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Bankenhilfe Ost: Österreich kämpft um Hoffnungsmarkt

10.02.2009 | 18:50 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Österreich versucht verzweifelt, Mitstreiter für ein Osteuropa-Bankenhilfspaket zu gewinnen. Das starke Ost-Engagement ist zur Gefahr für österreichische Banken geworden.

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Wien.Wenn Finanzminister Josef Pröll heute zu seiner „Werbetour“ für ein „Bankenhilfspaket Ost“ aufbricht, fliegt er ins Auge des östlichen Finanztaifuns: Die Ukraine wandelt am Rand des Staatsbankrotts, in Rumänien drohen Kreditknappheit und Schuldenlast nicht nur Unternehmen, sondern auch immer mehr Private zu erdrücken. Und auch in Kroatien und Bulgarien ist der Finanzkreislauf ordentlich ins Stocken geraten.

In allen vier Ländern will Pröll um Unterstützung für das von Österreich forcierte Hilfspaket Ost werben. Eine Unterstützung, die die potenziellen Mitgeldgeber in Westeuropa derzeit noch kategorisch versagen.

Denn die Finanzkrise Ost ist ein zutiefst österreichisches Problem: Die heimischen Banken sind im Aufschwung Großmächte in der Region geworden. Und sie sind jetzt Hauptbetroffene der Krise. Insgesamt 230Milliarden Euro haben Raiffeisen, Erste & Co. in der Region an Krediten „draußen“. Damit man sich darunter etwas vorstellen kann: Müssten die österreichischen Steuerzahler für diese Summe geradestehen, müsste jeder der acht Millionen Alpenrepublikaner je 28.750 Euro ablegen.

Experten gehen davon aus, dass im „Worst Case“ durchaus fünf bis zehn Prozent dieser Darlehen ausfallen könnten. Das wären dann bis zu 23 Milliarden Euro. Eine Summe, die die österreichischen Banken allein nicht tragen könnten.

Die Brennpunkte aus österreichischer Sicht:

Kroatien: Hier sind relativ hohe Kreditvolumina gefährdet. Betroffen sind praktisch alle großen österreichischen Institute, am meisten die Kärntner Hypo Alpe Adria, deren drohender 500-Millionen-Euro-Verlust 2008 wohl zum Großteil dort entstanden ist.

Rumänien: Dort sind österreichische Banken mit 34 Milliarden Euro engagiert. Am stärksten wohl die „Erste“, die dort eine große Tochterbank betreibt. In Rumänien ist die Verschuldung der privaten Haushalte sehr hoch. Ein Drittel der Haushalte zahlt mehr als ein Drittel des Haushaltseinkommens für Kreditraten. Gut die Hälfte der Schulden wurde in Fremdwährung aufgenommen. Durch die starke Abwertung der Landeswährung sind diese Schulden nun auf einen Schlag um fast 20 Prozent gestiegen. Was für die Schuldner zum ernsten Problem wird.

Ukraine: Dort droht, wie gesagt, der Staatsbankrott. Österreichische Banken sind mit zehn Milliarden Euro engagiert, am stärksten Raiffeisen International mit fünf bis sechs Milliarden. Zwar droht selbst bei einem Staatsbankrott kein Totalausfall. Aber einfach wegstecken können solche Milliardensummen auch große österreichische Institute nicht.

Der Plan, für den Pröll nun wirbt: Die osteuropäischen Länder sollen mithilfe einer Finanzspritze aus Westeuropa durch die Krise getragen werden. Kann der Zusammenbruch vermieden werden, dann gibt es hier nachher wieder überdurchschnittliches Wachstumspotenzial.

Die Kosten kann Österreich aber nicht allein tragen: Vorsichtige Schätzungen gehen von mindestens 150 Milliarden Euro Finanzbedarf für die Region aus. Die UniCredit, die bei Weitem größte Westbank in Osteuropa, spricht aber von „mindestens 400 Milliarden Euro“.

Der Ruf nach einem Hilfspaket für die Region kommt nicht nur aus Österreich: Raiffeisen-International-Chef Stepic hat auch Banken aus Schweden, Belgien, Frankreich und Italien zu einer Lobbying-Gruppe zusammengetrommelt. Aber die Betroffenheit ist doch hierzulande am größten: Bezogen auf die Einwohnerzahl haben österreichische Institute ein zwölfmal so großes Kreditvolumen in Osteuropa draußen wie Deutschland. Und die Deutschen sind immerhin der zweitgrößte Gläubiger der Region.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2009)

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179 Kommentare
 
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enzo
18.02.2009 19:18
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Daher liebe Leute

Last euer erspartes auf der Bank liegen es ist wirklich sicher den ihr bürgt ja für euer eigenes Geld.
Nur ob ihr es im Fall des Falles dann wirklich beheben könnt ( Erinnerung an die Bawag,wo leider öfters das Computersystem ausgefallen ist )und welchen Gegenwert es haben wird kann euch keiner sagen.

Gast: Kleiner Angestellter
13.02.2009 14:02
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"There will be a complete collapse of the region,

taking Austria with it."

Sagt unser Heinz Kogler.

http://euobserver.com/19/27588

Interessant. Wer hat nun die größere Weitsicht ?


Gast: Captain Chaos
12.02.2009 22:01
0 0

WAHNSINN...

... wos der Pröll fia a Fettn hot! Nobel geht die Wöd z'grund!

Gast: Realityshow
12.02.2009 20:25
0 0

Der Staatsbankrott ist ausgerufen!

Alles nur mehr bla, bla, bla. Die Macht- und Gierkultur geht jetzt mit ein gewaltigen Knall zu Ende. Die Abwärtsspirale ist so weit fortgeschritten, dass es kein Zurück mehr gibt. Pröll ist nur ein kleiner systemhöriger Lügenausläufer. Jetzt wird nur noch an der Macht und an Bonis geklammert, durch Gelddrucken was das Zeug hält. Die perfekte Hyperinflation wird gerade wissentlich und absichtlich von der Politik betrieben. Das ist Verrat am Bürger, der diese Spielchen durch Steuern finanzieren muss. Besser ein schnelles Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Also: Konsumverzicht, alle Papierwerte (Versicherungen, Bausparer etc) in physische Edelmetalle verwandeln. Rette sich wer kann. Das wird uns bereits durch Protektionismus (z.B. USA, Italien) perfekt vorgegeben. Wie gesagt, die Abwärtsspirale ist nicht mehr aufzuhalten, good luck!!!

citoyen
12.02.2009 18:34
0 0

Schwer Fehler, Herr Pröll

Die CEE Reise des Finanzministers war ein schwerer Fehler. Jetzt ist auch dem Dümmsten klar, daß unsere Banken - vor allem Raiffeisen, zu denen der Baunerbündler den besten Draht hat - am Kippen sind. Er hätte Molterer schicken können, auch Schüssel - aber er hätte nie selbst fahren dürfen.

Das kommt davon, wenn man einen Weinviertler Bauernschädel in ein Amt beruft, das er nicht versteht und nicht ausfüllt. Wetten, daß ihn Onkel Pröll und Onkel Konrad dazu gedrängt haben.

Unsere Politik ist letztklassig und primitiv. Jetzt kann der dicke Konrad nur mehr nach Mariazell beten gehen. Wahrscheinlich wird er auch dazu die Medien einladen.

Antworten Gast: ASVG-Sklave
12.02.2009 19:52
0 0

Re: Schwer Fehler, Herr Pröll

Wie auch typisch für die roten Apparatschiks auf der anderen Seite: Aufgedunsten, ausgefressen, blahd und unsympathisch. Aber das Parteibuch stimmt. Und die Connection. Das sind die „Leistungsträger“. Helft uns! Das hat sich Österreich nicht verdient.

Antworten Antworten Gast: rumpelstilzchen
23.02.2009 22:37
0 0

Re: Re: Schwer Fehler, Herr Pröll

Das hat Österreich nicht verdient? Oh doch, hat es! Alle schrien einst nach der Wende und nun ist sie endgültig da und keiner wills gewesen sein!

Gast: Christian
12.02.2009 17:24
0 0

Die schwarzen Wirtschaftsmarionetten und die blauorangen Abcasher (siehe Graf) ruinieren dieses Land !



Antworten Gerald
12.02.2009 17:40
0 0

Re: Die schwarzen Wirtschaftsmarionetten und die blauorangen Abcasher (siehe Graf) ruinieren dieses Land !

Ist schon gut, linke Kopie. Rotgrün sind natürlich die Retter Österreichs...

Gast: Grindig, aber alt
12.02.2009 17:17
0 0

Handelsblatt

„Irgendwann ist Zahltag“, mahnt Österreichs neuer Finanzminister Josef Pröll. Für den obersten Kassenwart eines Staates eine denkbar undiplomatische Äußerung.
Na Hallo JOSCHI, Christian wird unrund, wenn weiter solche Meldungen kolportiert werden!

Gast: Brennstein
12.02.2009 16:30
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'keine Gefahr' meint der Peperl

Ich hatte schon immer den Verdacht, daß er ein Vollko...er ist.

Antworten Gast: rumpelstilzchen
23.02.2009 22:38
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Re: 'keine Gefahr' meint der Peperl

Irrtum! Er ist ein leerer Ko..er!

Gast: Zahlbürger
12.02.2009 15:41
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Österreich

ist eine demokratische Republik. Das Recht geht vom Volk aus. Ich denke so steht es in der Verfassung. Die Östereicher haben schwache Politikerinnen und Mitläufer, die nichts anderes wie Wiederholungsdauerlutscher sind, satt. Für 100erte Millionen an Auftragsstudien darf man sich Entscheidungen im Sinne der Gesamtrepublik erwarten . Nehmen Sie ihre Position ernst meine Damen und Herren!!! Das gilt übrigens für andere Staaten auch.
Im Vergleich zu uns steht Deutschland eine Stufe tiefer.

Gast: BitteNicht
12.02.2009 15:16
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Die Tour der Peinlichkeiten

Weiss Proell ueberhaupt, was er da tut?

lurch
12.02.2009 14:06
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Busek ?

Was ist eigentlich mit dem Osterweiterungs-Verherrlicher Busek geworden? Sonst hat er sich doch auch immer wegen jedem Lercherlsch.. aufgepudelt und seine so profunden Gedanken zum besten gegeben.


Antworten Gast: Presseleser
12.02.2009 14:45
0 0

Hier meldet sich Herr Busek zu Wort:


http://www.format.at/articles/0905/692/232171/gastkommentar-ueber-rolle-banken-osteuropa

Antworten Antworten Gast: Brennstein
12.02.2009 16:33
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Re: Hier meldet sich Herr Busek zu Wort:

Also wenn man die Busekschen Ergüsse liest: ....biiiiist Du.......

Gast: krawatte
12.02.2009 13:45
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Musterland und Schmuddelkinder

Mehr als interessant, daß Kroatien hier in einem Topf mit solch notorischen Bankrotteuren wie die anderen drei Länder zu finden ist. Wo doch das Land seit Jahren EU-reif sein soll und nur wegen dem Haager Gericht nicht zum Zug gekommen ist. Über langjährig gute Freunde nichts als Gutes, scheint die Devise. Liest man aber andere Quellen (http://www.washingtontimes.com/news/2009/feb/08/balkan-basket-case/?comment_page=2) samt Forum (!), wird klar weshalb sich Pröll die Mühe macht, Zagreb gleich als Erstes zu beehren.

Antworten Gast: Brennstein
12.02.2009 16:46
0 0

Re: Musterland und Schmuddelkinder

Jajaj der Peperl hat schon verstanden wem er nach dem Mund reden muß um weiter Witzekanzler spieleln zu können. Achja, Finanzminister darf er auch spielen....

ambrosius
12.02.2009 13:38
0 0

Österreichs Bauernminister ist peinlich

Der Pepi hätte im Landwirtschaftsministerium bleiben sollen, mit den Finanzen ist er hoffnungslos überfordert ...

Antworten Gast: Presseleser
12.02.2009 14:51
0 0

Der Peppi ...

... wird derzeit im "Handelsblatt" mit einer "undiplomatischen Äußerung" zitiert:

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/industriestaaten-verspielen-ihr-kapital;2150569

MfG

Gast: smilefile
12.02.2009 12:28
0 0

Raiffeisen Zensur,..!


Interessant! / ...

Gast: smilefile
12.02.2009 12:03
0 0

Raiffeisen Genossenschaft Bank

Raiffeisen ist doch eine Genossenschaftsbank,...

& damit haften ja auch die Genossen für die Ausstände der Bank,..

& damit sind die Teilhaber der Genossenschaftsanteile Mitverantwortliche der Bank Misere im Osten,...

& damit Schuldner der Schuldanteile der Raiffeisen Bank,......

& es wird Zeit den Genossenschaftsanteile als Kontobesitzer zurück zugeben,..

& bloss die Kreditschuldner werden diese nicht zurück geben können,..

& womit wir sehen, wer als Nächster für die Misere

gradstehen wird,....

Gerald
12.02.2009 11:36
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Arbeitet Ötsch jetzt als Berater für Pröll?

Ötsch: "Sprich mir nach Sepp: Unsere Banken sind sicher!"
Pröll: "Glaubst' des wirkt?"
Ötsch: "Vertrau mir. Dann hast a Ruh vor die lästigen Angsthasen, hab ich auch so gmacht."
Pröll: "Supa. Danke."
Ötsch: "Nix zu danken. Das Beraterhonorar ist übrigens sofort fällig. I bin dann nämlich die nächsten Monate auf Tauchst... äh Tauchurlaub."
Pröll: "Hob goar net gwusst, dass du Taucher bist. Da hast den Scheck. Einen Gfallen musst mir dafür aber noch machen. Geh bitte hinten raus, sonst hab ich gleich wieder die Presse am Hals und erzähl niemandem was von deinem Honorar."
Ötsch: "Kein Problem. Hast dir eh alles gemerkt?"
Pröll: "Unsere Banken sind sicher!"
Ötsch: "Perfekt! Alsdann, ciao."

Antworten lurch
12.02.2009 14:01
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Re: Arbeitet Ötsch jetzt als Berater für Pröll?

Dieser Beitrag ist wunderbar! Danke!

derpradler
12.02.2009 11:25
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Schon vergessen,

wie die heimischen Banker die Krise belächelt haben weil sie ja im Osten keine Gefahr sahen. Jeder Handelsschüler hat das besser gewußt. Und diesen Leuten
darf nach Faymann/Pröll ja nichts von ihren Astro-Gehältern genommen werden, weil Österreich sonst keine "Spitzenmanager" mehr findet.
Zum KOTZEN diese Falschheit.....
Freundschaft

 
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