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Bahn: Konflikt über Breitspurbahn

20.04.2009 | 18:29 |   (Die Presse)

Die russische Breitspurbahn nach Österreich lässt auf sich warten.

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Bratislava (tha). Geht es nach ukrainischen und russischen Eisenbahnvertretern, ist die Breitspurbahn aus Russland und der Ukraine über die Slowakei nach Österreich beschlossene Sache. Wer aber bei den Partnern in der Slowakei und Österreich nachfragt, wo die Bahn schließlich gebaut werden soll, erntet Skepsis.

Erst müsse einmal eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, erfuhr die „Presse“ seitens der ÖBB. Die müsse erst von einer Projektgesellschaft der vier Bahngesellschaften (Russland, Ukraine, Slowakei, Österreich) in Auftrag gegeben werden, die selbst erst in Gründung sei. Bis zum Herbst könnte man diese Projektgesellschaft gegründet haben, dann sei der Weg frei für eine Studie über Rentabilität und mögliche Trassenführungen. In der Slowakei hat man zumindest schon einmal vorläufige Berechnungen angestellt, wonach der Bahnbau rund vier Mrd. Euro kosten könnte.

 

Unverbindliche Zusagen

Auch das slowakische Verkehrsministerium betont, dass noch nichts beschlossen sei, es gebe nur ein „Memorandum of Understanding“ zwischen den vier Ländern, das den Charakter einer unverbindlichen Goodwill-Erklärung habe. Immerhin habe man in der Slowakei aber zumindest schon eine eigene Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, sagt Ministeriumssprecher Stanislav Jurikovic.

Die könnte schon im Juni fertig sein. Die slowakische Opposition verdammt das Projekt, nicht zuletzt wegen der Wirtschaftskrise. Derzeit ist nämlich das ostslowakische ?ierna nad Tisou in der Grenzregion der Umladebahnhof von russischer Breitspur auf westliche Spurbreite. Dort lebt man von dem Geschäft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2009)

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2 Kommentare
dihaus
29.04.2009 20:04
0 0

Ein Breitspurgeleise

waere eine Totgeburt. Das russische Eisenbahnsystem hat ja nicht nur eine andere Spurbreite sondern auch ein komplett anderes Waggonsystem. Andere Kupplungen, anderes Bremssystem, andere Achsgewichte, andere Bauhoehen. Auf dieser Strecke koennten nur russische Ganzzuege verkehren soferne es keine Tunells gibt. Die russischen Waggons koennten nur in einen Bestimmungsterminal fahren wo die Waren neuerlich umgeladen werden muessen. Eine Zustellung russische Waggons zu einem europaeischen Kunden ist unmoeglich. Man gewinnt also gar nichts.

Es gibt bereits Achsen die verschiebbare Raeder haben und somit auf beiden Geleisetypen fahren koennen. Das bringt ebenfalls nichts weil der Systemunterschied mit Bremsen und Kupplungen bleibt.

An den ukrainischen Grenzueberganegen gibt es eine riesige Infrastruktur die derzeit unter extremer Unterbeschaeftigung leidet. So billig wie dort wird man bei uns nie umladen koennen.

Es ist mir unverstaendlich das man ueber so ein Projekt ueberhaupt diskutiert!

dihaus
29.04.2009 19:55
0 0

Was soll das bringen?