitalanlage AG handeln. Andere Fonds sollen zwischen 0,3 und fünf Prozent in „Madoff-Fonds“ investiert sein.

Der 70-jährige Madoff sucht indessen nach Bürgen, um der U-Haft zu entgehen. Er ist für eine Kaution von zehn Mio. Dollar auf freiem Fuß, ohne Bürgen droht ihm jedoch eine erneute Verhaftung. Im Falle einer Verurteilung könnte er bis zu 20 Jahre ins Gefängnis wandern. Doch auch die US-Börsenaufsicht SEC gibt inzwischen Fehler zu. Sie ist mehreren Hinweisen seit dem Jahr 1999 nicht nachgegangen. Außerdem gab es familiäre Kontakte zwischen SEC und Madoff. So heiratete seine bei ihm angestellte Nichte im Vorjahr einen ranghohen Ex-SEC-Beamten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2008)

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2 Kommentare
Gast: Beobachter
21.12.2008 04:25
0 0

Ergaenzende Informationen

Die ja hauptsaechlich im Palm Beach Country Club (googeln!) rekrutiert wurden. Die illusteren Opfer: Carl Shapiro, Jeffrey Katzenberg and Steven Spielberg, Elie Wiesel, Mortimer Zuckerman, Eliot Spitzer, etc.
Ja, Gier macht blind, 1-2% PRO MONAT und nie geht es bergab, das geht eben nicht, ausser man glaubt an Dinge wie "Die Pensionen sind sicher", oder ein "Erstklassiges Staatliches Gesundheitswesen".
Ich darf es hier ja wegen der Zensur nicht sagen, so lasse ich die LA Times sprechen: http://tinyurl.com/latimesartikel
oder besser gleich seine "Freunde" http://tinyurl.com/weristmadoff
oder die Briten: http://tinyurl.com/thetimesmadoff
UND SIE WUSSTEN ES UND TATEN ES TROTZDEM: http://tinyurl.com/barronsmadoff
Spitzer war uebrigens zu jener Zeit der New Yorker Staatsanwalt....
und sie kommen drauf: http://tinyurl.com/esgibtdiehoelle
Es gibt eben doch noch ein bisschen Gerechtigkeit. Frohe Weihnachten!!! Ich kann mir 2008 den Champagner noch leisten.

www.amtshaftung.at .... Anlegerverein will FMA verklagen

Der "Verein für Finanzmarktausgleich" wird 2008 gegründet und tritt als unabhängiger Verein für mehr Fairness, Sicherheit und Korrektheit am Finanzmarkt ein.

Unser wesentliches Anliegen ist es einerseits, Anleger gegen unlautere oder unpassende Praktiken von Anbietern von Wertpapierdienstleistungen - große Kreditinstituten aber auch den "kleinen Nachbarn", die nebenberuflich für "die Versicherung" oder "den Strukturvertrieb" arbeiten, zu schützen. Zu oft bieten uns diese Anbieter Produkte an, die wir nicht verstehen, und deren Risiko oft nicht einmal der Anbieter richtig versteht.