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Porr kündigt 74 von 270 Mitarbeitern in Wiener Zentrale

26.06.2012 | 18:52 |   (DiePresse.com)

Der Baukonzern fuhr 2011 hohe Verluste ein. Durch die Meldung der Mitarbeiter beim AMS sollen Personalkosten gespart werden. Eine Arbeitsstiftung steht zur Verfügung, ein Sozialplan soll ausgearbeitet werden.

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Der zweitgrößte österreichische Baukonzern Porr kündigt 74 von 270 Mitarbeiter in der Wiener Zentrale. Die betroffenen Beschäftigten wurden am Montag beim Arbeitsmarktservice angemeldet, schreibt der "Standard" in seiner Mittwochausgabe. Das AMS Wien hat dies auf APA-Anfrage bisher nicht bestätigt. Einen Golden Handshake - eine höhere freiwillige Abfertigung - gebe es nicht, sagte Porr-Chef Karl-Heinz Strauss dem Blatt. Den Betroffenen stehe eine Arbeitsstiftung zur Verfügung und ein Sozialplan wurde ausgearbeitet.

Durch die Kündigungen würden die Personalkosten bei Porr in einem ersten Schritt um jährlich fünf Millionen Euro sinken. Auch Mitarbeiter in Stabsstellen wurden gekündigt. Es gelte die Mitarbeiter an den Baustellen zu entlasten und Wege finden, dass "eine Rechnung nicht 32-mal angegriffen wird", betonte der Porr-Chef. Sein Ziel ist es, "die Kosten dramatisch nach unten zu fahren".

Verluste und keine Dividende

Porr baute 2011 einen Riesenverlust. Infolge von außerordentlichen Abschreibungen in Ungarn und Rumänien, die sich auf 82 Millionen Euro summierten, drehte das Konzernergebnis gegenüber dem Jahr davor von plus 16,7 Millionen auf minus 72,2 Millionen Euro. Dividende gibt es keine. Im Vorjahr waren noch 55 Cent je Aktie ausgeschüttet worden. Ende April hatte Porr im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "fit for future" Einsparungen "im hohen zweistelligen Millionenbereich bringen" angekündigt.

In den nächsten zwei bis drei Jahren will der Porr-Chef die konzerneigenen Immobilien und Hotels in Fonds bündeln und diese an die Börse bringen. Derzeit besitzt der Baukonzern allein oder mit Partnern zwölf Hotels. Bereits in den nächsten Wochen könnten die Weichen für eine neue Eigentümerstruktur gestellt werden, schreibt die Zeitung. Wie Anfang Juni berichtet, will sich die Bank Austria-nahe B&C Stiftung von ihrem 37-Prozent-Aktienpaket trennen. Das 100 Mio. Euro teure Paket dürfte offenbar an Aktionäre rund um den Porr-Chef gehen.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Stani34
27.06.2012 09:43
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Sozen

Das Erbe des Spitzenmänätschers Hesoun?

Gast: Frechheit
26.06.2012 19:18
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Arbeitsstiftung? Sozialplan?

Wer stiftet für Otto Normalverbraucher wenn dessen Firma dicht macht? Eine Sauerei. Wieder werden sich ein paar Günstlinge mit Kombi-Einkommen aus Arbeitsloser und Firmenrenten ein tolles Leben bei 80 Prozent Letztbezug machen. Auf Kosten der restlichen Österreicher die ja bis 70 im Erwerbsleben stehen sollen.

Antworten Gast: Frechheit_2te
27.06.2012 09:23
0 0

Re: Arbeitsstiftung? Sozialplan?

Eine Frechheit ist, was sie hier von sich geben!
Von wegen Günstlinge und 80 Prozent Letztbezug....die Kündigungen treffen ganz normale Mitarbeiter. Sekretärinnen, Mitarbeiter der Buchhaltung, etc. - den sogenannten "kleinen Mann". Die Stiftung und der Sozialplan sind eine Leistung des Konzerns um die Folgen der Kündigung ein wenig abzufedern und die gekündigten Mitarbeiter nicht einfach so auf die Straße zu setzen.


Hobbyökonom