Deutsche Firma will Lufttaxis nach Dubai bringen

Passagierdrohnen einer Firma aus Deutschland sollen als autonome Lufttaxis in Dubai eingesetzt werden.

In Deutschland hat der Prototyp VC200 bereits eine vorläufige Zulassung
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In Deutschland hat der Prototyp VC200 bereits eine vorläufige Zulassung
In Deutschland hat der Prototyp VC200 bereits eine vorläufige Zulassung – e-volo

Dubai ist auf der Suche nach einem Lufttaxi-Anbieter in Deurtschland fündig geworden: Am Anfang der Partnerschaft soll eine fünfjährige Testphase stehen, teilten das Unternehmen e-volo und die Behörden des Emirats am Montag mit. Erste Versuche seien für das heurige Schlussquartal geplant, sagte Mitgründer Alexander Zosel.

Nach seinen Angaben ist die Firma der erste Hersteller, die mit einem anderen Land eine Kooperation für ein autonomes Flugtaxi beschließt. Zum Auftragsvolumen oder weiteren Details der Pilotphase gab es zunächst keine Angaben.

Die Vereinbarung über die Partnerschaft sei bereits unterschrieben, sagte Zosel. Ursprünglich hatte Dubai vor einigen Monaten verkündet, Lufttaxis mit der in China entwickelten autonomen Drohne des Anbieters Ehang testen zu wollen. Weltweit arbeiten auch andere Unternehmen wie Toyota oder Airbus an fliegenden Autos oder Drohnen, die Einwohner von Großstädten ohne Stau von A nach B bringen sollen.

Der Multicopter der Bruchsaler war im vergangenen Jahr erstmals bemannt geflogen. In Deutschland hat der Prototyp VC200 bereits eine vorläufige Zulassung als sogenanntes Ultraleicht-Luftfahrtgerät.

Die in Dubai geplante Testphase werde von der staatlichen Behörde RTA, zuständig für die Mobilität des Emirates, sowie der DCAA, der Behörde für Luftfahrt in Dubai, betreut. "Der Volocopter soll ein öffentliches Verkehrsmittel werden", sagte Zosel. In Dubai sollten dazu auch zahlreiche "ports" gebaut werden, also Stellen, an denen die Lufttaxis starten und landen können.

In Dubai, Hauptstadt des Emirats Dubai, leben rund zwei Millionen Menschen. Das Emirat will nach eigenen Worten bis 2030 ein Viertel seines Verkehrs auf autonomen Transport umgestellt haben. Die Entscheidung für die Partnerschaft mit e-volo sei wegen der hohen Sicherheitsstandards gefallen, die in Deutschland bei Entwicklung und Betrieb solcher Fluggeräte herrschten, hieß es.

Die hubschrauberähnliche Drohne 2X, die in Dubai eingesetzt werden soll, ist für zwei Passagiere gedacht. Sie startet senkrecht mit Hilfe von 18 kleinen, kreisförmig angeordneten Rotoren. Für den deutschen Luftsportmarkt steht laut Zosel das "Taxi der Lüfte" kurz vor seiner Markteinführung und soll 2018 in die Serienproduktion gehen. Hierbei wird der Volocopter aber von einem ausgebildeten Luftsport-Piloten gesteuert werden müssen.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kündigte vor zwei Monaten Tests mit einer Flotte von Passagierdrohnen in Dubai für das Jahr 2020 an. Uber will dabei selbst ein Netz aus "Vertiports" betreiben, an denen die Fluggeräte senkrecht starten und landen können. Von welchen Herstellern die Fluggeräte kommen sollen, ließ das US-Start-up offen.

(APA/dpa)

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