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Wachstum: Eurozone zieht Osteuropa nach unten

15.03.2012 | 14:24 |   (DiePresse.com)

Die Wachstumsprognose für die CEE-Länder wurde deutlich nach unten revidiert. Auffällig ist auch die unterschiedliche Entwicklung der Oststaaten.

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Die Wirtschaft in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas entwickelt sich schwächer als noch vor wenigen Monaten erwartet wurde. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) hat seine Wachstumsprognose für heuer und das kommende Jahr deutlich nach unten revidiert. Einerseits verlangsamt sich das globale Wachstum, "aber es ist vor allem der Einbruch der Eurozone, der das externe Umfeld der Länder Zentral-, Ost- und Südosteuropas besonders bestimmt", sagte WIIW-Direktor Michael Landesmann heute in Wien zur aktuellen WIIW-Prognose.

Wieder anziehen soll die Konjunktur ab dem kommenden Jahr - aber auch diese Prognose ist mit Vorsicht zu genießen. "Es wird irgendwann zu einer Erholung kommen", sagte Landesmann, aber dass das bereits 2013/14 sein wird, sei nicht allzu wörtlich zu nehmen. "Es kann sich durchaus über eine längere Periode strecken." Insgesamt soll die Wirtschaftsleistung der zehn jüngsten EU-Mitglieder in Osteuropa (NMS-10) heuer um 1,5 Prozent wachsen, 2013 soll sich das Wachstum dann auf 3,2 Prozent beschleunigen. Besonders auffällig ist nach Ansicht der WIIW-Experten eine Auseinanderentwicklung Europas, wobei sich Polen, Tschechien und die Slowakei (CE-3) von den einkommensschwächeren Ländern deutlich absetzen können.

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Strukturschwache Länder fallen zurück

Einige Länder, die vor der Krise große wirtschaftliche Ungleichgewichte hatten (Rumänien, Bulgarien und die baltischen Staaten), konnten ihre Exporte steigern, während andere strukturschwache Volkswirtschaften (die Westbalkanländer sowie die südliche EU) dabei keinen Erfolg hatten. Diese zweite Ländergruppe werde auch im Prognosezeitraum 2012 bis 2014 weiter zurückbleiben, während es Polen, Tschechien und die Slowakei schaffen werden, "sich von dem Teufelskreis von niedrigem Wachstum, hoher Zinsbelastung und unhaltbarem Schuldenstand fernzuhalten", so die WIIW-Analyse.

Die WIIW-Ökonomen haben ihre Erwartungen für einige Länder deutlich nach unten geschraubt. Am besten sieht es noch für Polen aus, dessen BIP heuer um 3,0 Prozent und im kommenden Jahr um 4,1 Prozent zulegen soll. Ende November hatte die BIP-Prognose für Polen noch auf 3,3 Prozent für heuer gelautet. Deutlich weniger optimistisch ist auch die Einschätzung für die Slowakei, deren Wirtschaft heuer um 1,5 Prozent statt 2,1 Prozent zulegen soll.

Private Verschuldung nimmt zu

In den meisten Ländern habe es einen dramatischen Anstieg der privaten Verschuldung gegeben, sagte Landesmann, "weniger der öffentlichen Verschuldung". Der notwendige Schuldenabbau der Unternehmen und Haushalte beschränke die Investitionen, und dieser Effekt werde durch den schwachen Zustand des Bankensektors verstärkt. Dies dämpfe wiederum die Konsumausgaben und führe zu einem Rückgang der Beschäftigung und der Löhne, was in Folge zu niedrigeren Haushaltseinkommen und geringeren Erwartungen bei den Konsumausgaben sowie in der Folge zu hohen Zinsen führe. Dazu komme die meist restriktive Fiskalpolitik der Regierungen, weil es durch die steigenden Zinsen immer teurer werde, die öffentliche Verschuldung zu finanzieren.

Notleidende Kredite werden mehr

Die Situation des Finanzsektors in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bleibt angespannt. "Wir sehen in vielen Ländern einen Anstieg von notleidenden Krediten", vor allem im Unternehmensbereich, sagte Landesmann. Die Zinssätze seien in einigen Ländern wie Bulgarien, Rumänien oder Ungarn mit etwa 10 Prozent relativ hoch, in der Slowakei sei die Zinsspanne eher niedrig, und "wir sehen eine relative Erholung von den höheren Zinssätzen im Baltikum".

Besonders in Südosteuropa und Russland hätten viele Banken ihre Bilanzpositionen seit Jänner 2008 zurückgefahren. "Das sind die österreichischen Banken, das sind die deutschen Banken, die das massiv betrieben haben und die Schweizer Banken", sagte Landesmann. Bei den italienischen Banken sei das nicht der Fall.

(APA)

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35 Kommentare
 
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Gast: hauDrauf
17.03.2012 11:06
0 1

ohhhhhh

na hat die EU aua warten mal ab wenn die Türkei einseitig die Zollunion auflöst ..

ja die mächtige EU mit 27 mächtigen Staaten alle Pleite alles überschuldet ...

Nun Betteln wie Hunde das die Türkei ja nicht aus der Zollunion austritt ...

Schmarotzt an der Türkischen Wirtschaft und meint ihr könnt der Türkei was diktieren ...

Was kann die EU schon bitten einen Übersättigten Markt

Schrumpfende Bevölkerung


Antworten Gast: Be-obachter
17.03.2012 19:24
1 0

Re: ohhhhhh

Diesen überheblichen Ton haben nur Türken so gut drauf.

Gast: Be-obachter
16.03.2012 18:23
1 0

Einst und jetzt

Einst hatte Maria Theresia Österreicher in die unwirtlichsten Orte Tschechiens, Rumäniens, Ungarns verbracht, damit die dort mit Fleiss & Ausdauer den darniederliegenden Regionen zum Aufschwung verhelfen. Das hat etliche Generationen lang funktioniert, bis die Autochtonen schliesslich hoffärtig wurden und meinten, die wirtschaftliche Entwicklung sei nun derart stabil, dass man die Deutschösterreicher in den A.... treten könne. Zu Hunderttausenden wurden sie auf den Todesmarsch geschickt.

Nun sollen sie sehen, wie sie allein zurechtkommen. Sogar die Aufnahme in die EU war ein unverdientes Geschenk.

Antworten Gast: Sudetendeutscher
19.03.2012 12:11
0 0

Hauptschuldiger: Edvard Benes

ER hat den tschechischen Nationalismus erst so richtig angeheizt.

ER hat Stalin die Tschechoslowakei versprochen, um seine Ziele durchzusetzen.

Gast: Strachewähler
16.03.2012 12:14
2 1

Das wird ein "Riesen-Geschäft"!

Sind Österreichs Banken in einem schlechten Zustand?

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39969/

Gast: Pensador
16.03.2012 10:52
4 2

Boomen tun die, die auch schon vorher westlich waren.

"Aufschliessen" zu Westeuropa wird nach allen bisherigen Erfahrungen "der Osten" auch in den nächsten 100 Jahren nicht.
Es ist kein Zufall, dass jene Länder, wie Polen, Böhmen und Slowakei, die schon seit Jahrhunderten Teil Mitteleuropas bzw. katholisch und westslawisch geprägt sind, auch jetzt wieder an der Spitze stehen.
Die Geschichte Europas hat nicht erst mit dem EU-Beitritt begonnen.

Gast: Selbsternannter Wirtschaftsexperte
16.03.2012 10:13
3 3

Was oft untergeht:

Der Ostblock war anno dazumal wirtschaftlich sehr erfolgreich. Große Regionen haben schon einmal Industrien gehabt, die weltweit führend gewesen sind: Stahl, Kohle, Waffen,...

Zerstört worden ist das durch den slawischen Nationalismus. Man hat nach dem Ende der KuK Monarchie Millionen Menschen vertrieben (Sudeten, Deutsche) und die Zerstörung der eigenen Wirtschaft wissend in Kauf genommen.

Spätestens nach dem 2. WK mit dem Kommunismus ist Osteuropa zum Agrarland degradiert worden.

Die Vertreibungen im Osten haben erst das Wirtschaftswunder der BRD und Österreichs ermöglicht.

1 0

Re: Was oft untergeht:

"Die Vertreibungen im Osten haben erst das Wirtschaftswunder der BRD und Österreichs ermöglicht."

Das ist kompletter Blödsinn!

Antworten Antworten Gast: Selbsternannter Wirtschaftsexperte
19.03.2012 12:08
0 0

Sie widersprechen mir?

So flüstern Sie mir bitte, woher die Arbeitskräfte hergekommen sind?

Die Männer sind reihenweise im Krieg gefallen oder zumindest als Kriegsgefangene ausgefallen.

Nur die Frauen alleine werden auch nicht alles geschupft haben.

In der Tat sind zB ca. 13 Mio. Menschen unmittelbar nach Kriegsende nach Deutschland gekommen (=woanders vertrieben worden). Bayern ist innerhalb weniger Jahre vom Agrarland zum Industrieland geworden, die Einwanderer waren durch die Bank Facharbeiter.

0 0

Re: Sie widersprechen mir?

Ja natürlich widerspreche ich Ihnen!

Sie werden mir doch nicht erzählen wollen, dass nur die Männer in Deutschland und Österreich im Krieg "reihenweise" gefallen sind und in den Ländern aus denen die Vertriebenen kamen, alle Männer und Jugendlichen den Krieg überlebt haben.
1948 war die Währungsreform mit Einführung der D-Mark und erst 1951/52 begann das "deutsche Wirtschaftswunder"!
In keinem einzigen Standardwerk über die Deutsche Geschichte nach 1945 gibt es eine derartige Feststellung, dass der wirtschaftliche Aufschwung durch die Vertriebenen aus dem Osten zustande kam!

Gast: Halbwissen
16.03.2012 09:52
2 1

Ist halt die Werkbank für Westeuropa !

Nur ist Westeuropa am crashen da die Arbeitsplätze in den Osten verlegt wurden.

Eine klassische Zwickmühle !

PS: Das selbe gilt auch für USA und Rest der Welt.

Und aus diesem Grund steht zuerst die USA auf, dann folgt Westeuropa und zum Schluss Osteuropa.

„Sie behalten ihre Position bei.“

..die österreichischen Institute. Ist es wirtschaftlicher Weitblick, Sachverstand, den andere nicht haben,
Spürnase für besonders margenreiche Nischenmärkte? Oder ausweglose Situation nach masslossem und unkontrolliertem Wachstum um jeden Preis mit unverantwortlichem Risikomanagement??

Re: „Sie behalten ihre Position bei.“

Das wird die Geschichte weisen. Noch tippe ich auf wirtschaftlichen Weitblick.

Gast: jennykl
16.03.2012 09:04
4 1

war absehbar

zur erinnerung: die ehemaligen eu-erweiterungskommissäre verheugen und rehn setzten alles daran um nur rasch die ehemaligen ostblockländer in die eu hinein zu drücken. beide kommissare sagten damals diese länder sind bestens vorbereitet und wären eine bereicherung für die eu. die wirklichkeit sehen wir jetzt was diese bonzen angerichtet haben. einer der kommissare ist schon in pension mit höchster pensionsabsicherung der andere fuhrwerkt noch in brüssel herum und weiß von nichts. so schaut die wirklichkeit aus. die zeche zahlen wir.

Gast: Heumilch
16.03.2012 08:39
2 1

Zuviel Kredite schaden dem Wachstum

Grundsätzlich sollten die Kreditgeber immer einen Beitrag leisten, wenn der Kreditnehmer die Schulden nicht zurückzahlen kann.
Auch bei uns erlebt man es immer wieder, dass die Banken finanzschwachen Familien einen Kredit aufschwatzen der sie bis zum äußersten mit Zahlungsverpflichtungen belastet. Der kleinste Einbruch führt dann zur Zahlungsunfähigkeit und die Familien stehen dann vor dem Nichts.
Genauso machen es die Banken mit den neuen Ländern und ruinieren dadurch dort das Wirtschaftswachstum, weil die vor lauter Zinsen kein Geld mehr für reales Wachstum haben.

Gast: Kaspar Hauser
16.03.2012 08:34
3 0

natürlich wachsen lassen - zu viel Dünger verursacht Umweltschäden ohne Nutzen für das Wachstum

Man kann das Wachstum nicht beschleunigen indem man viele Euros hineinpumpt und glaubt viele Zinsen herausholen zu können.
Die Menschen müssen mitwachsen. Das dauert einfach eine Generation.
Viel sinnvoller wäre es, mit vernünftigen Gesetzen die Korruption (auch im Westen) einzudämmen. Die Wirtschaft wächst dann von alleine - auch ohne Euro-Peitsche.
Die Wirtschaft muss nicht mit 5% und so wachsen. 0,5% sind viel gesünder und unschädlicher.

Wie sagte schon Sitting Bull als er mit dem Bus durch Amerika fuhr: Ich muss jetzt aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen, damit auch meine Seele mitkommen kann.

Lasst doch den Menschen in Ost- und Südeuropa Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Hört auf, sie mit Krediten einzumüllen, um sie dann unter Druck zu setzen, damit sie euch die Zinsen zahlen.

Wachstum braucht seine Zeit.

Die deutsche-mittelstands-nachrichten schreiben:

Die Verbindlichkeiten der Österreichischen Nationalbank aus Target 2 sind Ende vergangenen Jahres sprunghaft angestiegen. Von November auf Dezember 2011 sind die Verbindlichkeiten um über 24 Milliarden Euro gestiegen. Seit Juni 2009 lag der negative Saldo Österreichs bei Target 2 konstant um die 30 Milliarden Euro. Im November 2011 überschritt er erstmals die 40 Milliarden Euro Marke. Am Ende des Jahres lagen die Verbindlichkeiten dann bereits auf fast 69 Milliarden Euro.

Das Downgrade Österreichs durch die Ratingagentur Standard & Poor’s und das Risiko durch die Kreditvolumina in Osteuropa, deren Ausmaß Ende vergangenen Jahres verstärkt ans Licht kamen, haben offenbar das Vertrauen beschädigt und könnten nun für einen weiteren Anstieg des negativen Saldos Österreichs im Target 2 System führen – was ein Hinweis auf den schlechten Zustand der österreichischen Banken sein könnte. Sie sind nun dankbar, dass sie das billige EZB-Geld nehmen können, weil sie sich sonst vermutlich mit teureren Finanzierungen herumschlagen müssten.
----
Urschitz von der Presse schrieb dazu:
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/diebilanz/736302/Eurokrise_Die-Lunte-glimmt-und-keiner-tritt-sie-aus?from=suche.intern.portal

1 1

Re: Die deutsche-mittelstands-nachrichten schreiben:

wieviele Experten warnten davor, überhaupt dieser Union beizutreten ?

Nun solte man das beste daraus machen und austreten, denn das würde die Allmacht in Brüssel erheblich schwächen, und das wissen die Leute dort auch sehr wohl- weshalb sie ja auch bereits im 6 Stundentakt versuchen, allerhand Gefahren aufzuzählen, die Vorteile daraus aber weiterhin verschweigen !

Ich war von Beginn an skeptisch und sehe mich in der sichtbaren Entwicklung erneut überzeugt, dagegen gewesen zzu sein.

Gast: smilefile
16.03.2012 07:07
3 2

Tja,.....



wird wie in Griechenland, nicht als "Pleite" sondern als "Kreditangelegenheit" eingestuft,..

Bravo "Europa",....

Der EU-Virus ruinirt Europa - die dämlichen

Europäer applaudieren dazu.

serbien

serbien steht eh schon in den startlöchern zum beitritt.
die juwelen und kupferkabel haben sie bald monopolisiert.
die holen sicher dann die kohlen aus dem feuer.
wenn die nicht, dann wirtschaftsmacht kosovo und albanien.
also: alle rein in die EU!

Gast: Schuldenunion
15.03.2012 22:21
4 2

Seit wir ÄhUh haben

geht es nur noch um OIRO.
(Mit möglichst vielen Nullen - davor oder auch dahinter).

0 2

Re: Seit wir ÄhUh haben

Mit möglichst vielen Nullen - davor oder auch dahinter
und vor allem hier im PRESSE-Forum, wie beispielsweise SIE !

Gast: Gast Kurt
15.03.2012 22:09
1 7

wunsche wirts nix erfühlt

Die Türkei, Russland, die Ukraine und Kasachstan könnten mit Wachstumsraten von bis zu fünf Prozent rechnen.
Die arme Ossi warten wie geier und hoffen,des die Tr, Wachstumsraten zurük gehts.. aber nestle jahre halt gel..

Antworten Gast: freund?
16.03.2012 00:43
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Re: wunsche wirts nix erfühlt



PUTZIG !

wir wollen euch trotzdem nicht .

Antworten Antworten Gast: Gast Kurt
16.03.2012 23:00
0 0

Re: Re: wunsche wirts nix erfühlt

Das würde ich mir VON ganz herzen wunschen aber invesment daten die Össi Firmen, ganz andre meinung und bettelen an geschäfter!!! komm mal runter du klein lauz..

 
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