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Slowakei: Auf die Flat Tax folgt „Unitas“

24.08.2009 | 18:12 |  Von unserem Korrespondenten CHRISTOPH THANEI (Die Presse)

Nach dem Erfolg der Einheitssteuer plant die Slowakei die nächste Revolution im Steuersystem: Eine einzige Überweisung soll alle Zahlungen an Finanzämter, Zoll, Kranken- und Pensionsversicherung ersetzen.

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Pressburg. Was in vielen Ländern als Zukunftsvision diskutiert wird, soll in der Slowakei bald Realität sein: Eine einzige Überweisung an nur eine staatliche Institution soll alle Zahlungen ersetzen, die Unternehmen bisher an Steuerämter, Zoll, Pensions- und Krankenversicherungen usw. zu leisten haben.

Ein ganz so großer Wurf wie die Einführung der Flat Tax 2004 dürfte die jetzt vom slowakischen Finanzministerium vorbereitete Radikalreform des Steuersystems zwar nicht werden. Aber einen kräftigen Attraktivitätszuwachs in den Augen internationaler Unternehmen werde sich die schon jetzt als Niedrigsteuerland geschätzte Slowakei damit zweifellos wieder sichern. Davon ist Günter Oszwald überzeugt.

Der Österreicher leitet in der Slowakei die rund 50 Mitarbeiter zählende Abteilung für Steuerberatung der weltweit agierenden Beratungsfirma Ernst & Young. Die Beratung von Investoren insbesondere aus dem deutschsprachigen Raum bei Investitionen in Tschechien und der Slowakei ist schon seit knapp eineinhalb Jahrzehnten sein Spezialgebiet.

An der slowakischen Steuerpolitik der letzten mehr als fünf Jahre beeindruckt ihn nicht zuletzt das geschickte „Marketing“ dahinter: Schon die Einführung der Flat Tax mit 1. Jänner 2004, nur wenige Monate vor dem EU-Beitritt des Landes, habe das Land enorm attraktiv für internationale Firmen gemacht und wesentlich zum Investitionsboom der letzten Jahre beigetragen.

„Ein paar Jahre später wäre das nicht mehr so eingeschlagen“, ist Oszwald überzeugt. Und das nicht nur, weil inzwischen bereits mehrere andere Länder den slowakischen Spitzensteuersatz von 19 Prozent unterboten haben, der vor fünf Jahren noch der niedrigste der EU war. Schon 2004 waren die Slowaken nicht die Ersten gewesen, die eine Einheitssteuer einführten, aber sie taten es am konsequentesten.

Während andere Steuervorreiter wie Russland, Rumänien oder die Ukraine eine Reihe von Ausnahmeregelungen beibehielten, galt in der Slowakei tatsächlich, dass jedes Einkommen von Firmen und Privatpersonen, vom Gemüseladen bis zum Automobilkonzern und von der Blumenverkäuferin bis zum Bankdirektor mit demselben Einheitssatz von 19 Prozent besteuert wurde.

 

Flat Tax kann auch teuer sein

Das hieß aber auch, dass alle Abschreibungsmöglichkeiten wegfielen, die etwa in Österreich breiten Spielraum für Steuervorteile eröffnen. „Effektiv ist die Steuerbelastung von Unternehmen in der Slowakei oft sogar höher als in Deutschland oder Österreich“, sagt Oszwald. Denn die Nichtabzugsfähigkeit von Rückstellungen, noch nicht realisierten Wertverlusten, freiwilligen Sozialleistungen an die Mitarbeiter und vielen anderen Bilanzposten führe nicht selten zu einer höheren Bemessungsgrundlage im Vergleich zur österreichischen Berechnung, gibt der Steuerexperte zu bedenken.

Trotzdem gelte die Slowakei nicht nur zu Recht als Niedrigsteuerland, sondern vor allem als Musterland für ein einfaches Steuersystem. Tatsächlich hatte schon der liberale Finanzminister Ivan Miklo?, der im Jahr 2003 das „slowakische Modell“ der Flat Tax gegen allerhand politische Zweifel durchsetzte, weniger die Höhe als die Einfachheit seines Systems als größten Vorzug gepriesen: Mit einem einfachen Taschenrechner sollte jeder Bürger selbst ausrechnen können, wie viel an Einkommensteuer er von seinem Verdienst abzuliefern habe, lautete das Ziel.

Dieses Einfachheitsprinzip will sein sozialdemokratischer Nachfolger Ján Po?iatek, der ungeachtet gelegentlicher Linksrhetorik von Premierminister Robert Fico das unternehmerfreundliche Steuermodell beibehielt, nun weiter ausbauen. „Unitas“ (vom lateinischen Wort für Einheit) heißt das vom slowakischen Finanzministerium ausgearbeitete Programm, das in zwei Phasen bis 2012 das slowakische Steuersystem organisatorisch revolutionieren soll.

In der ersten Phase (UnitasI) werden alle Zoll- und Steuerbehörden zusammengefasst, in der zweiten Phase kommen dann alle Sozialversicherungsinstitutionen zur gemeinsamen Abgabenverwaltung hinzu. Trotz des derzeit im Gefolge der weltweiten Krise steigenden Staatsdefizits ist dabei nicht an eine Erhöhung des geltenden Steuersatzes (aber auch keine Senkung) gedacht.

 

Staatseinnahmen sollen steigen

Die angepeilte Einnahmensteigerung soll wie schon bei der Einführung der Flat Tax durch das erwartete Wirtschaftswachstum erzielt werden. Trotz nomineller Steuersenkung waren damals die Staatseinnahmen kräftig in die Höhe geschnellt. Die Steuerreform hatte nämlich wesentlich dazu beigetragen, dass das so für Investoren attraktiv gewordene Land in den ersten fünf Jahren seiner EU-Mitgliedschaft mehr als 35 Prozent Wirtschaftswachstum erreichte (und damit auch die „baltischen Tigerstaaten“ in den Schatten stellte), was auch das Steueraufkommen entsprechend in die Höhe gehen ließ.

Auf einen Blick

Unternehmen in der Slowakei sollen künftig nur noch eine einzige Abgabenüberweisung tätigen müssen, die alle Steuer- und Abgabenleistungen ersetzt.

Bereits 2004 hatte die Slowakei die Flat Tax eingeführt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2009)

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28 Kommentare
 
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Jaroslav
31.08.2009 12:31
0 0

Analogie

Glauben dass Steuererhohung heisst dass staat mehr geld bekommen wird ist genauso primitiv wie glauben dass eine preiserhohung wird ein hoheres profit machen

Gast: Ja, Ja
25.08.2009 15:21
2 0

"trotz nomineller Steuersenkung waren damals die Staatseinnahmen kräftig in die Höhe geschnellt."

Die Steuereinnahmen der Slowakei haben zwischen 2003 und 2004 um 1 Mrd.€ zugenommen. Zwischen 2004 und 2005 sind sie dann "kräftig in die Höhe geschnellt" nämlich um 1,3 Mrd.€. Ich muss schon sagen die Flat Tax hat geradetzu eine Flut an Neueinnahmen herbeigeführt. Es ist eben Alles Anschichtssache :)

Antworten Gast: slowake
25.08.2009 19:39
1 0

Re:

19% ist die Grenze ab der es sich bis zu gewissem Einnahmevolumen keine primitive Art der Steuerhinterziehung lohnt. Die meisten mittelstaendische betriebe zahlen einfach.

Die multinationalen Firmen haben vorher nichts gezahlt und zahlen jetzt auch nichts und wenn die Einkommenssteuer 10% waere wuerden sie auch nichts zahlen. Stichwort: Gewinnverlagerung, Steuerferien, OffShore...

Meiner Meinung nach brauchjt die Slowakei ein Modell bei dem der Gewinn immer weniger besteuert wird und der Konsum immer mehr. Deshalb waere ich fuer einen langsamen Umschwung der EInkommenssteuer auf die Mehrwertsteuer. Zb. ein Modell bei dem Jaehrlich die Einkommenssteuer um 1 Prozent erniedrigt wird und die mehrwertsteuer um 1% steigt. Die einnahmen der Staatskasse wuerden steigen, es geaebe genug Arbeit, das wirkt sich wieder auf den Brutto Lohn aus, da Arbeitgeber mehr zahlen muessen um die guten Arbeitskraefte behalten zu koennen, Netto loehne steigen noch schneller weil sie weniger Steuerbelastet sind. Preise steigen durch momentane Deflation kaum. Haendler werden gezwunden ihre Profite anzupassen, denn bis jetzt haben sie Ware fuer westliche Preisse zu Ost-Gehaeltern ihrer Angestellten verkauft. Markt wird sich reinigen und die Wirtschaft wird wachsen. Das uebriggebliebene Geld in der Staatskasse wuerde ich in 1. Bildung 2. Infrastruktur 3. Wohnungsbau investieren. Alles andere (zB. telecom, energie, transport aka bahn) wuerden private firmen aus dem westen machen. so wie jetzt...

tomschi
25.08.2009 14:15
2 0

In diesem Zusammenhang

möchte ich an die seinerzeit eingeführte Zuverdienstgrenze beim Kindergeld erinnern. Die war eigentlich ziemlich einfach zu berechnen. Mit Hilfe der vom entsprechenden Ministerium angebotenen Anleitung habe ich aber eine Stunde gebraucht. Dafür schäme ich mich nicht, sind doch viele überhaupt daran gescheitert. Schämen sollten sich vielmehr die, die eine so einfache Formel auf so komplizierte Art und Weise erklären. Allein solche Texte von klar denkenden Leuten (z.B. von Mathematikern) statt von Beamten mit ihrem unleserlichen Beamtendeusch schreiben zu lassen, wäre eine große Hilfe.

Gast: MS Deutschland
25.08.2009 12:54
2 0

SPÖVP zieht Österreich wie Blei nach unten!

Österreich hätte die "Flat-Tax" schon vor 25 Jahren haben können. Damals habe ich ein Steuermodell entworfen - wo egal ob Baby oder Greis, Bettler oder Multimillionär - alle einen einheitlichen 25 % Steuersatz unterworfen gewesen wären. Doch Österreich war sozialistisch und ist dies perverser Weise heute noch, wo sich die Slowakei längst vom SPÖVP-Günstlingssteuermodell, wo jedem scheinbar Vorteile zugestanden werden, was in Summe aber jeden erst keinen Vorteil, sondern nur den Nachteil hoher Verwaltungskosten bringt, abgewandt hat.

In KOMBINATION dessen, was man heute Flat-Tax nennt, erdache ich die Grundsicherung (das Wort wurde 1 : 1 in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen). Die Grundsicherung hätte aber ihren Zweck nur in der KOMBINATION mit dem was man jetzt "Flat-Tax" nennt gehabt. Die Grundsicherung sollte jeder - ebenfalls egal ob Baby oder Greis, Bettler oder Multimillionär - erhalten. Wer arbeitet bekommt mehr.

Arbeitslosenversicherung und die Abzüge am Gehaltszettel zugunsten der unnützen Arbeitslosenverwaltung, wären entfallen.

Gerade aber die "Grundsicherung", die ja nicht mehr die ursprüngliche sinnvolle Grundsicherung war, diskutierte man in Österreich - aber eben auf sozialistisch und staatszerstörerisch, man wollte das alte Steuersystem beibehalten, was aber eben nicht dazupasst.

Ich hätte vor 25 Jahren nie gedacht, dass die Slowakei die "Flat-Tax" einführt und früher den Sozialismus ablegt als Österreich, das nun langfristig zurückfällt.

onkeladi8
25.08.2009 12:13
0 0

Dieses System wird von der FPÖ seit fast 20 Jahren gefordert !


Rot/Schwarz wollen das natürlich nicht, da dann viele Versorgungsposten für Parteigünstlinge wegfallen !

Jeder selber Schuld, der die wählt.


0 3

Re: Dieses System wird von der FPÖ seit fast 20 Jahren gefordert !

wieso weiß nur die FPÖ nix davon?

Eine hervorragende Idee!



Das hervorstechendste Merkmal ist, dass endlich jemand die EINFACHHEIT des Systems als Wert an sich erkannt hat!

In Ö werden wir solche Fortschritte wohl erst nach durchgeführtem Staatsbankrott bekommen.

Gast: gaster
25.08.2009 09:39
4 0

bei uns geht es nur um interessen ...

bei uns geht es im steuersystem nicht um das interesse am gesamten - es geht darum, dass jede kleingruppe irgendwie zu ihrem recht kommt.
das beginnt beim hasenzüchterverein, der seine sonderregelung will und endet bei der energielobby, die das auch will.
bei uns streiten die leute lieber um ortstafeln, als fundamental was zu ändern - das könnte ja immerhin veränderung bewirken und die ist per definition böse ...
die idee, alle abgaben mit EINER überweisung zu tätigen, hatte ich glaub ich 2 minuten nachdem ich meinem ersten angestellten den ersten gehalt bezahlt habe - die idee ist mehr als naheliegend und mehr als überfällig.
ich kann den slowaken nur gratulieren und wünsche ihnen für diesen mut das allerbeste.

Gast: Gast
25.08.2009 09:22
3 0

Der groesste Feind eines einfachen Steuersystems ist das system selbst.

Beamte sind dagegen, sie muessen doch ihre existenz irgendwie rechtfertigen.

Gast: ET
25.08.2009 09:20
3 0

Einfach nur GENIAL!

Wenn man das System dann noch so hinstellen kann, dass es ein einheitliches staatliches SV System bekommt, nur 1 Kontrolle für alle Abgaben. Dann das Gleiche mit den Auszahlungen des Staates und einheitliche Rechtsansprüche von öff. Leistungen für alle Bürger, und der Weg zur Verwirklichung einer besseren Gesellschaft geebnet.

Alleine die Einsparungen beim adiministrativen Aufwand der Unternehmen und der Verwaltung würden gewaltig sein, die endlosen Disk. und Tricksereien zur Optimierung der Zwangsabgaben bei Unternehmen und Arbeitnehmers wegfallen. Das System schafft auf jeden Fall Transparenz und Fairness gegenüber den Bürger. Einfach nur Genial.

Konsequenzen für Österreich:
Eine Durchführbarkeit erscheint in Ö unmöglich, der Föderalismus schlägt bis zu den Krankenkassen durch, die Pensionskassen sind vollkommen unterschiedlich gestaltet.

Betrachtet man den kommenden 5 Jahreszeitraum, dann könnte Österreich, trotz höherer Abgabenleistung, bankrott sein, die Slowakei aber aufblühen, wie vor 10 Jahren noch undenkbar.

Die Lösungen wären so einfach. Man bräuchte nur die Menschengrundrechte Wirklichkeit werden lassen, die Verwaltung so gestalten, dass es eine geringe volkswirtschaftliche Belastung gegeben ist und der Gleichheitsgrundsatz für alle gilt. Die Dominanz der Beamten und Funktionäre des geschützten Bereiches lässt das nicht zu.

Daher gilt:
Österreich fährt Vollgas an die Wand!


3 0

zur Steuer kommt bei uns der Steuerberater

zumindest mir kommt der immer teurer als die Steuer selbst, daher kommt bei uns garantiert NIE irgend eine Steuervereinfachung.

Antworten Gast: gaster
25.08.2009 09:40
3 0

Re: zur Steuer kommt bei uns der Steuerberater

der steuerberater heißt ja nur steuerberater - in wirklichkeit ist das ein "verwaltungsberater" ...
90% der zeit verbringt mein steuerberater damit, das administrative know how zu liefern, das man braucht, um die bürokratie zu überleben.

Antworten Gast: Vereinfachtes Steuerrecht
25.08.2009 08:36
2 0

Re: zur Steuer kommt bei uns der Steuerberater

Ja so ist es in Österreich; man hätte gern, kann aber nicht.

Tausende Beamte und Steuerberater wären ohne Arbeit: In Österreich unmöglich !

zypresse
25.08.2009 00:17
2 0

Supersystem

Die Slowakei machts es vor und es funktioniert wunderbar. Zitat: "Die Steuerreform hatte nämlich wesentlich dazu beigetragen, dass das so für Investoren attraktiv gewordene Land in den ersten fünf Jahren seiner EU-Mitgliedschaft mehr als 35 Prozent Wirtschaftswachstum erreichte".

Wie lange muss man in Österreich noch von einem einfachen Steuersystem träumen? Warum will die österreichische Politik kein Geld verdienen? Haben Politiker Angst vor einer Wiederwahl wegen erfolgreicher Arbeit?

Antworten Gast: der
25.08.2009 00:49
4 0

Re: Supersystem

der freie markt hat so seine tücken die der einfache laie nicht so einfach versteht....weil in der slowakei die flattax einen gewissen boom auslöste bedeutet dies nicht dass wenn alle länder das gleiche tun sich der boom praktisch unendlich multipliziert....das ging nur weil alle anderen länder rundherum viel höhere steursätze haben und viel höher entwickelte sozial systeme und gesellschaftsysteme.....

in diesen moment ( betonung auf moment ) profitierte die slowakei weil sie der billigste anbieter war

weiters zahlt zb. Ö wesentlich mehr an die eu als die slowakei ...die kriegen nämlich geld aus den eu topf ....wenn also zuwenig kohle durch die flat tax reinkommt NO PROBLEM für die slowaken denn die ösis gleichen die kasse , mit den umweg über brüssel ,wieder aus......

dies ist
ein gewisses parasitäres verhalten auf kosten der anderen ähnlich eines sozialhilfeempfängers der die arbeiter auslacht ( die geld für die sozi abgezogen bekommen ) weil sie in der früh aufstehen um ihre 8-9 std. zu leisten

wenn nun alle das selbe probieren würden passiert wahrscheinlich ähnliches wie zuletzt bei skyeurope nämlich der totale staatsbankrott mit unruhen und krieg......

tja freunde des free lunches sowas gibts nur in der kindergartenfantasie
die wirkliche welt sieht leider etwas anders aus


Antworten Antworten zypresse
25.08.2009 15:22
0 0

Re: Re: Supersystem

OK, man kann also in Österreich keine FlatTax einführen, weil wir alle "Laien" sind und in "Kindergartenphantasien" leben. Auch eine Meinung.

Antworten Antworten Gast: slowake
25.08.2009 13:18
0 0

Re: Re: Supersystem

Leute in der SK haben gelernt aus wenig mehr zu machen. Leute in AT sind im Moment reine Konsumenten.

Wer von euch hat 2 Jobs? Wer arbeitet das ganze Wochenende durch? Wer macht Urlaub 1-mal in 5 Jahren weil er sonnst keine Zeit hat (Geld ist nicht das Problem)? Niemand.


Antworten Antworten Antworten zypresse
25.08.2009 15:25
0 0

Re: Re: Re: Supersystem

Nun ja, dass wir in Österreich alle Konsumenten sind ist ein wenig allgemein ausgedrückt oder? Es gibt ja schon noch ein paar die arbeiten :-) Es gibt auch viele, die 2 Jobs haben und sämtliche Menschen, die in Österreich in einem Krankenhaus, in einem Taxi, in einem Polizeifahrzeug und vielem anderen mehr Ihr Geld verdienen - arbeiten auch am Wochenende.

Antworten Antworten Gast: slowake
25.08.2009 13:15
0 0

Re: Re: Supersystem

Wenn ich in Bratislava Richtung Oesterreich schaue sehe ich ein Meer an Windkraftwerken die die Landschaft verpesten und von EU Geldern erbaut und subventioniert werden.
Wenn ich nach wien schaue sehe ich zigtausende Migrantenkinder die kaum deutsch koennen und bald zu einem richtig grossem Problem werden, naehmlich dann, wenn sie sich von der Mutterbrust trennen und im Sozialnetz landen, da sie wirschaftlich nicht interessant sind. Ich sehe Oesterreichische Frauen die lieber 12 Jahre Publizistik studieren und ueber die grosse Karriere traeumen statt lieber eine Familie zu gruenden. Ich sehe ein Beamtenapparat der fasst nirgendwo auf der Welt Konkurenz findet.
An jedem ehrlichen Unternehmer sind zig Blutsauger-Firmen angehaengt die ihm ganz dringend notwendige Leistungen verkaufen und volle Unterstuetzung vom Staat haben (Steuerberater, Makler, Consultants, ...).
Das alles gibts in der Slowakei auch, aber ohne staatliche Unterstuetzung.
Gehalter (ausser in der IT) sind 3-4x niedriger. Am schlechtesten schneiden im Moment Leher mit etwa 500-600E Brutto ab.
Sozialhilfe wenn man lange Zeit arbeitslos bleibt betraegt etwa 250E wenn man oeffentliche Arbeiten freiwillig leistet (Strassenfegen, etc...). In AT bewkommt man wieder 3 bis 4 mal so viel.
Lebenskosten:
* Lebensmittel vom Lidl (Billa ist den meisten Slowaken zu teuer), kosten mehr als in AT
* Immobilien sind genau so teuer wie in AT und Mieten sind hoeher, weil es absolut keine Genossenschafts. bzw. anders gefoerdert.

Antworten Antworten Antworten zypresse
25.08.2009 15:30
0 0

Re: Re: Re: Supersystem

Uiuiui das sind sehr viele "gefühlte" Argumente die Sie da vorbringen. Wir wollen mal nicht die österreichischen Frauen für Ihre Bildung kritisieren und auch über Windkraftanlagen kann man streiten. Doch was hält Österreich davon ab eine FlatTax einzuführen? Sicher keine Studentin, kein Makler und auch kein Windkraftwerk oder?

Antworten Antworten Antworten Gast: Atze
25.08.2009 15:01
0 0

Re: Re: Re: Supersystem

Das sehen die Österreicher auch. Nur die Elite will das nicht sehen. Denn sie hat ganz anderes vor mit Österreich. Sobald es der Slowakei wirtschaftlich besser geht, wird man ihr die gleiche Medizin verordnen, an der Österreich gerade zugrunde geht. Die slowakische Bevölkerung und von ihr gewählten Politker werden sich dagegen genauso wenig wehren können, wie die Österreichischen. Ihr habt nur noch wenige Jahre.

Antworten Antworten Antworten Antworten zypresse
25.08.2009 19:05
0 0

Re: Re: Re: Re: Supersystem

OK, die "Elite" hat etwas "anderes" vor? Wer oder was ist diese Elite? Und wie genau geht Österreich Ihrer Meinung nach "zu Grunde"? Was können wir alle gegen dieses „zu Grunde“ gehen unternehmen?

Gast: Oskar
24.08.2009 23:45
2 0

War kürzlich im grenznahen Bereich

Da sieht es aus, wie in Österreich. Kein Wohlstandsgefälle ad hoc erkennbar. Keine Kulturbereicherer laufen durchs Stadtbild. Macht alles einen aufgeräumten Eindruck. Kugel Eis für 0,30 Cent. Da fragt man sich, was Österreich in all den Jahren gemacht hat, wenn ein Land nur zwei Jahrzehnte nach dem Fall des Sozialismus auf gleicher Höhe schwimmt.

Gast: Arnot
24.08.2009 23:39
3 0

Deutschland zahlt horrende EU-Abgaben an den ehemaligen Ostblock

damit durch diese Subventionen Fabriken aus Deutschland nach Osten verlagert werden.

So doof ist nur ein Staat auf der Welt. Aber es sind letzten Endes immer noch Wiedergutmachungen, die Deutschland mangels Friedensvertrag wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag leisten muß.

Gast: dAa
24.08.2009 22:59
3 0

Gutes System!

Ich überlege jetzt auch ernsthaft meinen Firmensitz von Wien nach Bratislava zu verlegen.

Die Entfernung ist nicht der Rede wert.

In Österreich wäre ein solches System undenkbar. 100 Tausende an arbeitslosen Beamten, Steuerberatern, etc. wären die Folge.
Politiker könnten nicht mehr eine riesige Umverteilung zu ihren Klienten durchführen.
Oft sinnlose Fördergleder könnten nicht mehr ausgegeben werden. Politiker wären ihrer Macht beraubt.

 
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