EU-Politiker: "Natürlich müssen Frauen weniger verdienen als Männer"

Ein polnischer EU-Abgeordneter erklärte, Frauen seien "schwächer, kleiner und weniger intelligent“. Daher seien Gehaltsunterschiede gerechtfertigt. Nun drohen ihm Sanktionen.

Janusz Korwin-Mikke (Archivbild)
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Janusz Korwin-Mikke (Archivbild)
Janusz Korwin-Mikke (Archivbild) – EPA

Mit abfälligen Bemerkungen über Frauen hat sich ein polnischer Europaabgeordneter eine Untersuchung eingehandelt. "Natürlich müssen Frauen weniger als Männer verdienen", sagte der 74-jährige polnische Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke am Mittwochabend bei einer Plenardebatte über geschlechterspezifische Einkommensunterschiede in Brüssel. "Weil sie schwächer, kleiner und weniger intelligent sind, müssen sie weniger verdienen."

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani teilte am Donnerstag mit, dass er eine Untersuchung eingeleitet habe. Mehrere Abgeordnete hätten ihn auf den Vorfall hingewiesen. Korwin-Mikke drohen Sanktionen von einer Ermahnung über eine Geldstrafe bis hin zu einem zeitweisen Entzug der Stimmrechte sowie einem vorübergehenden Teilnahmeverbot für Aktivitäten des Parlaments.

Korwin-Mikke zeigte 2015 Hitler-Gruß im Parlament

Korwin-Mikke gehört keiner Fraktion im EU-Parlament an. In Polen ist er Vorsitzender der konservativen und europaskeptischen Partei Korwin, die 2016 in Wolność (auf Deutsch: Freiheit) umbenannt wurde. Mit seinen verbalen Entgleisungen sorgte er schon öfter für Aufregung. So hob er im Juli 2015 etwa im Plenum den Arm zum Hitler-Gruß: "Dieses Mal ist es ein Reich, ein Führer, ein Ticket". Es ging um die Einführung eines EU-weit gültigen Zugtickets.

 

(APA/Red)

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