Welche prominente Namen in den Paradise Papers auftauchen

Bono

Die "Paradise Papers" brachten Steuertricks von Prominenten, Politikern und Superreichen ans Licht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fasste die wichtigsten Personen zusammen.

Bono:

Der Frontman der irischen Rockband hat laut brisanten Enthüllungen über Firmen in Malta und Gernsey in ein Einkaufszentrum in Litauen investiert. Ob Bono davon wusste, blieb noch unbeantwortet, laut seiner Sprecherin war er ein "passiver Minderheitsinvestor".

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George Soros

Über die Kanzlei Appleby soll der bekannte Investor George Soros ein Netz von Firmen unter anderem auf den Britischen Jungferninseln und den Bermudas verwaltet haben.

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Queen Elizabeth ll.

Mehr als elf Millionen Euro aus ihrem Privatvermögen soll die britische Königin Elizabeth II. in Fonds auf den Kaimaninseln und den Bermudas angelegt haben. Das Herzogtum von Lancaster, das für die Anlagen der Queen zuständig ist, erklärte alle Investitionen als rechtmäßig.

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Wilbur Ross

Der amerikanische Handelsminister sorgt für Interessenskonflikte. Ausgerechnet er soll an Russland-Geschäften verdienen. Laut "Paradise Papers" hält Wilbur Ross ein komplexes Netz an Offshore-Investitionen, einer der Großkunden sei der russische Energiekonzern Sibur. Dieser wiederum wird von Vertrauensleuten des Präsidenten Wladimir Putin, darunter der mit amerikanischen Sanktionen belegte Geschäftsmann Gennadi Timschenko sowie Putins Schwiegersohn Kirill Schamalow kontrolliert.

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Stephen Bronfman

Der enge Freund und Förderer des kanadischen Premierministers Justin Trudeau könnte laut der Süddeutschen Zeitung in ein Modell zur Steuervermeidung verstrickt sein. Er ist Geschäftsmann und stammt aus einer reichen Familie, die unter anderem Immobiliengeschäfte macht. Zusammen mit seinem Vater soll Trudeau mindestens 34 Millionen Dollar an den "Kolber Trust" auf den Kaimaninslen übertragen haben, und unter anderem Einkünfte oder Geschenke als Darlehen getarnt haben. Ein Anwalt des "Kolber Trust" beteuerte, dass alle Auflagen und Gesetze befolgt worden seien.

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Curt Engelhorn

Die Familie des 2016 verstorbenen Pharma-Unternehmers Curt Engelhorn ist laut der "Paradise Papers" Großkunde der Kanzlei Appleby. Zwar gab es bereits ein Steuerverfahren mit einer Nachzahlung von rund 145 Millionen Euro, doch da wussten die Steuerbehörden noch nicht von den zahlreichen Trusts.

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Paul Gauselmann

Paul Gauselmann ist Spielotheken Betreiber in Deutschland und wird in den Dokumenten ebenfalls erwähnt. Das Glücksspiel-Geschäft, das faktisch staatlicher Regulierung entzogen sei, habe seinen Grundstein in der Steueroase Isle of Man.

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