Bankmitarbeiterin in Spanien soll 1,3 Millionen abgezweigt haben

Die Bankangestellte bediente sich offenbar ein Vierteljahrhundert lang vom Konto eines Russen, der ihr vertraut hat.

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APA/BARBARA GINDL

Eine Bankmitarbeiterin, die vom Konto eines Kunden 25 Jahre lang für sich insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro abgezweigt haben soll, ist der Polizei jetzt ins Netz gegangen. Nach einer Anzeige des geschädigten Kunden und einer einmonatigen Untersuchung sei die 51-Jährige festgenommen worden, berichtete die Zeitung "El Pais" am Montag unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil.

Doch wieso merkte der Kunde so lange Zeit nichts? Die Erklärung der Polizei: Der wohlhabende Mann aus Russland habe nach der Eröffnung des Kontos 1992 in Almoradi nahe Alicante eine sehr gute Beziehung zu seiner Kontobetreuerin entwickelt. Die Frau habe das Vertrauen des Mannes, der sich nur gelegentlich in Spanien aufgehalten und seine Kontobewegungen praktisch nicht verfolgt habe, ausgenutzt. Die Bankangestellte habe ihm auch mal gefälschte Auszüge präsentiert.

Die Mitarbeiterin des Geldhauses habe das Geld vor allem am Automaten abgehoben und damit unter anderem ihr Haus, Reisen oder Autos bezahlt. Als der heute 80 Jahre alte Mann im Juni aber aufgrund eines größeren Geschäfts bei einem anderen Bankmitarbeiter einen detaillierten Kontoauszug beantragt habe, sei er auf das Fehlen des hohen Geldbetrags gestoßen. Der Frau werde nun unter anderem Betrug und Dokumentenfälschung zur Last gelegt, teilte die Polizei mit.

(APA/dpa)

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