Die Finanzbeamten nehmen ihren ehemaligen Chef ganz genau unter die Lupe. Nun geht es um die Wörthersee-Villa, die der Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und seine Frau offiziell gemietet haben (mehr dazu...). Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News" auf seiner Internetseite. Das Anwesen im Maria Wörth wurde dem Bericht zufolge für 1,3 Millionen Euro saniert. Das Geld dafür floss von der Gemain Limited an die Vermögensverwaltung SMW OG. Deren vertretungsbefugter Geschäftsführer ist Grassers "Wahlonkel" Burkhard Graf ist.
Im Kern geht es nun um die Frage, ob die Gelder aus dem Stiftungskonstrukt der Person Grasser zugerechnet werden können. Entscheidend dafür ist, ob Grasser über diese Einkünfte disponieren konnte und ob er "über das Wirtschaftsgut eine Herrschaft ausübt, die wirtschaftlich der Stellung nahekommt, die ein privatrechtlicher Eigentümer hat".
Hat sich Grasser "eingemischt"?
Die mit der Sanierung der Villa beauftragten Handwerker sagten aus, dass sich Grasser sehr intensiv in die Sanierung des Hauses befasst hatte und sich selbst über kleine Details den Kopf zerbracht. Anders die Aussage von Graf: "Grasser hat sich nicht eingemischt."
Steuerrechtsexperte Werner Doralt wertet die Gespräche Grassers mit den Professionisten schon als "heftiges Indiz" dafür, "dass er auch der Verfügungsberechtigte ist", wie Doralt dazu am Mittwoch im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio sagte.
(APA)





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