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Strabag: Birtel folgt Haselsteiner als CEO

25.06.2012 | 14:32 |   (DiePresse.com)

Der Wirtschaftswissenschafter ist bereits seit 2002 im Vorstand der Strabag. Der langjährige Baukonzern-Chef legt seine Funktion Mitte 2014 zurück.

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Die Gerüchte um einen bevorstehenden Rückzug des langjährigen Strabag-Chefs haben nun ein Ende - Hans Peter Haselsteiner will seine Funktion als CEO der Strabag SE nach der im Juni 2014 geplanten Hauptversammlung zurücklegen. Sein designierter Nachfolger ist Vorstandsmitglied Thomas Birtel. Dies werde vom gesamten Vorstand begrüßt und unterstützt, teilte die Strabag in einer Aussendung mit.

Birtel sei "jung genug, um den Konzern dynamisch zu führen, alt genug, um Risiken, die nicht beherrschbar sind, zu vermeiden, und durch seine Funktion als Vorstandssprecher der Strabag AG, Köln, ausgezeichnet vorbereitet, ein noch größeres Schiff zu steuern", so Haselsteiner.

Der designierte Strabag-Chef wurde am 3. Juni 1954 geboren und absolvierte an der Ruhr-Universität Bochum Ende der 70er Jahre ein Studium zum Diplom-Ökonomen, Anfang der 80er Jahre promovierte Birtel dort zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Seine beruflichen Stationen führten ihn zunächst zum deutschen Stahlhändler Klöckner & Co (1983 bis 1989), zur schwedischen Frigoscandia-Gruppe (1989 bis 1996) und danach zur Strabag-Gruppe als Vorstand der Strabag Hoch- & Ingenieurbau AG. 2002 kam er in den Vorstand der börsenotierten Strabag AG (Köln). Dort war er für die Bereiche Hochbau, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement und Beschaffung verantwortlich. Seit 2006 ist Birtel auch im Vorstand der Strabag SE.

Weitere Strukturveränderungen

Strabag verkleinert seinen Vorstand kurzfristig von sechs auf drei Mitglieder. Der bisherige Vize-Vorstandschef Fritz Oberlerchner lege sein Mandat per Ende Juni 2012 zurück. Oberlerchner (63) war eigentlich neben Haselsteiner-Sohn Clemens als möglicher Nachfolger an der Konzernspitze kolportiert worden.

Oberlerchner wird sich den Angaben zufolge um die "organisatorische und strategische Aufstellung" des Strabag-Konzerns kümmern und die Task Force "Strabag 2013ff" leiten. Sein Sitz im Vorstand werde nicht nachbesetzt. In dem Führungsgremium vertreten sind dann noch - neben Haselsteiner und Birtel - Siegfried Wanker, Hannes Truntschnig und Peter Krammer.

Die Strabag teilt ihre Geschäftsverteilung künftig nach Regionen auf und wendet sich vom Prinzip der Spartentrennung und vom Prinzip der Zuständigkeit jeweils eines technischen und eines kaufmännischen Leiters auf Vorstandsebene ab.

Ab 1. Juli gibt es die Segmente "Nord und West", "Süd und Ost", "International und Sondersparten" sowie "Servicebetriebe". Die Unterteilung in die Geschäftsbereiche "Hoch- und Ingenieurbau", "Verkehrswegebau" sowie "Sondersparten und Konzessionen" wird damit ersetzt.

(APA)

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